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"Habe nicht lange gezögert, sondern einfach geholfen"

[Online seit 11.10.2021]

Silas Linnebach rettet ein Menschenleben und wird für sein couragiertes Handeln im Rahmen der Kampagne „Beistehen statt rumstehen“ geehrt
 
Er war da, als Hilfe gebraucht wurde. Der 16jährige Silas Linnebach stand einem 59jährigen aus der Region bei, der sich auf dem Allgäuer Hopfensee in Lebensgefahr befunden hat und zu ertrinken drohte. Für sein mutiges Verhalten wurde der aufmerksame Helfer aus Reilingen jetzt auch im Rahmen der Kampagne „Beistehen statt rumstehen“ im Bürgersaal des Rathauses ausgezeichnet. Bürgermeister Stefan Weisbrod, der stellvertretende Leiter des Polizeireviers Hockenheim Erster Polizeihauptkommissar Frank Winkler und die Geschäftsführerin des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar Tanja Kramper nahmen die Ehrung vor. Sie wurde von einem Redaktionsteam des Regionalsenders RON-TV aufgezeichnet und noch am frühen Abend des 06. Oktober in den digitalen Medien darüber berichtet.
Silas verbringt Anfang August gemeinsam mit seinen Eltern Carmen und Michael Linnebach unbeschwerte Urlaubstage am Hopfensee. Er wird auf einen Urlauber aufmerksam, der von seinem instabil gewordenen „Stand-up Paddle Board“ gefallen und offensichtlich in eine Notlage geraten ist. Beherzt und entschlossen fährt er mit seinem eigenen SUP hinaus auf den See und hilft dem mit gesundheitlichen Problemen kämpfenden und in Panik geratenen Weinheimer aus dem kalten Wasser auf sein Board, redet beruhigend auf ihn ein und begleitet ihn ans rettende Ufer. Viele Badegäste beobachten die Situation, sehen zu, aber helfen nicht. Sie machen sich stattdessen noch über den hilflosen Mann lustig. „Ich habe nicht lange gezögert oder viel überlegt, sondern einfach geholfen“, beschreibt Silas sein Handeln, um das er wenig Aufhebens macht.  
Wie bescheiden Silas sein Handeln einordnete, schilderten seine Eltern, die an diesem Urlaubstag wandern waren und von der ganzen Aktion erst etwas mitbekamen, als sie von einer Frau angesprochen wurden, ob sie die Eltern des Lebensretters seien. „Silas ist eben eine gute Seele“, meinte seine Mutter Carmen und erzählt von Situationen des Alltags, wo ihr Sohn immer wieder seine Hilfsbereitschaft gezeigt habe.
 
Kultur des Hinsehens und Helfens fördern
 
Tanja Kramper zeigte sich vom Verhalten des Jugendlichen beeindruckt. Silas habe aus einem Impuls heraus gehandelt und Zivilcourage gezeigt, was voll und ganz der Intention ihres Vereins entspreche. Sein Handeln sei beispielgebend für die Solidarität in der Gesellschaft und dazu geeignet, die Kultur des Hinsehens und Helfens zu fördern. „Solche Menschen geben uns allen ein gutes Gefühl“, betonte die Geschäftsführerin des Vereins Kommunale Kriminalprävention, die im Polizeipräsidium Mannheim als Opferschutzkoordinatorin tätig ist. Viele wollten helfen, wüssten aber nicht wie. Dabei genügten bei einem Notfall oft schon Kleinigkeiten, die Leben retten. Manchmal reiche es, im Notfall einen Notruf abzusetzen oder weitere Passanten um Unterstützung zu bitten. Frank Winkler hob hervor, dass es engagierte Bürger wie Silas brauche, nämlich Menschen, die nicht wegschauen, sondern handeln: „Das hast du gut gemacht“.
Bürgermeister Stefan Weisbrod sprach von einem beispielgebenden Verhalten und einer großartigen Leistung. Die Gemeinde sei „stolz wie Oskar“, einen Lebensretter in der Dorfgemeinschaft zu wissen. „Ganz Reilingen applaudiert für diese mutige Tat“. Sie sei es Wert, besonders gewürdigt zu werden. Den Dank der Gemeinde drückte er mit einem individuellen Einkaufsgutschein für ein bekanntes Schifferstadter Sportgeschäft aus, während sich die Eltern über ein Weinpräsent freuen durften.
Sabine Petzold gratulierte namens der anwesenden Fraktionssprecher und auch als Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft zu dieser besonderen Auszeichnung. Ihr habe gut gefallen, wie selbstverständlich Silas mit der Rettungsaktion umgehe. Sie finde es toll und anerkennenswert, wenn ein junger Mensch, wie Silas, anderen helfe und beistehe.  

Viel Lob und eine besondere Auszeichnung gab es für den couragierten Lebensretter Silas Linnebach vom stellvertretenden Leiter des Polizeireviers Hockenheim Frank Winkler (v.l.), Bürgermeister Stefan Weisbrod und Tanja Kramper, Geschäftsführerin des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar.
Viel Lob und eine besondere Auszeichnung gab es für den couragierten Lebensretter Silas Linnebach vom stellvertretenden Leiter des Polizeireviers Hockenheim Frank Winkler (v.l.), Bürgermeister Stefan Weisbrod und Tanja Kramper, Geschäftsführerin des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar.

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