Gemeinde Reilingen

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[Online seit 06.08.2018]

Eine unvergessliche deutsch-französische Woche
Der erste Ferientag bescherte der Reilinger Jugend nicht nur heißes Wetter, sondern auch lang ersehnten Besuch – dieses Jahr in rekordverdächtiger Anzahl: Anaïs, Chloé, Clara, Côme, Élisa, Emma, Enzo, Hugo, Jules, Lise, Maëlle, Marthe, Mélodie, Noah, Noémie, Quentin, Samuel, Victor und Zelma hießen die 19 Jungen und Mädchen aus Jargeau, die unter der bewährten Leitung von Arthur Prud’homme und seines ebenso sympathischen Studienfreundes Armand Barrio angereist kamen. Eine ganze Woche würden sie mit ihren deutschen Gastgeschwistern verbringen. Und diese Woche hatte es in sich.
Die Gäste sollten ihre Partnergemeinde und die Umgebung aus möglichst vielen Blickwinkeln kennenlernen – offiziell und informell, sportlich und kulturell. Sie sollten Vereinsleben und Freizeitmöglichkeiten kennen lernen, sie sollten Dorf, Wald, Felder und Städte erkunden – per pedes, per Rad und mit dem öffentlichen Nahverkehr. Und vor allem sollten sie und ihre Gastgeschwister viel Spaß miteinander haben.
Und Reilingen war bereit. Gleich am Freitagmorgen begrüßte Bürgermeister Weisbrod die ganze Schar im Ratssaal. Da man selber leider nicht wieder Weltmeister geworden sei, habe man unseren französischen Freunden die Daumen gedrückt – offenbar erfolgreich!  Nach dieser herzlichen Begrüßung (und mit leckeren Brezeln im Bauch) fand im Hof der Familie Bareiß eine Weltpremiere statt: die Kombination aus Töpfern und Schach. Unter fachkundiger Anleitung konnte jeder seine eigenen Keramikwerke erstellen und sich an der Töpferscheibe erproben. Die kreativen Pausen konnte man dann mit Schachspielen sowie Crêpebacken und Picknicken füllen.

Eine sichere Hand und ein gutes Auge waren auch am Samstag gefragt: die Flying Arrows hatten auf ihren Schießplatz im Wald eingeladen. Martin Oberle hatte zahlreiche Helfer mobilisiert, die die deutschen und französischen Nachwuchs-Robin-Hoods fachkundig in die Kunst des Bogenschießens einwiesen. Die Faszination für diesen Sport mit seiner Kombination aus Kraft, Geschicklichkeit, Präzision und Naturerlebnis übertrug sich auf die Jugendlichen, und manche(r) zeigte ganz erstaunliches Talent.
Sportlich war man auch an den folgenden Tagen. Dass unsere Umgebung über ein ausgezeichnetes Radwegenetz verfügt, zeigte sich beim gemeinsamen Ausflug per Drahtesel nach Speyer. Zwar floss bei hochsommerlichen Temperaturen der Schweiß in Strömen, umso willkommener war dann aber das ausgedehnte Picknick unter den Bäumen der Speyerer Rheinwiesen. Der Rückweg führte zum Hockenheimer Maislabyrinth, verbunden mit der Suche nach den dort versteckten Schweinen. Tapfer durchstöberten alle die Winkel und Gänge. Ein Grüppchen Unentwegter nahm nicht am allgemeinen Aufbruch teil und wurde belohnt, weil sie als einzige alle sechs Schweine fanden.

Ebenso sportlich ging es anderntags am St. Leoner See zu. Wer hat schon einen Badesee direkt um die Ecke? Dazu noch mit Wasserskilift? Den hatte der Partnerschaftsverein gechartert, und so konnten alle sich mutig auf die Bretter stellen. Anfeuerungsrufe, Jubel und Lachen ertönten, wenn einer nach dem anderen über die Wellen raste … oder aber mit großem Geplatsche schon beim Start versank. Und nachher (wie auch an den anderen Tagen) konnte man sich ja noch weiterhin im See abkühlen.
Bekanntermaßen kann man in Reilingen auch gut feiern. Eigentlich war die Bürgerbegegnungsstätte für die Ferienbetreuung ausgebucht, aber man kam uns entgegen und lieh sie uns für das gemeinsame Kochen.  Das internationale Ergebnis – deutscher Kartoffelsalat, französische Crêpes, griechischer Salat, amerikanische Hamburger und Reilinger Apfelkuchen – konnte sich sehen lassen und mundete auch den Gasteltern, mit denen man bis in den späten Abend zusammensaß.

Mehrfach ging es vom Dorf ins pralle Stadtleben. Am Sonntag, den die Gastfamilien frei für sich gestalten konnten, hatten sich viele spontan in der altehrwürdigen Stadt Heidelberg getroffen. Tags darauf im Dom von Speyer war viel Geschichte zu spüren: Die fast tausendjährige Krypta mit den Kaisergräbern gab ein Gefühl der Erhabenheit … und bot zudem in der Mittagshitze eine willkommene Abkühlung. Für den anschließenden Besuch der Stadt bildeten sich spontan kleine Grüppchen, die die Maximilanstraße und insbesondere deren Eisdielen erkundeten. Genauso eifrig wurde am letzten Tag unsere größte Nachbarstadt – die mit den vielen Quadraten – durchstreift. Eine vergleichbar große Stadt sucht man im Radius von 150 km um Jargeau vergebens. Entsprechend groß war die Entdeckerfreude. Entdeckerfreude und Kombinationsgabe waren auch im Anschluss in den Escape Rooms gefragt, wo sich die Teams durch versteckte Hinweise und Chiffren aus dem Raum „befreien“ mussten.
Zum Abschluss – fast ist es schon Tradition – traf man sich am letzten Abend im Eiscafé Bianchi. Hier konnten alle ihre selbstgetöpferten Kunstwerke in Empfang nehmen. Dank des heißen Wetters war alles rechtzeitig getrocknet, und Eveline Bareiß hatte alles noch vor der Abreise glasieren und brennen können. So hatte jeder sein Erinnerungsstück, als es anderntags am Bahnhof Abschiednehmen hieß. Alle waren, wie schon an manchen Tagen zuvor, ziemlich übernächtigt (auf die Details wollen wir hier besser nicht eingehen), aber voller Begeisterung über eine unvergessliche Woche.

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