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Jugendliche sind von Jugendplatzkonzept überzeugt

Intensive Diskussion mit Architekten und Verwaltung / Zwei Bauabschnitte geplant

Entstehen soll ein Platz, an dem sich Jugendliche treffen können, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Bereits Anfang des letzten Jahres gab es einen Workshop an der Friedrich-von-Schiller Schule, worauf es anschließend zu einem Ideenaustausch zwischen Verantwortlichen und der Jugend kam. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Konzept eines Jugendplatzes auf dem Schulgelände doch erst jetzt von den Architekten der Roth GmbH vorgestellt werden.

„Schon seit Februar waren die Planungen abgeschlossen, doch durch Corona hat sich leider alles nach hinten verschoben“, so Hauptamtsleiter Wolfgang Müller, der der Koordinator zwischen der Gemeinde, dem Mobilen Jugendbearbeiter Walter Rall und den Architekten ist. Festentschlossen für die Umsetzung eines Platzes für die Jugend ist auch Bürgermeister Stefan Weisbrod: „Der Wunsch nach einem Jugendplatz besteht schon seit meiner Amtseinführung vor acht Jahren. Wenn wir jetzt selbstkritisch zurückblicken, wurde schon einiges umgesetzt, aber noch nicht genug für die Jugend. Es gibt schon gute Pläne für einen Jugendplatz und aus diesem Grund sollten wir dies nun in die Realität umsetzen.“


Workshop als Startschuss

„Begonnen hat alles mit einem zweitägigen Workshop für die Fünft- bis Zehntklässler der Friedrich-von Schiller Schule“, erzählt Walter Rall, Mobiler Jugendbearbeiter des Postillion e.V., ansässig in der Hauptstraße. Dabei hatten die Schüler die Aufgabe, ihren eigenen Jugendplatz, nach ihren Vorlieben, zu gestalten. Diese Ideen wurden an einem Abend „Pizza mit Politik“, der von Bürgermeister Stefan Weisbrod initiiert wurde, vorgestellt. Herausgestellt hatte sich hierbei, dass der Platz abgelegen und nicht einsehbar sein sollte, sodass die Anwohner nicht gestört werden. In einer Diskussion wurde der Platz auf dem Schulgelände hinter dem Gummiplatz nahe des Schulpavillons festgelegt. Außerdem wünschen sich die Jugendlichen Tische, Sitzgelegenheiten sowie Grillmöglichkeiten.

Diesen Wünschen gingen Katja Teppke sowie Jürgen Roth von der Roth Architekten GmbH nach und erstellten einen Grundriss, den sie den Jugendlichen vorstellten. Der Jugendplatz wird nach ihren Planungen eine Fläche von circa 340 m² haben, davon 30m² überdacht als Pavillon, damit sich die Jugend auch bei schlechtem Wetter zurückziehen kann. Sitzmöglichkeiten haben sie durch Baumstammbänke sowie Würfelhocker. Eine abgerundete Sitzbank in Form eines Halbkreises stehen um zwei geplante Grillstellen. Zusätzlich soll es eine Hängematte geben und eine Graffiti-Wand zur Abschirmung.
Zu dem Vorschlag einer Graffiti-Wand sagt Walter Rall: „Da habe ich mir gedacht, dass wir diese zusammen alle vier Wochen neugestalten. So können sich die Jugendlichen künstlerisch austoben.“
Am Eingang werden ausreichend Licht und Mülleimer angebracht. Nachdem der erste Bauabschnitt abgeschlossen ist, soll ein Container aufgestellt werden, der zum einen ein Büro des Mobilen Jugendarbeiters beinhaltet sowie Karten- oder Brettspiele für die Unterhaltung, und zum anderen Sanitäre Anlagen mit einem WC. Geplant sei auch eine kleine Küchenzeile, dadurch könnte sich die Jugend auch im Winter treffen und gemeinsam kochen.


Ideen werden berücksichtigt

Mit der Gestaltung haben Projektleiterin Katja Teppke und Jürgen Roth die Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen perfekt auf dem Bauplan festgehalten. Die Anwesenden sind begeistert und überlegen schon, was sie an der Grillstelle essen können. Noah schlägt vor, Mülleimer näher an die Bänke zu montieren: „Denn viele Jugendliche könnten zu faul sein um rüber zulaufen und ihren Müll zu entsorgen“, und Cosima ergänzt: „Bänke mit Rückenlehne wären super.“
Eine Tischtennisplatte für ein gemeinsames Spiel stößt bei der Jugend auch zu einer mehrheitlichen Zustimmung. „Uns ist es wichtig, dass wir die Jugend involvieren und somit den Jugendplatz mit den Jugendlichen zusammen gestalten und auf deren Ideen miteingehen. Wenn sie mitbestimmen können, wird der Platz auch besser angenommen“, ist sich Jugendarbeiter Rall sicher. Auch werden sie gemeinsam Regeln zur Benutzung des Jugendplatzes aufstellen.

Während sich die Jugend nachmittags oder auch am Abend auf dem Platz aufhält, ist geplant, dass im Container immer ein Jugendleiter bei der Gruppe ist. Da der Container mit elektrischen Schlössern versehen wird, kann Rall als Jugendarbeiter genau erkennen, wer wann vor Ort war: „Dadurch können wir Vandalismus leichter nachweisen.“

Gemeinderat muss zustimmen

Bevor jedoch mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann, muss der Gemeinderat den Plänen zustimmen. „Dies wird in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung im September oder Oktober geschehen“, erklärt Hauptamtsleiter, Wolfgang Müller den Anwesenden, die auch gerne an der Sitzung teilnehmen können. Dadurch erfahren sie, welche Fraktion dem zustimmt oder etwas dagegen einzuwenden hat.

Walter Rall ist sichtlich begeistert von dem Engagement der Jugend und freut sich, dass sich die Jugend so gerne in Reilingen aufhält. Bürgermeister Stefan Weisbrod ergänzt und lacht: „Denn nirgends ist es so schön wie in Reilingen!“
Maren Ryll, Fotos: Ryll

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