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Zieleinlauf mit Wolkenbruch

Wer schafft es zuerst ins Ziel, die Apfelschiffchen, die sich ein spannendes Rennen auf der Kraichbach lieferten, oder die große dicke Regenwolke die den Schiffchen eifrig entgegen zog? Das war die Frage am Samstagabend bei der Apfelregatta des Obst-und Gartenbauvereins im Rahmen des großen Gartenfestes. Die roten Äpfel auf dem Wasser hatten natürlich eindeutig die größere Fangemeinde mit gebracht, die ließ sich auch von den warnenden Regentropfen, die kurz vor dem Zieleinlauf auf ihren Köpfen landeten nicht einschüchtern ließ.

Auch Bürgermeister Stefan Weisbrod zeigte sich zuversichtlich und stieg mit einer Wathose ins Kraichbachwasser, um mit den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins und der Reilinger Erdbeerprinzessin Kim I. die Siegerschiffchen in Empfang zu nehmen. Zwei Äpfel setzten sich dabei deutlich ab und passierten Apfelwange an Apfelwange das Ziel unter großem Applaus ihrer Fans. Laut verkündete die Prinzessin die Siegernummern die der Reihenfolge nach genau notiert wurden. Als dritter Sieger, nur wenige Sekunden später, zog dann die Regenwolke ins Ziel ein und ließ die Zuschauer den Ärger über den verlorenen Sieg deutlich mit dicken, kalten Tropfen spüren und die Flucht ins trockene Festzelt schien die einzig kluge Entscheidung.

„Dabei fing alles so schön an“, tauschten sich die Besucher später aus, während sie sich mit Flammkuchen, Currywurst, Ochsenbacken und  anderen Köstlichkeiten aus der Gartenbauküche stärkten, denn beim Start der Regatta und der Begrüßung durch den Vorstand Karl Bickle und Bürgermeister Stefan Weisbrod strahlte die Sonne vielversprechend. Die Stimmung im Festzelt ließ sich vom einsetzenden Regen jedoch nicht trüben und die Spannung stieg, als die Preisverleihung nahte. Der Bürgermeister und die Jury hatten ihre durchnässte Kleidung gegen trockene getauscht und übereichten den Besitzern der Siegerlosen der Apfelregatta ihre Preise. Unter den vielen Attraktiven Preisen gab es für die Hauptgewinner großzügige Einkaufsgutscheine.

Vorstand Karl Bickle freute sich, dass das Fest, trotz des durchwachsenen Wetters wieder ein großer Erfolg war und erklärte, dass man sich dafür entschieden hatte den Start der Regatta von der kleinen an die große Hertenbrücke zu verschieben. „Durch Pflanzen die in dem Bach wachsen war die Fließgeschwindigkeit  recht langsam und bei Gegenwind musste sogar fast mit stillstand gerechnet werden. Somit gaben wir beschlossen, aus Zeitgründen, die Rennstrecke etwas zu verkürzen“. Was Gewiss die richtige Entscheidung.

In den zweiten Festtag konnte der Verein dann trocken starten und lockte die Besucher mit dem Duft des beliebten Gärtenerrollbratens wieder in den Vereinsgarten. Auch für die Kinder war wieder ein tolles Programm geboten und sie durften neben bekannten Geschicklichkeitsspielen in diesem Jahr ihren eigenen Button kreieren. Vorstandmitglied Sabine Tremmel stand zu jeder Zeit mit Hilfe und guten Ideen für die Kinder bereit und freute sich mit ihnen über  tolle Buttons. Am Nachmittag standen ebenfalls die Kinder im Vordergrund, denn nun durften die Kindergartenkinder ihre selbst gebauten Schiffe ins Kraichbachrenn schicken.

Ufo hängt Schwarzwälder Kirschtorte ab

Die Kinder der Reilinger Kindergärten und ihre Erzieherinnen haben sich mit dem Bau ihrer Boote für die Kinderregatta des Obst-und Gartenbauvereins wieder selbst übertroffen. Konstruktiv und Kreativ haben sie ihre Schiffe die schon öfter im Rennen waren aufgewertet und dazu aber auch neue konstruiert. So gingen in diesem Jahr 22 Schiffe, eine Rekordzahl, ins Kraichbachwasser, alle mit dem Ziel das Rennen zu Gewinnen. In See stachen sie unter  anderem als Piratenschiff, Ufo, Schwarzwälder Kirschtorte, Rabennest, oder als Eisbärinsel. Mit gedrückten Daumen, standen die Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und ihren Erzieherinnen am Kraichbachufer und hofften auf einen guten Start für ihre Favoriten. Sofort wurden die Schiffe mit lauten Rufen angefeuert und von ihrer riesen großen Fangemeinde auf dem Rennen begleitet.
Der Regen am Abend und in der Nacht davor hat dafür gesorgt, dass der Kraichbach rund 15 Zentimeter an Wasser zugelegt hatte und so konnten die Schiffe der Kinder richtig Fahrt aufnehmen und schafften die Strecke in weniger als einer Stunde. Katharina und Karl Grübel verfolgten die bunten Boote mit dem Schlauchboot und achteten genau darauf, dass keines am Rand hängen blieb und verloren ging. Immer wieder fischten sie eines aus den Gräsern am Rand und schickten es wieder ins richtige Fahrwasser.
Am Ziel stieg langsam die Spannung, denn das Ufo und die Kirschtorten, die beiden bis zur Mitte des Rennens noch recht weit hinten gelegen hatten, haben alle anderen Kunstwerke überholt und setzten sich deutlich ab. Bis kurz vor Zieleinlauf machten es die zwei jedoch spannend. Dann verlor die Kirschtorte ihr Unterteil plötzlich ihr Unterteil und das Ufo der Schmetterlingsgruppe des Kindergarten St. Josef holte sich den Sieg. Die Kirschtorte, des Postillion e.V. schaffte es kurz danach als Zweiter ins Ziel und erhielt ebenfalls einen großen Applaus und Jubelrufe. Der Ufo-Sieger zeigte sich als ein alter Bekannter, der in den Jahren zuvor als „Käse“ das Rennen schon mehrmals gewonnen hatte und in diesem Jahr nur zu einem Ufo umgewandelt wurde.
Auch der Regen war wieder pünktlich zum Zieleinlauf zur Stelle und mit den Regenschirmen in den Händen warteten die Zuschauen um auch die letzten Schiffe bei der Einfahrt  zu begrüßen. Natürlich gab es im Anschluss noch eine Siegerehrung mit tollen Preisen für die schnellsten Schiffe und schöne Überraschungen für die Kinder. Es gibt auch schon Pläne, wie die Schiffe für das nächste Jahr optimiert werden können, denn der Ehrgeiz auf den Sieg bei der Kindergarten- Regatta 2020 ist groß.

Platzierungen
Platz1: Schmetterlingsgruppe St Josef
Platz 2: Schwarzwälder Kirschtorte Postillion Kindergarten
Platz 3: Himmelsstürmer Kindertreff
Platz 4: Postillion
Platz 5: Rabengruppe Oberlin Kindergarten

Fotos: K.D.

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