Gemeinde Reilingen

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Die Gemeinde schaut zurück

Das Gemeindegeschehen im Jahr 1994 - Langbericht

[Online seit 07.01.2019]

Jahresrückblick 1994 - Vorausschau 1995

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

wenn Sie diese Zeilen in Ihren Händen haben und lesen, dann ist bereits die Adventszeit dieses Jahres vorüber, Weihnachten steht vor der Tür. Ich hoffe, Sie hatten in der Hektik und im Trubel der Vorweihnachtszeit doch immer wieder Augenblicke, ja Minuten, um innezuhalten und den inneren Blick auf das Wesentliche zu richten. Dies war sicherlich nicht leicht, unter Umständen war es nur an Wochenenden möglich, und leider soll es Menschen geben, denen ein Innehalten in diesem Sinne ganz verwehrt ist.

 

In unserer Zeit, in der vieles, von manchen Zeitgenossen gar alles wieder in Frage gestellt wird, kann es uns kaum mehr verwundern, wenn Advent und Weihnachten keinen Platz mehr im Leben dieser Menschen hat. Die strukturellen, konjunkturellen, aber besonders auch die gesellschaftlichen Veränderungen in diesem zu Ende gehenden Jahrhundert, wovon wir die letzten fünf Jahre in wenigen Tagen beginnen werden, bewirken vielschichtige Phänomene. Durch das unbewußte oder auch bewußte Loslösen von jahrhunderte- und jahrtausendealten Wertbegriffen entstanden auch eine Art von "schwarzen Löchern", in die die Menschheit hineinzufallen droht. Da häufig Bewährtes und Althergebrachtes als überholt und unzeitgemäß losgelassen wurde, suchen viele nach neuen Halten. Einige flüchten in Scheinwelten, von denen die Medien einige anbieten, oder sie jagen in unserer noch immer wohlhabenden westlichen Welt käuflichen Illusionen nach. Von Mal zu Mal wird es dann schwerer, in die Realität, das wirkliche Leben, zurückzukehren, um dort mit beiden Füßen seinen Platz einzunehmen.

 

Im Ergebnis werden die Erwartungshorizonte gleichzeitig immer höher geschraubt, weil die Bedürfnisse unaufhaltsam wachsen und der Blick für das Machbare getrübt ist. Davon ist mittlerweile keine Generation mehr ausgenommen. Die Kleinsten bis zu den Senioren erliegen, wenn sie mit sich und ihren Problemen allein gelassen werden, diesen Einflüssen, und es werden immer weniger, die sich dieser Entwicklung bewußt und kraftvoll entgegenstemmen.

 

"Die dort oben", die Politiker, die sollen mal endlich etwas tun, stöhnen jene, die noch an eine Umkehrung dieser Entwicklung glauben. Dort oben, gemeint ist das Rathaus oder Heidelberg, Karlsruhe, Bonn und neuerdings wieder Berlin. Dort oben stehen aber auch nur Menschen, die den meisten gleichen Eindrücken und Einflüssen ausgesetzt sind, und deren Entscheidungsspielraum aufgrund der globalen Vernetzungen und Abhängigkeiten immer kleiner und enger wird.

 

Sehr deutlich ist deshalb auch erkennbar, daß immer weniger wirklich Verantwortung für Entscheidungen tragen wollen, vielleicht auch nicht können, und damit der Basis Verantwortung und Entscheidung aufbürden. Ob dies der richtige Weg ist, weiß ich nicht. Ich möchte es jedoch bezweifeln, da die Geschichte lehrt, daß .es leichter ist, mit vereinfachenden Begriffen und Schlagwörtern bis hin zur Schwarzweißmalerei die Masse der Menschen zu beeinflussen, als sie mit Argumenten, guten Gründen und gutem Willen zu überzeugen.

 

Selbst auf der kleinsten Ebene wird nicht mehr das Gespräch gesucht, sondern gleich mit Unterschriftenlisten und Massenbriefen Einfluß zu nehmen gesucht. Diese Methode ist zwar nicht immer, aber häufig erfolgversprechend. Vor allen Dingen dann, wenn in Zeiten knapper Mittel und leerer Kassen das bessere Argument, die weittragendere Lösung, halt auch oft mehr Geld kostet.

 

Die größte Gefahr, die aus dieser Entwicklung resultiert, ist Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit sich selbst und dem Nächsten gegenüber, was auch mit Mitleidlosigkeit gleichzusetzen sein wird. Es ist auch schwer, angesichts der ungelösten Probleme auf dieser Welt und der wenigen Erfolge bei der Lösung der Konflikte nicht zumindest lethargisch zu werden. Eine schläfrige Teilnahmslosigkeit können wir uns aber erst recht nicht erlauben und dürfen uns ihr keineswegs hingeben; denn gerade Eltern und Erzieher sind aufgerufen, ihr Gewissen und ihre Verantwortung wachzurütteln angesichts dessen, was sich mit den Kindern und Jugendlichen heute entwickelt. Da hilft kein Herumdoktern an Schulsystemen und Schulplänen. Unser Schulsystem ist nach wie vor vorbildlich und wird heute in vielen Teilen der Welt nachgeahmt, während wir uns anschicken, bewährte Teile davon loszulassen. Woran unsere Kinder teilweise heute notleiden, ist wahrscheinlich die Kälte und Teilnahmslosigkeit, die sie umgibt und das Wegschieben von Verantwortung. Wie könnte es sonst sein, daß Kinder unter 14 Jahren, nach Aussagen von Sozialpädagogen und Wissenschaftlern, teilweise bis zu 40 Stunden, mehr als die Arbeitszeit eines ihrer Elternteile, vor dem Fernseher zubringen? Einem Medium, das vor Kälte, Gewalt und Verführung nur so trieft.

 

Oder Kinder, die keineswegs als verwahrlost angesehen werden können, in immer größerer Zahl sich in Parks und Grünanlagen, oft in Sicht- und Rufweite ihrer Eltern, mit Alkohol und anderem ihre Zeit totschlagen?

 

Dies kann, muß aber nicht ein Zeichen und Ausfluß einer dekadenten Wohlstandsgesellschaft sein. Einerlei was es ist, darüber werden sich vielleicht in. der Zukunft gescheite Köpfe im nachhinein die Haare raufen. Wir müssen aber noch in diesem Jahrhundert entgegensteuern, wenn das Steuer unseres Schiffes, das Zukunft heißt, nicht aus den Händen gerissen werden soll.

 

Es ist nicht einfach, offenen Auges zuzusehen, und noch weniger einfach, an der richtigen Stelle anzupacken. Die Gemeinde Reilingen stellt sich angesichts dieser Entwicklung, unter schlechteren finanziellen Rahmenbedingungen wie je zuvor, vielleicht gerade deshalb dieser Verantwortung.

 

Wir wollen unter Mithilfe einer ausgebildeten Sozialpädagogin (im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) versuchen, die Grundlagen dafür zu legen, daß Kinder und Jugendliche eine Kontakt- und AnlaufsteIle ab dem neuen Jahr in einem Kinder- und Jugendtreff haben und wollen für ihre Probleme und Sorgen präsent sein. Es wird dabei weder etwas aufgedrängt, noch die vielseitigen Bemühungen in unserer Gemeinde, in Kirchen und Vereinen, beschränkt. Wir können auch nicht absehen, ob diejenigen, die von diesem Angebot Gebrauch machen, auch die sein werden, die davon am meisten profitieren könnten. Wir werden auf jeden Fall den Anfang wagen, auch wenn andererorts mittlerweile, ausgelöst durch Drohung und Gewalt, dieses Angebot wieder zurückgenommen wird.

 

Es ist beabsichtigt, in den teilweise gleichen Räumen auch eine Brücke zwischen Jugendlichen und Senioren zu schlagen. Auch hier gilt es, einen Generationenkonflikt schon gar nicht aufkommen zu lassen, sondern mit einem großen Maß von Verständigungsbereitschaft und gutem Willen gegenseitig an den Erfahrungen der Generationen teilzuhaben.

 

Wir wollen aber auch nicht zu viel erwarten. Uns sollte dafür in der Anlaufphase viel Zeit gelassen werden, um echte Erkenntnisse dafür zu sammeln, was wünschenswert, gewollt und machbar ist.

 

Neben dieser jüngsten Entwicklung im Geschehen unserer Gemeinde, die, weil es mir besonders wichtig erscheint, beim Jahresbericht 1994 vorangestellt wurde, ist jedoch noch immer ein Blick darauf interessant, womit wir uns das ganze Jahr 1994 beschäftigt haben, was unsere Beratungen und Arbeit ausfüllte und wofür wir hoffentlich die richtigen und weitsichtigsten Entscheidungen gemeinsam gefällt haben.

 

Im Bereich des Hochbaues konnten wir unsere durch den Brand am 17. September 1991 zerstörte Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle wieder errichten und in Dienst nehmen. Vom 01. bis 04. September diesen Jahres übergaben wir feierlich, zuletzt in einem ökumenischen Gottesdienst im Saal unserer Mehrzweckhalle, dieses Gebäude wieder den Menschen unserer Gemeinde, die als Mitglieder und Angehörige von Vereinen und Gruppierungen seit dieser Zeit das neue Angebot von rund 2.000 qm Übungs- und Sportfläche nachhaltig nutzen.

 

Es ist auch wieder die funktionelle Einheit unserer Hallen hergestellt, die ja bekanntlich parallel nebeneinander sowohl den Sport- wie auch den Kulturbetrieb zulassen, aber auch für Großveranstaltungen optimale Voraussetzungen bieten. Ergänzt wurden die bisherigen Raumverhältnisse durch einen festen Bühnenanbau mit den zugehörigen Räumen und zusätzlichen Übungsflächen in zwei Untergeschossen sowie durch eine Erweiterung des Foyers und den Ausbau des Vereinsraumes I.

 

Zwischenzeitlich haben bereits drei kulturtragende Vereine erfolgreich ihre ersten Konzerte durchgeführt, die weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus Zuspruch und Anklang fanden. Die vorhandenen räumlichen Bedingungen sind jedoch bei weitem noch nicht alle ausgenutzt und die technischen Möglichkeiten ausgelotet. Auch sind da und dort noch Anlaufprobleme zu erkennen, sogenannte "Kinderkrankheiten" auszumerzen und Erfahrungen im Umgang mit dieser Einrichtung noch zu erwerben.

 

Zu hoffen bleibt, daß alle Nutzer und Veranstalter mit dieser Einrichtung pfleglich umgehen, damit der Unterhaltungsaufwand überschaubar und die Einrichtungen auch für künftige Generationen vorgehalten werden können.

Ebenso wie der 17. September 1991 (Brand der Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle) wird auch der 01. September 1994 in die Annalen der Reilinger Ortsgeschichte eingehen. Die wiedererrichtete Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle konnte mit einem feierlichen Festakt ihrer Bestimmung übergeben werden. In rund 16 Monaten Bauzeit haben insgesamt 47 Firmen ein beachtenswertes Werk erstellt. Zusammen mit der angrenzenden Sporthalle verfügt die Gemeinde damit über ein kompaktes Raumangebot, das in der näheren und weiteren Umgebung einmalig ist. 
Fotos: Siegfried von Sagunski
Ebenso wie der 17. September 1991 (Brand der Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle) wird auch der 01. September 1994 in die Annalen der Reilinger Ortsgeschichte eingehen. Die wiedererrichtete Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle konnte mit einem feierlichen Festakt ihrer Bestimmung übergeben werden. In rund 16 Monaten Bauzeit haben insgesamt 47 Firmen ein beachtenswertes Werk erstellt. Zusammen mit der angrenzenden Sporthalle verfügt die Gemeinde damit über ein kompaktes Raumangebot, das in der näheren und weiteren Umgebung einmalig ist.
Fotos: Siegfried von Sagunski

In der Diskussion um die Hallenbenutzungsgebühren, die ab dem Jahr 1995 von den Nutzern zu erbringen sind, wurde immer wieder darauf aufmerksam gemacht, daß diese nur als Regularium, als Ausgleich dafür gedacht sind, daß für eine bestimmte vorher festgelegte Zeit die Raumnutzung vor allen anderen möglich ist. Damit soll auch erreicht werden, daß die Vereine nur den wirklich notwendigen und für ihren Vereinszweck wichtigen Übungsraum belegen und nicht durch ein Übermaß anderen Vereinen vorenthalten. Die Gebühren sind übrigens im Vergleich mit den Gemeinden in der Nachbarschaft am geringsten und schon gar nicht vergleichbar mit den Gebühren, die einzelne Vereine entrichten mußten bei der Benutzung von Hallen in weiter entfernt liegenden Städten und Gemeinden während der Wiederaufbauphase unserer Halle. Zum Beispiel wird für Übungszwecke im nächsten Jahr ab 19.00 Uhr (die Zeit davor, sofern sie von Kindern und Jugendlichen genutzt wird, ist gebührenfrei) die Stunde für die ganze Halle (3/3) DM 12,-- kosten.

 

Mit der wiederaufgebauten Mehrweckhalle wurde auch das Umfeld abschließend neu gestaltet, die Zu- und Abgänge ansprechend gepflastert und inzwischen auch mit neuen Bäumen in einer großzügigen Rasenfläche bepflanzt. Auch hier bleibt nur zu hoffen, daß im Bewußtsein aller, gleich welchen Alters, der Erhaltungs- und Bewahrungswille im Vordergrund steht.

 

Diese Hoffnung wurde schon mehrfach enttäuscht, wenn wir an die ebenfalls in diesem Jahr, am 01. Juni, der Jugend und damit dem benutzenden Bevölkerungsteil übergebene Freizeitanlage „Hobbyland“, am südlichen Rand des neuen Gewerbegebietes, denken. Dieses öffentliche Kleinspielfeld, das rund 300 qm Übungs- und Sportfläche bietet und rund DM 180.000,-- kostete, ist oft Gegenstand eines unverständlichen Vandalismus. Man könnte meinen, die Jugendlichen wollten sich selbst und andere um die Nutzungsmöglichkeit bringen.

 

Das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche wurde in diesem Jahr um eine weitere Attraktion bereichert. Rund DM 180.000,-- hat die Gemeinde in eine multifunktionale Spielanlage am westlichen Ortsrand investiert, die sich größter Beliebtheit erfreut. 
Foto: Siegfried von Sagunski
Das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche wurde in diesem Jahr um eine weitere Attraktion bereichert. Rund DM 180.000,-- hat die Gemeinde in eine multifunktionale Spielanlage am westlichen Ortsrand investiert, die sich größter Beliebtheit erfreut.
Foto: Siegfried von Sagunski

Im Verlauf des. zu Ende gehenden Jahres wurde der Anbau an unser Bauhofgelände, der Büro-, Sanitär- und Aufenthaltsräume sowie eine neue Heizungsanlage enthält, fertiggestellt. Er bietet nun den Beschäftigten im Bauhof die heutzutage erforderlichen äußeren Verhältnisse sowie sozialen und sanitären Bedingungen für ihren Arbeitsplatz. Gleichzeitig wurden auch kleinere Veränderungen im Hofbereich durchgeführt, und derzeit wird die Werkstatt neu eingerichtet. Es ist beabsichtigt, für unsere Bevölkerung im kommenden Frühjahr an einem Wochenende einen Tag der offenen Tür durchzuführen. Damit können sich die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde überzeugen, welche Voraussetzungen notwendig sind, um neben anderem die vielfältigen Erhaltungs- und Pflegearbeiten in den Straßen und Plätzen, d. h. in den Spiel- und Sportflächen sowie in den Grünanlagen, auf den Festplätzen und in unserer Friedhofsanlage ordentlich und zeitgerecht durchzuführen.

 

In den letzten Jahren wurde zur Durchgrünung und Begrünung in unserer Gemeinde vieles getan. Neubaugebiete sind heutzutage mit Grünordnungsplänen ausgestattet, die im Zuge der Erschließung bereits realisiert werden. Aber auch an den Ortsrändern und in den entsprechenden Einrichtungen ist vieles erforderlich, was auch in den Augen unserer Bürgerinnen und Bürger in ansprechendem Zustand zu erhalten ist. Diese Aufgaben werden oftmals sehr nachhaltig erschwert durch die Zerstörungswut einiger weniger, die aber wohl nicht abschätzen können, wie hoch der Aufwand für die Wiederherstellung ist (denken wir hier zum Beispiel an die mutwillig eingeschlagenen und beschädigten Straßenlaternen und Lampen oder an die zerstörten, auf beiden Festplätzen zum Schutze der Benutzer angebrachten, Blitzschutzanlagen). Es bleibt zu hoffen, daß irgend wann Appelle an Vernunft und Einsicht auf fruchtbaren Boden fallen, damit sich die Gemeinde die Erhaltung und Vorhaltung solcher Einrichtungen in einem akzeptablen und benutzbaren Zustand auch in der Zukunft noch leisten kann.

 

Zur Unterstützung des Wohnungsbaues waren in diesem Jahr wieder vielfältige Bauleitplanungen notwendig. Teilbebauungspläne konnten zur Rechtskraft geführt und neue Bebauungspläne begonnen werden.

 

Für den gewerblichen Bereich wurde im Zuge der Verlängerung der "Haydnallee" ein kleines Gewerbegebiet erschlössen, in dem bereits rege Bautätigkeit herrscht. Im Rahmen der Flächennutzungsplanung wurden gemeinsam mit dem Regionalverband Überlegungen angestrengt, um auch künftig Gewerbeaus- und -ansiedlung möglich zu machen.

 

Im Bereich der Ortskernsanierung sind viele Fortschritte erzielt worden und öffentliche wie auch private Baumaßnahmen (Wohn- und Geschäftshaus) begonnen und teilweise auch schon abgeschlossen. Einige der Planungsziele, insbesondere im Bereich "Hauptstraße" und "Hockenheimer Straße," konnten in Angriff genommen werden. So wurde mit dem Umbau und der Sanierung des Rathauses begonnen und verschiedene Grundstückserwerbe durchgeführt, auf denen bereits wieder entweder Bautätigkeit herrscht oder die im nächsten Jahr für öffentliche Parkflächen hergerichtet werden. Auch die. gemeindeeigene Wohnungsbaugesellschaft errichtete ein Wohnhaus mit sechs Wohnungen, die mittlerweile alle ihre neuen Eigentümer gefunden haben.

18 Monate Bauzeit sind veranschlagt für den Rathausum- und -erweiterungsbau, in den die Gemeinde über die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Reilingen mbH rund DM 3,745 Mio. investiert. Anfang Mai diesen Jahres war Baubeginn. Schon im Frühjahr 1995 werden die Rathausbediensteten die neuen Räumlichkeiten im ehemaligen alten Schulhaus beziehen können. 
Das derzeit größte Hochbauprojekt der Gemeinde ist Schwerpunktmaßnahme der Ortskernsanierung, die auch eine umfassende Umgestaltung des Rathausumfeldes zum Ziel hat. 
Fotos: Siegried von Sagunski
18 Monate Bauzeit sind veranschlagt für den Rathausum- und -erweiterungsbau, in den die Gemeinde über die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Reilingen mbH rund DM 3,745 Mio. investiert. Anfang Mai diesen Jahres war Baubeginn. Schon im Frühjahr 1995 werden die Rathausbediensteten die neuen Räumlichkeiten im ehemaligen alten Schulhaus beziehen können.
Das derzeit größte Hochbauprojekt der Gemeinde ist Schwerpunktmaßnahme der Ortskernsanierung, die auch eine umfassende Umgestaltung des Rathausumfeldes zum Ziel hat.
Fotos: Siegried von Sagunski
Am 26. August konnte in der Hauptstraße 34 Richtfest gefeiert werden. Dort erstellte die seit 1990 bestehende Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Reilingen mbH ihr erstes Neubauvorhaben. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Wohnhaus mit sechs Eigentumswohnungen. Im Zuge dieser durch Sanierungsmittel geförderten Hochbaumaßnahme wird auch der Ausbau eines Verbindungsweges zwischen der Hauptstraße und dem Kleinen Hertenweg erfolgen. 
Foto: Siegried von Sagunski
Am 26. August konnte in der Hauptstraße 34 Richtfest gefeiert werden. Dort erstellte die seit 1990 bestehende Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Reilingen mbH ihr erstes Neubauvorhaben. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Wohnhaus mit sechs Eigentumswohnungen. Im Zuge dieser durch Sanierungsmittel geförderten Hochbaumaßnahme wird auch der Ausbau eines Verbindungsweges zwischen der Hauptstraße und dem Kleinen Hertenweg erfolgen.
Foto: Siegried von Sagunski

Im Tiefbaubereich wurde die Verlängerung der Haydnallee mit der Freigabe am 04. Februar 1994 abgeschlossen. Im gesamten Ortsbereich konnte die Untersuchung des Kanalnetzes komplett durchgeführt werden. Auf dieses Ergebnis stützend, wird in einem Fünfjahresplan die Schadensbehebung durchgeführt, wobei die größten Mängel bereits im kommenden Jahr behoben werden. Derzeit befindet sich noch der Einmündungsbereich der Haydnallee zur Hauptstraße und auch der Kreuzungspunkt L 546/599 im Umbaustadium. Nach Abschluß dieser Straßenbauarbeiten wird auch der westliche Ortseinfahrtsbereich neu gestaltet . und den beiden übrigen Ortseingängen angepaßt sein. Damit werden dort auch verkehrssichere Verhältnisse eintreten, insbesondere durch Abbiegespuren der Verkehrsteilnehmer künftig eindeutiger geführt.

Den Verkehrserfordernissen angepaßt wird nun auch der. letzte von drei Ortseingangsbereichen. Schon rund drei Monate nimmt der umfangreiche Ausbau des Verkehrsknotenpunktes an der L 546/599 in Anspruch. Eine verkehrsgerechte Veränderung der Zufahrt zur Haydnallee und zum Sportplatzbereich wird sich anschließen. 
Fotos: Siegfried von Sagunski
Den Verkehrserfordernissen angepaßt wird nun auch der. letzte von drei Ortseingangsbereichen. Schon rund drei Monate nimmt der umfangreiche Ausbau des Verkehrsknotenpunktes an der L 546/599 in Anspruch. Eine verkehrsgerechte Veränderung der Zufahrt zur Haydnallee und zum Sportplatzbereich wird sich anschließen.
Fotos: Siegfried von Sagunski

Im Zuge der Wohnbautätigkeit im Speyerer Weg wurde auch die "Lußheimer Straße" weitestgehend fertiggestellt und kann künftig nicht nur als Zufahrt zu den einzelnen Grundstücken, sondern auch zu den jeweiligen Tiefgaragen im rückwärtigen Bereich dienen.

Als eine Art Abrundungsbebauung konnte die bauliche Nutzung der Gärten "Am Kleinzoo" ermöglicht werden. Hierzu wird derzeit noch eine Stichstraße ausgebaut, die auch die Bezeichnung "Am Kleinzoo“ erhalten hat. Eine Neuerung besonderer Art war im zurückliegenden Jahr die Ausweisung einer "Badischen Spargelstraße" zwischen Bruchsal und Schwetzingen. Diese Touristikstraße kann künftig zur Belebung der Gastronomie und des Beherbergungsgewerbes auch in unserer Gemeinde führen und letztlich Handel und Gewerbe stützen.

Am 31. Mai wurde eine langjährige Idee Wirklichkeit. Im Beisein von Landwirtschaftsminister Gerhard Weiser wurde in Reilingen die Badische Spargelstraße offiziell freigegeben. Die neugeschaffene Touristikstraße hat ihren Ausgangspunkt in Schwetzingen. Von dort führt sie über Ketsch und Hockenheim nach St. Leon. Endstation ist Bruchsal. 
Foto: BDK
Am 31. Mai wurde eine langjährige Idee Wirklichkeit. Im Beisein von Landwirtschaftsminister Gerhard Weiser wurde in Reilingen die Badische Spargelstraße offiziell freigegeben. Die neugeschaffene Touristikstraße hat ihren Ausgangspunkt in Schwetzingen. Von dort führt sie über Ketsch und Hockenheim nach St. Leon. Endstation ist Bruchsal.
Foto: BDK
Jargeau, eine liebenswerte Gemeinde im Loiretal in Frankreich, ist seit nunmehr fünf Jahren Partnergemeinde von Reilingen. Die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde nahmen die beiden Bürgermeister Francois Landre und Helmut Müller am 06. Mai 1989 in Reilingen vor. Dem 1988 gegründeten Verein Freundeskreis Reilingen-Jargeau ist es in der Zwischenzeit gelungen, diese Verbindung zu einer lebendigen Partnerschaft werden zu lassen. 
Fotos: Philipp Bickle
Jargeau, eine liebenswerte Gemeinde im Loiretal in Frankreich, ist seit nunmehr fünf Jahren Partnergemeinde von Reilingen. Die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde nahmen die beiden Bürgermeister Francois Landre und Helmut Müller am 06. Mai 1989 in Reilingen vor. Dem 1988 gegründeten Verein Freundeskreis Reilingen-Jargeau ist es in der Zwischenzeit gelungen, diese Verbindung zu einer lebendigen Partnerschaft werden zu lassen.
Fotos: Philipp Bickle

Auch für das Jahr 1994 gilt, daß es ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr war. Es ist deshalb Wichtig und guter Brauch, all denen am Ende des Jahres Dank zu sagen, die mit konstruktiven Ideen, gutem Mut und Willen in allen Bereichen der Gemeinde, der Kirchen, der Vereine und sozialen Organisationen zu bestmöglichem Gelingen unserer Anstrengungen beigetragen haben. Es ist uns sicherlich gelungen, für die Menschen unserer Gemeinde wieder einiges zu. erreichen und in vielerlei Hinsicht Angebote für die Einwohnerschaft wesentlich zu erweitern, sowie unsere lebens- und liebenswerte Gemeinde wieder ein Stück voranzubringen.

 Es dürfte inzwischen allgemein bekannt sein, daß die Gemeinden im nächsten und vermutlich auch noch in den nächsten zwei Jahren den Gürtel enger schnallen müssen. Das bedeutet, Bedürfnisse und Vorhaben müssen genauer auf ihre Notwendigkeit und Machbarkeit geprüft werden, und Wünsche müssen sich auf einen längeren Zeit- und Realisierungshorizont einrichten.

 Nach sorgfältiger Abwägung der Möglichkeiten wird es uns dennoch möglich sein, begonnene Maßnahmen fortzusetzen. Insbesondere wollen wir alles daransetzen, den Rathausumbau und die Sanierung der Gebäude "altes Rathaus", "altes Schulhaus" bis Ende 1995 fertigzustellen. Im gleichen Zeitraum wird mit der Herstellung der Außenbereiche nicht nur begonnen, sondern auch hier versucht, sie zeitgleich mit der Fertigstellung der Sanierung Rathaus ebenfalls abzuschließen. Im Sanierungsgebiet wird auch im nächsten Jahr die Herstellung von Parkplätzen zu unseren Aufgaben zählen. Insbesondere sollen die wichtigen und unabdingbaren Umweltschutzaufgaben, wie die Sanierung der Kanäle im Ortsbereich sowie die Verlegung neuer Kanäle und Wasserleitungen für die Außenbereiche Sandweg und Hofweg erfolgen. Wir werden im Haushalt 1995 auch die Mittel zur Verfügung haben, um mit der Umbau- und Sanierungsplanung für die Friedrich-von-Schiller-Schule beginnen zu können. Unsere gemeindeeigene Wohnungsbaugesellschaft wird voraussichtlich auch den Auftrag erhalten, eine Kindergartenplanung und dessen Realisierung in Angriff zu nehmen, damit wir auch nach dem Jahr 1995 für die Kindergartenkinder unserer Gemeinde ausreichende Plätze vorhalten können.

 Wichtig wird werden, auch die Baulandumlegung und Erschließung des 3. Abschnittes "Holzrott" voranzutreiben, damit, allerdings entsprechend unseren Vergaberichtlinien, Bauwillige wieder zu preiswertem Bauland kommen. Wir werden auch im Jahr 1995 zur Verbesserung und zum Ausbau unserer Kinderspielplätze ca. DM 150.000,-- bereithalten.

 Was im Jahresrückblick 1994 gesagt: wurde, gilt aber noch entschiedener für das Jahr 1995. In Zeiten fast leerer Kassen wird Gemeinschaftsgeist, Ideenreichtum und Kreativität vieles ersetzen müssen. Es werden sich jedenfalls Wünsche und Bedürfnisse mehr als gewohnt am Machbaren orientieren müssen.

 Abschließend möchte ich mich aber auch wieder all denen Mitmenschen unter uns zuwenden, denen persönliches Leid, Trauer und Schmerz im Jahr 1994 nicht erspart blieb. Ihnen wünsche ich, daß mitfühlende und helfende Menschen zu Ihnen finden und Ihnen echten Trost geben können. Ich hoffe, daß Sie dann Ihre auferlegte Bürde annehmen, besser ertragen und auch bald wieder Freude und Glück empfinden können.

 Allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die im Interesse und zum Wohle unserer Gemeinde unsere gemeinsamen Bemühungen mitgetragen haben, sage ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Vor allem möchte ich all denen danken die sich auf gemeindlichen, kirchlichen, sozialen; pädagogischen, kulturellen und sportlichen Gebieten wieder tatkräftig in die Gemeinschaft eingebracht- haben und damit unser erfolgreiches Bemühen für einen breitgefächerten Zufriedenheitsgrad unterstützten. Den Damen und Herren des Gemeinderates sowie allen meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich gleichermaßen. Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest voller Geborgenheit, weihnachtlicher Freude und besinnliche Stunden im Kreise Ihnen nahestehender Menschen. Vor allem hoffe ich wieder mit Ihnen daß wir im kommenden Jahr in Friedenleben dürfen, uns Gesundheit geschenkt wird und Glück und Zufriedenheit in ausreichendem Maße erhalten bleiben.

 

Ihr

Helmut Müller

Bürgermeister

 

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