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Honigbiene - Die Vielfalt der Bienenprodukte

[Online seit 27.02.2018]

Eine warme Milch mit Honig als Betthüpferl ist wohl vielen bekannt.
Die Vielfalt von Bienenprodukten stellte am 17.01. die aus Heidelberg stammende Bienenfachfrau Eleonore Ludt den Landfrauen Reilingen vor.
Der für jeden geläufige Honig kann als Naturstoff u.a. bei Schwellungen aufgetragen, bei trockenem Husten eingenommen und zur Beruhigung bei Stress behilflich sein. Frau Ludt machte außerdem auf spezielle Diabetikerhonige mit höherem Fructoseanteil als gewöhnlich aufmerksam ( z.B. Lindenhonig). Wer die wertvollen Enzyme, die durch den Speichel der Bienen eingearbeitet werden, und aus Nektar den eigentlichen Honig machen, für sich nutzen möchte, sollte jedoch besonders bei Heißgetränken etwas beachten: Bei Temperaturen über 40 °C kommt es zur Denaturierung dieser Enyzme, wodurch nur noch die Süßwirkung übrig bleibt. Frau Ludt sprach auch die Kristallisation der Honige an: Anders als der Volksmund glaubt sei diese nämlich das Qualitätsmerkmal von Honig!
Die weiteren Bienenprodukte Pollen, Gelee Royal, Propolis, Bienenwachs, Bienengift und Bienenstockluft waren für die meisten Zuhörer noch unbekannt.
So kann man Pollen (männlicher Teil des Samenkorns einer Pflanze) als gereinigtes und getrocknetes Granulat kaufen und in Joghurt beispielsweise auflösen. Aus diese Weise eingenommen kann er bei Stress und Leistungsschwäche unterstützen. Aufgrund des hohen allergenen Potenzials sollte vor Nutzung von allen Bienenprodukten vorsichtig auf eine Allergie getestet werden. Propolis dient im Bienenbau als Dichtungsmittel und kann als Immunkur eingenommen werden, Bienenwachs schwitzen Bienen dagegen aus speziellen Wachsdrüsen aus und nutzen es zum Ausbau des Bienenbaus. Häufig wird dieses für wohlriechende Kerzen verwendet, hilft jedoch auch als wohltuende Wachsauflage bei Atemwegsbeschwerden. Bienengift kann u.a. bei rheumatischen Erkrankungen und häufigen Rückenschmerzen hilfreich sein.
Als Erste Hilfe bei ungewollten Bienenstichen empfahl Frau Ludt den Stachel schnell seitlich zu entfernen, damit so wenig Gift wie möglich in die Haut gelangt.
Gelee-Royal, der Nährsaft der Bienenkönigin enthält viele Aminosäuren und gilt als immunstärkend.
Bienenstockluft, wird mittlerweile bei einigen Imkern angeboten und kann Asthma und Bronchitis lindern.
Zum Schluss zeigte uns Frau Ludt noch die Bienenatmung: Bei dieser Atemübung wird zunächst tief ausgeatmet und ca. 80 % des Lungenvolumens wieder eingeatmet. Beim anschließenden Ausatmen wird gesummt und ich eine Biene vorgestellt die von Blüte zu Blüte fliegt.
Wir danken Frau Eleonore Ludt für diesen spannenden Vortrag!

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