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Die 7a auf den Spuren Richard Löwenherz'

[Online seit 19.01.2018]

Foto: P. Seitz
Foto: P. Seitz

Am 11. Januar 2018 begab sich die Klasse 7a mit ihrem Klassenlehrer Philipp Seitz auf mittelalterliche Spurensuche ins Historische Museum der Pfalz in Speyer. Passend zum Thema „Mittelalterliche Lebenswelten“ des Geschichtsunterrichts besuchten die Schülerinnen und Schüler die Landesausstellung „Richard Löwenherz – König – Ritter – Gefangener“.
Gleich zu Beginn der Führung fragte die außergewöhnlich nette Museumspädagogin die Klasse, ob denn jemand wisse, von welchem Land dieser Richard Löwenherz König gewesen sei. Gleich mehrere Hände reckten sich nach oben und Kevin gab die richtige Antwort: „Von England!“ Anschließend erfuhren alle, wie das englische Königreich des Mittelalters auf der Landkarte ausgesehen hatte. Alle waren erstaunt, dass es von Schottland bis zu den Pyrenäen gereicht hatte und halb Frankreich beinhaltete, während der französische König selbst nur ein im Vergleich kleines Königreich um Paris herum regierte.
Auch die Frage nach den Zielen der Kreuzzüge konnten die Schüler sicher beantworten. Luca erklärte, dass der Papst die Herrscher und Ritter dazu aufrief, Jerusalem von den Muslimen zu befreien, die christlichen Pilgern den Zutritt verweigerten. Die Museumspädagogin ergänzte, dass Richard berühmt dafür war, als Ritter in viele Schlachten zu ziehen und er sich darum im Jahr 1189 auf den Weg in den dritten Kreuzzug gemacht hatte. Auf die Frage, welcher deutsche Kaiser ebenfalls dorthin unterwegs war, konnte nun Cristian antworten: „Kaiser Friedrich Barbarossa war das, aber er ertrank auf dem Weg dorthin bei der Überquerung eines Flusses.“
Nachdem König Richard das Königreich Akkon befreite und mit dem berühmten muslimischen Sultan Saladin aushandelte, dass Jerusalem seine Tore für christliche Pilger öffnen würde, machte er sich auf den Heimweg. Jerusalem hatte er nicht erobern können, außerdem hatte er die Ehre eines österreichischen Herzogs verletzt. Wieder wussten schon einige Bescheid: Auf dem Nachhauseweg wurde Richard deshalb in Österreich gefangen genommen und schließlich nach Speyer gebracht! Auf der Burg Trifels saß er ab 1193 für ein Jahr fest. Die Klasse erfuhr, dass es seine Mutter Eleonore war, die im Königreich England das Lösegeld für ihn einsammelte. Insgesamt 23 Tonnen Silber kostete England die Befreiung ihres Königs. Jetzt konnte Richard Löwenherz nach Hause zurückkehren.
Großen Eindruck hinterließen die echten Ausstellungsstücke, wie z. B. ein 800 Jahre altes Schwert eines Ritters oder der ebenso alte Helm eines muslimischen Kriegers, um nur zwei Gegenstände zu nennen. „Das war toll!“, sagte am Ende Leonid, ehe sich alle auf den Nachhauseweg machten. Und Marcel, der als Achtklässler mitgekommen war, meinte: „Das Mittelalter finde ich total interessant.“

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