Gemeinde Reilingen

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Die Gemeinde schaut zurück

Zum Jahreswechsel 2015/ 2016

[Online seit 21.12.2015]

Anspruchsvoller Ausbau der Haydnallee soll im Mai 2016 enden
Mehr als die Hälfte der voraussichtlich einjährigen Bauzeit für den mit 1,715 Millionen Euro veranschlagten Ausbau der Haydnallee ist um. Das 700 Meter lange Straßenteilstück zwischen Sportplatz und Speyerer Straße gewinnt zunehmend an Profil. Wichtige Kernelemente, wie eine die Fahrgeschwindigkeit herab setzende, dreifach verschwenkte Fahrbahn oder eine durchgängige Barrierefreiheit, werden zunehmend sichtbar. Das gilt für den Ausgleich von Differenzhöhen im Straßenbau oder die Absenkung der Hochborde, bis hin zu optischen oder taktilen Detaillösungen an den Bushaltestellen.
Einer 4,50 Meter breiten Fahrbahn werden sich beidseits 1,25 Meter breite Fahrradschutzstreifen anschließen. Glasfaserleerrohre sind bereits verlegt. Die Stellplatzbilanz wird sich im Straßenverlauf deutlich verbessern. 90 Parkplätze werden auf 106 Abstellmöglichkeiten aufgestockt. Etwa doppelt so viele mittel- und großkronige Bäume als bisher werden den Alleencharakter verstärken und für ein verbessertes Kleinklima, wie auch weitere ökologische Vorteile sorgen. Auf den freien Flächen mit rund 800 Quadratmetern wird sich kein uniformes Dauergrün finden, sondern eine Blumenwiese, die bis in den Herbst hinein für einen bunten Flor sorgen soll.
Um die hydraulischen Aufnahmekapazitäten zu verbessern, muss die Nennweite des Abwasserkanals im zeitigen Frühjahr zwischen Königsberger Ring/Höhe Bürgerpark und Eichendorffstraße von 800 auf 1.000 Millimeter erhöht werden. Und im Einmündungsbereich Sauerbruchstraße ist ein Kanalrohr mit einem inneren Durchmesser von 300 Millimeter neu einzubinden.
Bis Mai, so das ehrgeizige Ziel, soll es gelingen, das größte Tiefbauprojekt der jüngeren Gemeindegeschichte abzuschließen. Zwischen den Jahren, konkret vom 21. Dezember bis 10. Januar, ruhen die Bauaktivitäten.
Die Projektkosten fallen nicht allein der Gemeindekasse zur Last. Rund 340.000 Euro schießt das Land aus unterschiedlichen Fördertöpfen zu. (JD)
Fotos: Gemeinde

Mit einem Neubaugebiet „Herten II“ die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde sichern
Vor allem für junge Familien soll das Wohnbaugebiet „Herten II“ eine Perspektive sein, in Reilingen bleiben zu können und sich nicht auswärts orientieren zu müssen. In der ganzheitlichen Betrachtung geht es aber auch um ein wichtiges Stück Gemeindeentwicklung und letztendlich um die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde.
Das schon im Herbst des Vorjahres eingeleitete Planfeststellungs- und Umlegungsverfahren für das rund 7,6 Hektar umfassende Areal steht unmittelbar vor dem Abschluss. Die noch vor Jahresablauf zu beauftragenden  Erschließungsarbeiten unterliegen einer sehr ambitionierten Zeitvorgabe. Sie sollen schon im Frühjahr 2016 beginnen und noch im selben Jahr den Bau der ersten Wohngebäude erlauben. Durch die Grundstücksneuordnung entstehen voraussichtlich 135 Bauplatzgrundstücke, davon sind 58 in Gemeinde-Eigentum.
Der Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern steht im Vordergrund. Es gibt aber auch einen kleinen Planbereich, der Mehrfamilienhäuser mit bis zu acht Wohneinheiten zulässt. Ein prägendes Element der neuen Wohnbausiedlung sind öffentliche Grünflächen, die rund 4,5 Prozent der Gesamtfläche und zugleich eine wichtige Schutz- und Erholungsfunktion einnehmen. Über drei westliche Zufahrten wird das künftige Baugebiet erschlossen.
Im Süden, unmittelbar am Kleinen Hertenweg gelegen, soll ein Seniorenzentrum Platz finden, das bis zu 90 pflegebedürftige Personen, teils auch in Tagespflege aufnehmen kann. Ein örtlicher Investor zeigt nachhaltiges Interesse, dieses bedeutende Projekt zeitnah errichten zu wollen. Auch ein erfahrener Betreiber ist schon gefunden.
In räumlicher Nähe will die Gemeinde zudem schon im kommenden Jahr  einen weiteren Kindergarten für bis zu vier Gruppen errichten und damit den erkennbaren Zukunftsbedarf an Betreuungsplätzen decken. Schließlich besteht seit 1996 ein  Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz  für jedes Kind im Alter vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Darüber hinaus wurde ein seit  August 2013 bestehender  Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege ab dem vollendeten ersten Lebensjahr im Achten Sozialgesetzbuch verankert.
Ein Fachingenieur arbeitet bereits an der Detailplanung der neuen Betreuungseinrichtung. Die Betriebsträgerschaft bleibt in kommunaler Hand.
(JD)
Fotos: Gemeinde/Nachtrieb

Reilinger Bildkalender 2016 ab sofort erhältlich
Rechtzeitig zum Advent ist wieder der Reilinger Bildkalender, in zwei Formaten (DIN A 4 und DIN A 3) erhältlich. Neben hübschen Ortsansichten und Landschaftsaufnahmen enthält der Kalender auch die wichtigsten Reilinger Veranstaltungstermine in jedem Monat.
Wer also noch auf der Suche ist nach einem passenden Geschenk für liebe Menschen oder einfach nur für sich selbst, dem sei dieses „Reilinger Bilderbuch“ empfohlen.
Zum Preis von 9,99 Euro (DIN A 4) bzw. 19,99 Euro (DIN A 3) ist der Kalender ab sofort im Bürgerbüro des Rathauses, Zimmer 109 zu den üblichen Öffnungszeiten erhältlich. Der Kalender kann außerdem bei den folgenden Verkaufsstellen erworben werden:
Obst- und Gemüseparadies Atasoy, Schulstraße 18, 68799 Reilingen
Kioskbetrieb Lakus, Hockenheimer Straße 2, 68799 Reilingen
Postagentur, Hauptstraße 108, 68799 Reilingen
Lotto-Schreibwaren Beichel, Speyerer Straße 41, 68799 Reilingen
Repro: Foto Keller

Außenanlagen der Bürgerbegegnungs- und Veranstaltungsstätte optimiert
Als Feierstätte hat sich die Bürgerbegegnungs- und Veranstaltungsstätte am Heidelberger Weg in kurzer Zeit einen guten Ruf erworben. Die für 120 Personen ausgelegte öffentliche Einrichtung punktet vor allem mit ihrer Lage am Waldrand, einer optimalen Ausstattung und einem überaus günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Einige Neuerungen im Außenbereich werten die vorhandene Angebotspalette auf und sind dazu geeignet, die Attraktivität der Anlage weiter zu verbessern.
Rechtzeitig zum Auftakt der Waldfestsaison konnte ein ergänzender Witterungsschutz in Form einer festen Überdachung im Außenbereich fertig gestellt werden. Sie erleichtert die Bewirtung der Freiflächen rund um die Veranstaltungsstätte und lässt es zu, insbesondere bei Waldfesten die vom Gesetzgeber auferlegten Hygienevorgaben bei der Zubereitung und Ausgabe von Speisen und Getränken zu erfüllen. Aktiv bei Planung und Ausführung beteiligt waren die Mitarbeiter des Bauhofes. Dadurch konnte der Kostenaufwand für die extern durch einen örtlichen Holzverarbeitungsbetrieb erbrachten Leistungen verträglich gestaltet werden.
Bereits seit Jahresbeginn sorgt eine LED-Technologie dafür, dass die Besucherparkflächen und der kurze Fußweg zum Gebäude im Dunkel der Nacht hell ausgeleuchtet sind. Die Leuchten sind mit Rücksicht auf Natur und Umwelt nur Anlass bezogen, also ausschließlich während nächtlicher Veranstaltungen in Betrieb.
Ein Gewinn an Sicherheit verspricht schließlich die geplante Befestigung der Parkflächen. Der Untergrund der 32 PKW-Stellplätze, wie auch der dazwischen liegende Zufahrtsbereich sollen so befestigt werden, dass auch bei schlechter Witterung ein verkehrssicherer Zugang gewährleistet ist.
(JD)
Fotos: Gemeinde

Veränderte Bestattungskultur erfordert kreative Lösungsansätze
Eine veränderte Bestattungskultur macht auch vor dem Reilinger Friedhof nicht halt, wo zunehmend alternative Bestattungsformen gefragt sind. Auch den parkähnlichen Charakter der Friedhofsanlage  gilt es, beständig weiter zu entwickeln. Auf diese Situation hat sich die Gemeinde als verantwortungsvoller Friedhofsträger längst eingestellt. Sie arbeitet daran, ein von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner entwickeltes Gesamtkonzept zur Aufwertung des Gottesackers sukzessive umzusetzen. Viel versprechende Ansätze sind schon heute erkennbar.
Südlich der Trauerhalle konnte am 06. August ein zweites, gärtnergepflegtes Grabfeld, ein „Garten der lebendigen Erinnerung“, mit Platz für 55 Grabstätten  seiner Bestimmung übergeben werden. Das erste, im Frühjahr 2011 angelegte Grabfeld war in kurzer Zeit nahezu komplett belegt. Sanft geschwungene Linien und eine abwechslungsreiche Bepflanzung lassen die neue Anlage wie einen liebevoll gestalteten Garten wirken. Ein kleiner Quellstein und Sitzmöglichkeiten unterstreichen den parkähnlichen Charakter. Grabstätten und üppige Bepflanzung bilden eine harmonisch aufeinander abgestimmte Einheit. Neben Sarg- und Urnenbestattungen mit individuellen oder vorgegebenen Grabsteinen werden auch Gräber in einer Urnengemeinschaft um den mittigen Quellstein angeboten.
Neu konzeptioniert wurde auch ein noch anzulegendes Urnengrabfeld, das bis zu 88 Urnenbehältnisse aufnehmen kann. Besonderen Wert wird auf eine aufgelockerte Anordnung der Grabstätten gelegt. Sie werden durch Kiesflächen voneinander getrennt sein, während der Zutritt ausschließlich über Rasenflächen erfolgen soll. Als Kommunikationsbereich dient ein bereits vorhandener Baum, der noch um eine Rundbank zu ergänzen ist. Gehölze sollen das neue Grabfeld zu den angrenzenden Kriegsgräbern abgrenzen.  
Gemeinsam mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner entwickelt die Gemeindeverwaltung darüber hinaus kreative Vorschläge, um das vorhandene Kindergrabfeld ansprechender zu gestalten. Auch der immer wieder aufkommende Wunsch nach einer Urnenwand ist weiterhin ein Gesprächsthema.
Ebenfalls als Zeichen einer Qualitätsverbesserung anzusehen sind die neu angelegten Wasserentnahmestellen. Die spartanisch anmutenden, verzinkten Stahlrohre wurden in Eigenarbeit durch eine Kunststoffleitung ersetzt und mit formschönen Schalungssteinen ummantelt.
Optimiert hat die Gemeinde schließlich die Ausstattung der im Vorjahr sanierten und um einen Vorbau erweiterten Aussegnungshalle. Eine dritte Aufbahrungs-Kühlvitrine, ein neuer Kranzwagen mit Drehkreuz und ein Friedhofswagen erleichtern den Ablauf von Bestattungen. (JD)
Fotos: Gemeinde

HAO spielte vor dem Papst im Vatikan
Ende Mai durfte das Hohner-Akkordeon-Orchester Reilingen etwas ganz besonderes erleben, nämlich bei der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom direkt an der Treppe vor Papst Franziskus spielen. Der riesige Petersplatz war von mindestens 200.000 Menschen besucht und das Orchester spielte unter der Leitung von Johannes Grebencikov auch moderne Kirchenlieder, wie z.B. "Halleluja" von Leonard Cohen. Diese sorgten für begeisterten Applaus.
Zu den Höhepunkten gehörten die Nähe zum Papst und die Begrüßung des HAO in deutscher Sprache. Franziskus gab vielen Menschen, vor allem kleinen Kindern die Hand oder einen Kuss und stieg unter der Musik des HAO die Treppe zu seinem Sessel unter dem Baldachin hinauf.
Die mehr als vier Stunden dauernde Generalaudienz verging wie im Flug und war nicht nur durch den Papst, sondern auch durch die riesigen Besuchermengen und die grandiosen Bauwerke ein unvergessliches Erlebnis.
Foto: HAO

Potenziale für weitere Klimaschutzaktivitäten aufgezeigt
Klimaschutz ist heute in aller Munde und doch für viele nicht wirklich greifbar. Seit vielen Jahren setzt sich die Gemeinde Reilingen aktiv für den Klimaschutz ein. Projekte, wie die Zusammenlegung der Heizungsanlagen von Schule und Hallen oder Solarzellen auf den Dächern gemeindeeigener Einrichtungen wurden in der Vergangenheit bereits realisiert. Ein 2013 beauftragtes, sogenanntes „Integriertes Klimaschutzgutachten“ wurde 2015 fertig gestellt und zeigt nun weiterführende Möglichkeiten und Potenziale auf, wo weitere CO2-Reduzierungen in der Gemeinde realisierbar sind.
Das Gutachten ermittelte, dass es ein realistisches Klimaziel bis 2030 ist, den CO2-Ausstoß um 55 % im Vergleich zu heute zu reduzieren
Im Bereich der privaten Haushalte liegt mit 43% das größte Einsparpotenzial. Insbesondere der Austausch und die Sanierung alter Heizungsanlagen, sowie weitere bauphysikalische Maßnahmen (Wärmedämmung der Außenwände, Fenstersanierungen oder Dämmungen im Dachbereich) bieten hier die größten Möglichkeiten. Beratung für die Bürgerinnen und Bürger wurde auch 2015 wieder erfolgreich von der Kliba im zweiwöchigen Rhythmus durchgeführt. Die gute Resonanz zeigt, dass das Thema bereits in Teilen der Bevölkerung angekommen ist. Insbesondere die Fördermittel, die für Klimaschutzaktivitäten im Bereich Eigenheimsanierung zur Verfügung gestellt werden, sind ein durchaus lukrativer Anreiz, die Beratung in Anspruch zu nehmen.
Die Gemeindeverwaltung setzte weitere Aktivitäten im Sinne des Klimaschutzes in die Realität um. 2015 wurden mehrere Gemeindeangestellte in „spritsparender Fahrweise“ von der Firma Eco-Consult geschult. Im Strom mitschwimmen, vorausschauend fahren, das Fahrzeug einfach rollen lassen und dabei stets zügig in den höchsten Gang schalten, waren einige der Verhaltensregeln, die geschult wurden. Unter Anleitung der Seminarleiter konnte so bei Übungsfahrten der Kraftstoffverbrauch um 23 % verringert werden. Davon profitiert neben dem Gemeindesäckel auch die Umwelt, durch einen geringeren CO2-Ausstoß.
2016 werden weitere Klimaschutzaktivitäten angeboten. Insbesondere die Bürgerinnen und Bürger sollen stärker involviert werden und von den Maßnahmen profitieren. Die Gemeindeverwaltung versucht dabei, mit gutem Beispiel voranzugehen.
Foto: Gemeinde

Reilinger Jugendhaus feierte 20jähriges Bestehen
Was schon in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Gedanke im Raum stand, wurde im Jahre 1995 in die Tat umgesetzt. Durch die Sanierung des Franz-Riegler-Hauses wurde ein passender Raum zur Verfügung gestellt, so stand dem Gemeinderatsbeschluss unter dem Vorsitz von Bürgermeister Helmut Müller nichts im Wege. In der Sitzung am 7. November 1994 wurde der Raumkonzeption zugestimmt. Mit Claudia Mitter übernahm eine ausgebildete Fachkraft die Betreuung, sie wurde später von Nelli Schweigert abgelöst. Mittlerweile befindet sich das Jugendzentrum in der Obhut des Postillion e.V.. Die Mitarbeiterinnen verbinden offene mit sozialräumlicher Jugendarbeit und sind somit im Jugendhaus, aber auch außerhalb des JUZ zu finden. Mit einem Tag der offenen Tür wurde das Jubiläum am 24. Juli gefeiert. Bei einer spannenden Jung-gegen-Alt-Rallye erreichte Peter Hancke unter fast 30 Mitstreitern den ersten Platz.
Foto: K. Dietrich

Jumelage 2015 – Silberhochzeit mit den französischen Freunden gefeiert
Vom 14. bis 17. Mai 2015 feierten der Freundeskreis Reilingen-Jargeau e.V., die Gemeinde sowie die zahlreichen Gasteltern mit 57 französischen „Jubiläums”gästen, darunter viele Gründungsmitglieder sowie auch 25 Jugendliche und zahlreiche neue Gesichter, das 25jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Reilingen und Jargeau.
Die Tage waren mit einem abwechslungsreichen Programm gefüllt. So stand am Freitag ein Ausflug in die Pfalz und als Abschluss ein Freundschaftsspiel der Handballmannschaften Jargeau gegen den HSG St. Leon-Reilingen auf dem Plan.
Der Samstag begann traditionsgemäß mit der Komitee-Sitzung der Vorstände und Gemeindevertreter im Rathaus. Themen waren u.a. auch die Terminierung der nächsten Jumelage, die auf den 05. - 08. Mai 2016 in Jargeau festgelegt wurde. Jargeaus Bürgermeister Jean-Marc Gibey lud zur Parade am 08. Mai in Jargeau ein. Zeitgleich zur offiziellen Sitzung eroberte eine große Gruppe Jugendlicher Heidelberg und parallel erkundeten 17 Gäste unter der Führung von Philipp Bickle Sehenswertes in Reilingen.
Bevor man am Sonntag wieder Abschied nehmen musste von den französischen Freunden fand der Samstag dann seinen Höhepunkt beim Festabend im Martin-Luther-Haus. Dieser verging mit Ehrungen der Mitglieder für 25jährige Vereinstreue und einem Konzert von „Yann-Loup et La Fine Equipe” wie im Flug.
Auf beiden Seiten wird diese Begegnung wieder lange in Erinnerung bleiben.
Foto: Frank Seifert

Kinderbetreuungsangebot ausgebaut
Die klassische Kindergartenbetreuung von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.30 Uhr mit Mittagessen zu Hause ist seit langem nicht mehr üblich. Vielmehr muss sich das Angebot der Kindergärten an der gesellschaftlichen Entwicklung orientieren und für die Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Mehr Betreuungsplätze und flexiblere Bereuungszeiten werden zum wichtigen Aspekt für viele Eltern, wenn es um die Betreuung ihrer Kleinen geht.
Auch das Reilinger Kinderbetreuungsangebot unterliegt daher einem stetigen Wandel. Insgesamt fünf Einrichtungen von vier Trägern gestalten das Betreuungsangebot. In drei Einrichtungen mit insgesamt sechs Gruppen werden die Krippenkinder im Alter zwischen acht Wochen und drei Jahren betreut, zehn Gruppen in vier Einrichtungen übernehmen die Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen.
Da immer mehr Ganztagesplätze nachgefragt werden, wurde in 2015 das Angebot Oberlin Kindergarten verdoppelt und im Kindergarten St. Anna weitere 10 Ganztagesplätze geschaffen. Die Betreuungszeiten wurden in allen drei konfessionellen Einrichtungen bis 17 Uhr verlängert. Im Oberlin-Kindergarten wird diese ausgeweitete Betreuungszeit auch freitags angeboten. Der Kindertreff e.V. eröffnete 2015 eine zweite Waldgruppe für Kindergartenkinder und trifft mit seinem Angebot offensichtlich den Nerv der Zeit.
Die vielen Flüchtlinge, die aktuell eine neue Heimat in Deutschland suchen, finden auch in der Kinderbetreuung Einzug. Bislang sind lediglich zwei Flüchtlingskinder in den Einrichtungen angemeldet. Eine gemeinsam besuchte Schulung zum „Umgang mit Flüchtlingskindern im pädagogischen Alltag“ bereitete im Oktober die pädagogischen Fachkräfte auf die möglichen kommenden Herausforderungen vor und brachte für alle Teilnehmerinnen viele Erkenntnisse und Denkanstöße.
Druck und Design: Imago

Brücke zur Geschichte
Reilingen hat sich an einem ökumenischen Mahnmalprojekt der evangelischen Landeskirche Baden sowie der Erzdiözese Freiburg angeschlossen, das der 5.600 Menschen aus insgesamt 137 Gemeinden Badens gedenkt, die am 22. Oktober 1940 nach Frankreich deportiert wurden. Einer dieser 5.600 Menschen war Max Kahn aus Reilingen. Um ein weithin sichtbares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen, wurde am 12. April ein Mahnmal zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger enthüllt. Dieses Denkmal soll ein Zeichen der Erinnerung und nicht der Anklage sein. Es soll als Wegweiser für die Zukunft dienen, für die Wahrung der Menschenrechte und die Toleranz gegenüber Minderheiten.
Ein Team ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen hat zusammen mit den Konfirmanden eine Stele gestaltet, die auf der kommunalen Fläche vor dem Anwesen Hauptstraße 68 aufgestellt wurde.
Foto: Gemeinde

Mit Hilfe der Ortskernsanierung „Reilingen III“ städtebauliche Missstände im Oberdorf angehen
Bereits im ersten Anlauf ist es überraschenderweise gelungen, in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen zu werden und einen Förderbetrag von 800.000 Euro zu sichern. Damit konnte das neue, mittlerweile dritte Sanierungsgebiet für den Ortskern früher als erwartet eröffnet werden. Am 27. April hat der Gemeinderat die Außengrenzen des Areals im Umfeld der Oberen Hauptstraße bestimmt  und damit grünes Licht für die Ortskernsanierung „Reilingen III“ gegeben. Zugleich wurden entsprechende Förderrichtlinien erlassen.
Seit drei Jahrzehnten stellt sich die Gemeinde der Herausforderung, städtebauliche Missstände im Ortszentrum zu beheben und damit dem Mittelpunkt der Gemeinde neue Impulse zu verleihen. Noch gut in Erinnerung sind die das Ortsbild prägenden Projekte des mit Ausgang des Vorjahres 2014 geschlossenen Sanierungsgebietes „Reilingen II“. Beispiel gebend genannt seien an dieser Stelle der Bau eines ansprechenden Einkaufsmarktes mitten im Ort, oder aber die Neugestaltung von Ortsstraßen wie der Neugasse.
Ziel der jetzigen Initiative  ist es, das Wohnumfeld im abgegrenzten Sanierungsbereich durch individuelle Einzelmaßnahmen zu verbessern. Die Behebung erkennbarer Mängel an der Gebäudesubstanz wird finanziell unterstützt. Nicht erhaltenswertes Bauwerk soll dagegen abgebrochen werden können. Darüber hinaus gilt es, die anzutreffenden Verkehrsstrukturen zu verbessern und öffentliche Parkierungsanlagen bedarfsgerecht anzulegen.  
Ein kommunaler Schwerpunkt wird voraussichtlich schon im kommenden Jahr die Bierkellergasse, sowie die Wegebeziehungen zum Ortsrandbereich Fröschau sein.
Unter Einschluss eines Eigenanteils von rund einer halben Million Euro, die von der Gemeinde als so genannter Komplementäranteil in den kommenden zehn Jahren aufzubringen sind, beläuft sich der Förderrahmen bislang auf 1,3 Millionen Euro. Sanierungswilligen Reilingern kann davon ein Anteil von rund 200.000 Euro für die Gebäudemodernisierung zur Verfügung gestellt werden. Bis zu 750.000 Euro sind für die Freilegung von Grundstücken, Entkernung und Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum bestimmt. 300.000 Euro sind für den Erwerb von Grundstücken als Zwischenerwerb oder für öffentliche Zwecke vorgesehen.
Die Zuschusshöhe ist auf 30 Prozent der förderfähigen Aufwendungen begrenzt, maximal jedoch 30.000 Euro. Entkernungsmaßnahmen werden komplett übernommen und eine Baureifmachung von Grundstücken mit 80 Prozent gefördert.
Noch als nachwirkende Investition aus dem bereits abgerechneten Sanierungsgebiet ist der Ankauf eines Anwesens in der Hauptstraße 5 anzusehen. Die überalterte Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert ist mittlerweile vollständig abgeräumt. Dadurch wird es möglich, auf der nahe dem Dorfgemeinschaftshaus gelegenen Fläche von rund 400 Quadratmetern neue Akzente für das Unterdorf zu setzen.
(JD)
Fotos: Gemeinde

Haupt- und Hockenheimer Straße werden saniert und verlieren Qualifikation als Landesstraße
Am Montag, 14. September wurde das Zentrum der Gemeinde von einem auf den anderen Moment still gelegt. Der Mittelteil der Hauptstraße musste rund zwei Wochen für den Verkehr gesperrt bleiben, weil im Auftrag des Landes Deck- und Tragschicht der Landesstraße 599 erneuert wurden. Rund 200.000 Euro nahm das für den Tiefbau verantwortliche Regierungspräsidium Karlsruhe in die Hand, das 550 Meter lange Straßenteilstück im Gemeindezentrum zu erneuern. Schließlich soll die „Braut“ hübsch anzusehen sein, wenn sie voraussichtlich Mitte 2016 in die Obhut der Gemeinde als Ortsstraße übergeben wird.
Vor allem die im Baustellenbereich angesiedelte Geschäftswelt hatte unter der Tiefbaumaßnahme zu leiden, waren doch teils erhebliche Umsatzeinbußen hinzunehmen. Viel Verständnis mussten auch die Anwohner der Baustelle und Umleitungsstrecken aufbringen.
Die Hockenheimer Straße wird in einem zweiten Bauabschnitt voraussichtlich erst 2017 einen neuen Oberbau erhalten und zugleich eine aufwändige Kanalsanierung hinnehmen müssen. Denn parallel zur im nächsten Jahr anstehenden Erschließung des Neubaugebietes „Herten II“ und dem noch bis Mai anhaltenden Ausbau der Haydnallee wäre eine mehrwöchige Sperrung der Hockenheimer Straße kaum vermittelbar. Mit der Herabstufung der ehemaligen Landesstraße werden die Tiefbauarbeiten in Eigenregie der Gemeinde durchzuführen sein. Eine noch zu schließende Ablösevereinbarung regelt die Höhe des Landesanteils an den Baukosten. (JD)
Foto: Gemeinde

Im Jubiläumsjahr der Schule erfolgen grundlegende Änderungen durch Ganztagesbetrieb
50 Jahre nach Gründung der Friedrich-von-Schiller-Schule ist die Schullandschaft im Umbruch. Aus der ehemaligen Grund- und Hauptschule Reilingen wurde aufgrund der Entwicklung, möglichst vielen Schülern einen mittleren Bildungsabschluss anbieten zu können, die Werkrealschule Reilingen-Lußheim mit Ganztagesbetrieb.
Die größte Veränderung im Bereich Schule war 2015 die Einführung der Ganztagsgrundschule in offener Angebotsform an der Friedrich-von-Schiller-Schule und den ergänzenden kommunalen Betreuungsangeboten. Neben der Lernbetreuung durch Lehrer und der erzieherischen Unterstützung für Familien schafft die Ganztagsgrundschule einen Raum, in dem Kinder integriert werden und soziale Verantwortung, demokratische Handlungskompetenz, kulturelle Orientierung und Selbständigkeit lernen können.
Um die Schiller-Schule fit für den Ganztagesbetrieb zu machen, hat die Gemeinde rund 70.000 Euro in ihre Bildungseinrichtung investiert. So wurde das Spielgerät im Schulhof um ein weiteres Großspielgerät und in Kürze um eine Doppelwippe erweitert. Es besteht aus einer Hangelkombination mit einem Balancier- und Bewegungsparcours. Der Förderverein der Schiller-Schule übernahm hierfür einen Zuschuss von 5.000 Euro. "Wir erfüllen damit einen Kinder- und Elternwunsch", freut sich Bürgermeister Stefan Weisbrod über das neue Angebot.
Ebenso wurde die Küche in der Fritz-Mannherz-Halle mit zwei neuen Konvektomaten, sogenannten Kombidämpfern und einem Kartoffelschälgerät, ausgestattet. Das in den Fritz-Mannherz-Hallen vor Ort gekochte Essen ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Schule: "Frisch gekocht schmeckt’s einfach besser und die Qualität des Essens bleibt weiterhin gewährleistet," betont Bürgermeister Stefan Weisbrod.
Als weitere Anschaffung wurden die ersten beiden Klassenzimmer mit Whiteboards ausgestattet. Sie ersetzen die herkömmlichen, grünen Schultafeln und erleichtern den Anschrieb, zudem können PCs oder Laptops angeschlossen werden. Somit haben Lehrer und Schüler mehr Zeit für den Unterricht.
Die Antwort auf unerwünschte Ereignisse, die sich vorwiegend in der wärmeren Jahreszeit an Wochenenden oder in den Nachtstunden nahe der Friedrich-von-Schiller-Schule abspielen ist ein30 Meter langer und 2,0 Meter hoher Stabmattenzaun. Dieser sichert seit der Osterwoche das Kleinspielfeld und den Schulpavillon. „Unser Vorgehen ist keineswegs eine spontane, unbedachte Reaktion, sondern das Ergebnis intensiver und sorgfältig abwägender Gespräche mit den Ordnungsbehörden und der Schulleitung“, erklärt Bürgermeister Stefan Weisbrod.
Kurz vor Sommerbeginn wurden die bislang starren Fensterflügel des gläsernen Dachaufbaus  in der Friedrich- von-Schiller-Schule durch neue Fensterelemente ersetzt. Sechs farbbeschichtete Aluminiumprofile mit wärmegedämmter Isolierverglasung , die mit Hilfe eines Motorantriebs weit geöffnet werden können, wurden installiert. Damit soll die Belüftung verbessert und die in der Aula zuweilen anzutreffenden tropischen Temperaturen entgegengewirkt werden.
Fotos: Gemeinde

Turnerbund, Sportclub und Gemeinde feiern mit der Übergabe einer tollen Sportstätte ein historisches Ereignis
Der Sonntag, 17. Mai war ein „großer Tag“ für den Sport in der Gemeinde, ein „schöner Tag“ für alle Sportbegeisterten und ein ganz großer Meilenstein für die beiden Sport treibenden Vereine Sportclub 08 und Turnerbund Germania 1890 e.V.. Nach elf Monaten Bauzeit konnte ein neues Sportgelände seiner Bestimmung übergeben werden. Dieses herausragende Ereignis wertete Bürgermeister Stefan Weisbrod gar als „historisch“ und in Anlehnung an das 61 Jahre zurückliegende, legendäre Endspiel bei der Fußballweltmeisterschaft in Bern als „Wunder von Reilingen“. Schließlich musste lange Jahre um dieses Projekt gerungen und als unüberwindbar gehaltene Hindernisse aus dem Weg geräumt werden.
Das großartige Gemeinschaftswerk vieler Beteiligter kommt auf rund eine Million Euro. Finanzielle Bausteine haben die Gemeinde, Badischer Sportbund, die beteiligten Sportvereine und Sponsoren, wie die Dietmar Hopp Stiftung, die Sparkasse Heidelberg und die Volksbank Kur- und Rheinpfalz geleistet. Wahr werden konnte der Traum von einer tollen neuen Sportanlage durch eine den Ausschlag gebende Großspende der Familie Anneli und Dietmar Hopp in Höhe von 100.000 Euro.
Die Sportstätte im Süden der Gemeinde beinhaltet ein Kunstrasenfeld und ergänzende Trainings-, wie auch Wettkampfstätten verschiedenster Disziplinen. Anzutreffen sind eine 400-Meter-Wettkampfbahn und sechs 100-Meter-Laufbahnen. Vorhanden sind Anlagen für den Speerwurf, Diskus, Weit- und Hochsprung, Kugelstoßen. Selbst Volleyball und Basketball können dort gespielt werden. Eine Flutlichtanlage lässt eine Nutzung auch in den Abendstunden zu. Komplettiert wird die Sportplatzanlage durch einen Verkaufs-, sowie einen Seminarcontainer.
(JD)
Fotos: Werner Klefenz
 

Vereinsjubiläen im Jahr 2015
Auch in diesem Jahr konnten wieder einige Vereine Jubiläum feiern. Begonnen hat die Jugendfeuerwehr am 17.01.2015 mit ihrer Feier zum 40jährigen Jubiläum in der Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle. Kommandant Mike Supper zeigte sich sichtlich stolz: „Ein dauernder Bestand und steter Nachwuchs sind wohl die wichtigsten Voraussetzungen für eine gut funktionierende Feuerwehr.“ Sein Können stellte der Nachwuchs am 10.10.2015 unter Beweis, als man mit den weiteren HORAN-Jugendwehren „einen Brand in den Fritz-Mannherz-Hallen löschte“.
Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des CVJM gab es am 21.06.2015 einen Festgottesdienst in der vollbesetzten Weinbrennerkirche. Seit nunmehr 30 Jahren prägt er durch seine Jugendarbeit das Leben der evangelischen Kirchengemeinde wie auch das der politischen Gemeinde. Pfarrerin Stefanie Nuß wünschte sie dem CVJM „immer wieder neuen Gedanken der Jugend, frischen Mut und weitere Gottesdienste, die erfrischend „anders‘“ seien. Die volle Bandbreite seines Könnens zeigte der CVJM Mitte Oktober. Die Theatergruppe spielte das Broadwaystück „Gottes Liebling“ an zwei Tagen im ausverkauften Lutherhaus.
„Chöre sind wertvolle Biotope des Gesangs“ – unter diesem Leitspruch lud der Evangelische Kirchenchor am 28.06.2015 zu einem Festgottesdienst und am 27.09.2015 zu einem Festabend zum 140järhigen Bestehen ein. In der Predigt von Pfarrerin Stefanie Nuß spiegelte sich das gelungene „Zusammen“ der kirchlichen Gruppen wieder: „Gesang verbindet, schlägt Brücken, gibt Kraft und Hoffnung. Lieder erreichen Seelen. Es gibt so viele gute Gründe zu singen!“ Und so nahm sie das Zitat „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ als Aufforderung an die Gemeinde zu Singen.
Ein ganzes Bündel an Veranstaltungen organisierte der TBG, der in diesem Jahr auf 125 Jahre zurückblicken konnte. Bei der Jubiläumsmatinee am 06. Januar 2015 war die Uraufführung des von Charly Weibel komponierten und getexteten TBG-Liedes: „Der TBG ist mein Verein“ ein besonderes Highlight. Abschluss war am Tag der deutschen Einheit, als die Kultgruppe Seán Treacy Band die Mannherzhalle rockte.
Fotos: Privat/ Volker Hoffmann

Verkehrssicherheit verbessert
Ein ständiges Thema der Reilinger Bürgerinnen und Bürger ist der Kraftfahrzeugverkehr. Dabei wird es oft als ein Kavaliersdelikt angesehen, zu schnell zu fahren, Gehwege zu überfahren oder nur für Anlieger freigegebene Straßen zu nutzen. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung im vergangenen Jahr verschiedene Maßnahmen getroffen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Anfang März wurden entlang der Hauptstraße ab der Einmündung Sofienstraße in Fahrtrichtung Ortsmitte orangefarbene, sogenannte Bischofsmützen angebracht. Diese sorgen seither dafür, dass Kraftwagenfahrer bei Gegenverkehr nicht mehr auf den Gehweg ausweichen und dabei Fußgänger gefährden. Auch an weiteren Standorten wurden auf Bürgerwunsch zur Sicherheit schwacher Verkehrsteilnehmer Bischofsmützen installiert.
Nachdem ein Lärmschutzgutachten im Sommer 2014 ergeben hatte, dass die Lärmschutzwerte in der Hockenheimer Straße und in Teilen der Hauptstraße überschritten werden, wurde in diesen Bereichen eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 angeordnet. Seit dem 21. Mai hängen die rot umrandeten Schilder, die auf die neue Geschwindigkeitsbegrenzung hinweisen. Auf dem mittleren Teil der Hauptstraße wird auch hier in einem zweiten Schritt die Reduzierung auf 30 km/h angestrebt. Die neue Geschwindigkeitsgrenze hat sich allerdings bei einem Teil der Verkehrsteilnehmer noch nicht wirklich eingeprägt. Durch verstärkte Kontrollen soll dieser in Zukunft Einhalt geboten werden.
Zu schnell gefahrene Geschwindigkeiten sind auch in der Wilhelmstraße immer wieder zu beobachten. Zwei neue Geschwindigkeitsanzeigen sollen auf die Höchstgeschwindigkeit aufmerksam machen. Im Bereich der Schule weisen Bodenmarkierungen auf querende Kinder hin. Auch in den neuen Tempo 30-Bereichen in der Haupt- und Hockenheimer Straße wurden insgesamt vier neue Anzeigegeräte installiert, um den Fahrerinnen und Fahrern die gefahrene Geschwindigkeit erneut ins Bewusstsein zu rufen. Anwohner und Gemeindeverwaltung beobachten einen sehr positiven Effekt der Geräte.
Im September belastete die Vollsperrung der Hauptstraße das Reilinger Verkehrsgeschehen. Da die Wilhelmstraße von vielen als Umleitungsstrecke genutzt wurde, gab es ausgerechnet zum Schulanfang ein deutlich erhöhtes Verkehrsauskommen. Eine kurzfristig angebrachte Verkehrsschwelle wurde montiert und brachte zumindest einen Teilerfolg mit Blick auf eine Geschwindigkeitsreduzierung, allerdings auch eine deutliche Lärmbelastung für die direkten Anwohner. Die wechselnde Zufahrt zum REWE-Markt über die Neugasse bzw. Ziegelstraße und die tatsächliche Vollsperrung der Hauptstraße brachte so manchen ungläubigen Autofahrer vor den Absperrungen zum Wenden. Eine große Erleichterung war für alle zu spüren, als nach zwei Wochen der Verkehr wieder normal fließen konnte.
Fotos: Gemeinde

Historische Mauern freigelegt
Um einem bedeutenden Stück Heimat- und Regionalgeschichte deutlicher als bisher auf die Spur zu kommen, wurden Mitte Februar auf dem Schloßmühlenareal erneut archäologische Grabungsarbeiten der Universität Heidelberg aufgenommen, die die Aktivitäten des AK Wersau ergänzen. Der Schwerpunkt der neuen Grabungsschicht lag auf den Grundmauern der abgebrochenen Schloßmühle. Historische Mauern aus den verschiedensten Bauphasen der Schlossmühle wurden freigelegt und akribisch dokumentiert. Bei Neubauten wurde das alte Mauerwerk immer wieder sekundär beansprucht. Gut erkennbar ist auch die ehemalige Mühlstube mit Mühlradeinlassungen bis hin zu im Original noch vorhandenen Mühlsteinen. Im vorderen Bereich der Burg wurde eine hervorragend erhaltene Balkenkonstruktion aus Eichenholz freigelegt. Sie diente als Unterbau für eine der ehemaligen Mauern. Eine Altersbestimmung datierte die Hölzer auf das späte 16. Jahrhundert.
Foto: B-Copter

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