Gemeinde Reilingen

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Die Gemeinde schaut zurück

Zum Jahreswechsel 2016/ 2017

[Online seit 21.12.2016]

Haydnallee nach 13 Monaten Umbauzeit für den Verkehr frei gegeben
Sie verbindet Verkehrssicherheit mit Ästhetik und Aufenthaltsqualität mit hohen ökologischen Wertigkeiten. Dieses Prädikat verlieh Bürgermeister Stefan Weisbrod der Haydnallee, deren Sanierung und Umgestaltung Anfang Juli mit der offiziellen Freigabe ihren Abschluss fand. Mit 13 Monaten war die Bauzeit rasant und 2,9 Millionen Euro sind durchaus respektabel.
Auf einer Planungsfläche von 1,3 Hektar und einer Straßenlänge von 700 Metern wurde ein völlig neues Straßenbild geschaffen. 86 Bäume machen die Straße zu einer echten Allee. Blühende Beete säumen den Straßenverlauf. Die Zahl der Stellplätze wurde von 90 auf 104 erhöht.
Verbaut wurden 2,4 Kilometer Borde, 5.200 Quadratmeter Asphalt und 5.000 Quadratmeter Pflasterflächen hergestellt. 72 Meter Kanal wurden erneuert und mit Blick auf die Glasfaserverkabelung 2,9 Kilometer Leerrohre verlegt.
Der zum Abschluss hinzu gekommene Minikreisel an der Einmündung zur Hauptstraße hat einen Durchmesser von 23 Metern. Er entschleunigt den Verkehr am südlichen Ortseingang und bietet ein Plus an Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Mit dem Kreisverkehr war auch eine Anbindung an die Buslinie 719 möglich, welche die Fahrstrecke zwischen den S-Bahn-Haltepunkten Neulußheim und Rot/Malsch bedient.
Mit dem anspruchsvollen, durch das Walldorfer Ingenieurbüro Arno König betreute Tiefbauprojekt hat die Gemeinde eine der größten Straßenbaumaßnahmen der Ortsgeschichte bewältigt. Grundlage einer erfolgreichen Projektabwicklung war eine beispielgebende, bürger- und anwohnernahe Planungsphase mit fünf Informationsveranstaltungen, wie auch der zukunftsweisende und mutige Weitblick des Gemeinderates.
Im Verlauf der Bauzeit waren schwierige Situationen zu bewältigen, die den Anwohnern und Geschäftsleuten viel Geduld und Verständnis abverlangten. (jd)
Fotos: Gemeinde
Die barrierefrei gestaltete Haydnallee mit verschwenkter Fahrbahn und neuer Möblierung kann sich sehen lassen
Die barrierefrei gestaltete Haydnallee mit verschwenkter Fahrbahn und neuer Möblierung kann sich sehen lassen
Bürgermeister Stefan Weisbrod, Gemeinderäte und Projektverantwortliche geben mit einem symbolischen Scherenschnitt die Straße frei
Bürgermeister Stefan Weisbrod, Gemeinderäte und Projektverantwortliche geben mit einem symbolischen Scherenschnitt die Straße frei
Ortskernsanierung „Reilingen III“ mit viel versprechendem Start
Die 2015 für einen dritten Teilbereich angeschobene und bis 2024 befristete Ortskernsanierung ist viel versprechend gestartet und kann erste Erfolge aufweisen. Unter Einschluss des kommunalen Komplementäranteils stehen bislang rund 1,3 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung.
Im Vorjahr ging es noch darum, die formalen Voraussetzungen zu schaffen. Beispielsweise waren die Zielvorgaben zu formulieren oder aber der Förderrahmen per förmlicher Abgrenzungssatzung festzulegen.
Im laufenden Jahr konnten bereits erste kommunale Ordnungsmaßnahmen umgesetzt oder zumindest soweit geplant werden, dass sie in allernächster Zeit umgesetzt werden können. So hat die Gemeinde das Anwesen in der Hauptstraße 127 erworben und kurz darauf bereits die komplette Bausubstanz des 1863 errichteten Wohn- und Geschäftshauses abreißen lassen. Das 244 Quadratmeter kleine Eckgrundstück dient vorläufig als provisorische Stellfläche und mindert so den innerörtlichen Parkdruck. Eine neu errichtete Abgrenzungsmauer schirmt seit Herbst das Nachbargrundstück ab. Auch die südlich angrenzende Hausfassade wurde verschönert.
Die entstandene Freifläche soll gemeinsam mit dem im kommenden Frühjahr anstehenden Ausbau der Bierkellergasse neu gestaltet werden. Die Anwohner der 110 Meter langen Ortsstraße war ein Beteiligungsrecht am künftigen Aussehen ihrer Wohnstraße eingeräumt worden. Nicht alle Wünsche, aber doch ihr wesentlicher Kern, konnten in die Entwurfsplanung einfließen. So wird ein niveaugleicher Straßenausbau mit bituminösem Oberbelag bevorzugt. Allerdings muss wohl ein favorisierter verkehrsberuhigter Bereich zu Lasten einiger Parkplätze gehen. Bis zu einer halben Million Euro kann der Straßenausbau kosten, der zum großen Teil aus dem Fördertopf der Ortskernsanierung finanziert werden kann.
Ebenfalls auf der Agenda steht eine Revitalisierung des Fröschauweges. Allerdings müssen davon noch einige wenige Grundstückseigner überzeugt werden, die dem Vorhaben bzw. einer notwendigen Dienstbarkeit noch nicht zugestimmt haben.
Die Beseitigung städtebaulicher Missstände ist nicht allein Aufgabe der öffentlichen Hand. Auch die privaten Grundstückseigentümer haben daran wesentlichen Anteil. Rund 400.000 Euro sind allein für die Modernisierung von Gebäuden im Sanierungsgebiet reserviert. Ein Dutzend Hauseigentümer hat sich mit dem Abschluss einer Fördervereinbarung bereits einen verlorenen Zuschuss gesichert. Pro Objekt gibt es maximal 27 Prozent des förderfähigen Aufwands, höchstens 30.000 Euro. (jd)
Fotos: Gemeinde
Das Eckgrundstück in der Hauptstraße 127 wurde zu Gunsten öffentlicher Stellflächen abgeräumt
Das Eckgrundstück in der Hauptstraße 127 wurde zu Gunsten öffentlicher Stellflächen abgeräumt
Ein verkehrsberuhigter Ausbau der Bierkellergasse steht ganz oben auf der Agenda
Ein verkehrsberuhigter Ausbau der Bierkellergasse steht ganz oben auf der Agenda
Gemeinde erschließt ein neues, attraktives Wohnbaugebiet „Herten II“
Um nichts Geringeres als um die Zukunft der Gemeinde geht es bei der Erschließung eines neuen, attraktiven Wohnbaugebietes im Gewann „Herten“. Rund 5,6 Millionen Euro verbaut seit März die als Erschließungsträger eingesetzte Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Reilingen mbH auf einer Fläche von rund 7,5 Hektar. Bis zum kommenden Frühjahr sollen 150 Grundstücke baureif sein. Zeitgleich will die Gemeinde am Randbereich zum Kleinen Hertenweg mit dem Bau eines ersten kommunalen Kindergartens beginnen, der bis zu vier Gruppen aufnehmen kann.
Die Dimension der Baugrunderschließung machen einige Zahlen deutlich. Es müssen 25.000 Kubikmeter Erdmasse bewegt, 1,6 Kilometer Schmutzwasser- und 1,8 Kilometer Regenwasserkanal sowie 2,3 Kilometer Wasserleitungen verlegt werden. 2.300 Quadratmeter Asphaltfläche und 9.000 Quadratmeter Pflaster sind für Wege und Straßen einzubauen.
Mit einem symbolischen Spatenstich wurden am 07. April die Tiefbauarbeiten aufgenommen. Gerade in den Anfangswochen machten widrige Witterungsbedingungen sowie angestiegenes Grundwasser zu schaffen, und brachten den Bauablauf in Verzug. Dafür versöhnte ein sonniger, regenarmer Spätsommer und Herbst.
Mittlerweile ist es gelungen, die Entwässerungsanlagen nahezu komplett fertig zu stellen und im südlichen Sektor auch die Wasserversorgung aufzubauen. Die Baumquartiere sind vorbereitet und können bepflanzt werden.
Sämtliche Baumquartiere sind vorbereitet und können bepflanzt werden. Gemeinsam mit den Versorgungsträgern wurden die Netze für eine Stromversorgung, Straßenbeleuchtung, Telekommunikation, Breitband und Gas aufgebaut. In den Wintermonaten kann der aufgenommene Bau der Verkehrswege fortgesetzt werden.
Parallel zur Erschließung sind eine ganze Reihe von externen Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen umzusetzen. So ist beispielsweise bereits nahe dem alten Wasserwerk ein neuer Lebensraum für die umgesiedelten, geschützten Zauneidechsen angelegt worden. Ferner wurde auf dem ehemaligen Kläranlagengelände der frühere Emscherbunnen zurück gebaut. Weitere Schritte zur Nutzungsextensivierung landwirtschaftlicher Flächen und zur Eingrünung von Straßen und des westlichen Ortsrandes folgen. (jd)
Fotos: Gemeinde
Bürgermeister Stefan Weisbrod und Vertreter des Gemeinderates, Kompetenzteams und beteiligten Baufirmen beim gemeinsamen ersten Spatenstich für ein neues Wohnbaugebiet
Bürgermeister Stefan Weisbrod und Vertreter des Gemeinderates, Kompetenzteams und beteiligten Baufirmen beim gemeinsamen ersten Spatenstich für ein neues Wohnbaugebiet "Herten II"
Die Erschließungsarbeiten am östlichen Ortsrand sind bereits weit voran gekommen
Die Erschließungsarbeiten am östlichen Ortsrand sind bereits weit voran gekommen
Kirchen planen neue Gemeindehäuser
Das Josefshaus mit angeschlossenem Saal in der Schulstraße 16 gehört als beliebte Veranstaltungsstätte der Vergangenheit an. Das Gebäude wird derzeit umgebaut und künftig ein Architekturbüro beherbergen. Die katholische Kirchengemeinde will bei der katholischen Kirche an Stelle des bisherigen Don Bosco Hauses ein neues Gemeindehaus bauen. Momentan wartet die Kirchengemeinde auf die kirchenrechtliche Genehmigung des Ordinariats Freiburg. Der Gemeinderat hatte im Dezember 2015 beschlossen, sich an 10 % der Gesamtkosten, max. 175.000 Euro, finanziell zu beteiligen.
Auch beim Lutherhaus geht es weiter. Im Mai hatte der Gemeinderat eine Beteiligung an einem erweiterten Neubau des Lutherhauses auf Eis gelegt. Stein des Anstoßes war die vom EOK vorgelegte Nutzungsvereinbarung. Deshalb hat die evangelische Kirchengemeinde jetzt mit der Planung eines rein kirchlichen Gemeindehauses mit einer Gesamtgrundfläche von ca. 350 qm begonnen. Zur Planung wird es einen Architektenwettbewerb geben. Die Architekten sollen eine Erweiterungsoption für ein größeres Haus in ihren Entwürfen vorsehen. Am 22. Juni 2017 wird ein Entwurf „gekürt“ werden.
Foto: Katrin Dietrich
An Stelle des Don Bosco Hauses soll ein neues Josefshaus errichtet werden
An Stelle des Don Bosco Hauses soll ein neues Josefshaus errichtet werden
Klettern und Spielen auf einer Burganlage in der Wörsch
Fünf Monate hat es gedauert, um das hässliche Entlein „Spielplatz Wörschgasse“ in einen schönen Schwan, nämlich in einen attraktiven Erlebnisbereich für die Kleinen zu verwandeln. Bei der offiziellen Einweihung Anfang Mai waren nicht nur die Jüngsten restlos davon überzeugt, dass sich die zehrende Wartezeit gelohnt hat.
Das großzügige und ansprechend modellierte Gelände bietet viel Platz zum Toben, aber auch Rückzugsbereiche für begleitende Eltern. Hoch droben auf einem Erdhügel wartet eine Burganlage darauf, vom Nachwuchs erobert zu werden. Sie bietet unterschiedliche Kletter- und Balanciermöglichkeiten und eine aus sechs Metern nach unten führende Edelstahlrutsche. Schaukeln, Wasserlauf und Sandmatschplatz komplettieren das abwechslungsreiche Angebot der Spielemöglichkeiten für verschiedene Altersklassen. Alle Geräte und Bauwerke sind Unikate aus hochwertigem Robinienholz und keineswegs von der Stange.
Die Besucher können sich ganz nach eigenem Gusto auf dem grünen Rasen nieder lassen oder aber an Tischen und Sitzbänken Platz nehmen. Mehrere wind- und wetterfeste Sonnensegel bieten ausreichenden Lichtschutz.
Die Konzeption war von einem Arbeitskreis, Eltern, Schule und Kindergärten gemeinschaftlich entwickelt worden. Ihre Umsetzung hat sich die Gemeinde mehr als 100.000 Euro kosten lassen. (jd)
Fotos: Dorothea Lenhardt (1), Gemeinde (1)
Die abwechslungsreiche Ausstattung und ein großzügiges Platzangebot ziehen viele Nutzer an
Die abwechslungsreiche Ausstattung und ein großzügiges Platzangebot ziehen viele Nutzer an
Bei der offiziellen Einweihung des Spielplatzes war die Freude der Kinder groß
Bei der offiziellen Einweihung des Spielplatzes war die Freude der Kinder groß
Hauptstraße über Ostern voll gesperrt
Der Osterhase hatte dem Gemeindebauhof ein dickes Ei ins Nest gelegt: ein am Gründonnerstag-Nachmittag in Höhe der Volksbank festgestellter Wasserrohrbruch machte es notwendig, die erst im September 2015 neu aufgebrachte Asphaltdecke der Hauptstraße jetzt schon zum zweiten Mal zu öffnen.
Die unmittelbare Folge war eine Vollsperrung der Hauptstraße im Baustellenbereich, die sich über das komplette Osterwochenende und noch darüber hinaus hinzog. Eine innerörtliche Umleitung führte über die Ziegel-, Alte Friedhof- und Kirchenstraße und verursachte dort zeitweise chaotische Verhältnisse. Denn auch die Linienbusse zwängten sich durch die engen Seitenstraßen.
Der Bauhof konnte zwar mit einem Notfallteam der Bauunternehmung Walter Sailer aus Sandhausen schon am Gründonnerstagabend gegen 21.00 Uhr den Leitungsschaden beheben. Dennoch blieb die Hauptstraße noch bis nach Ostern gesperrt, weil erst dienstags die Tragschicht eingebaut und am Folgetag die Deckschicht aufgetragen werden konnte.
Foto: Gemeinde
Arbeitskreis Wersau will Historie auf der Burg Wersau erlebbar machen
Seit sechs Jahren arbeitet der AK Burg Wersau beständig und mit sichtbarem Erfolg an der archäologischen Erforschung der Reilinger Historie, im Besonderen der ehemaligen Burg Wersau. Stets mit dem Ziel vor Augen, einen Archäologiepark zu installieren und den Besuchern einen möglichst umfassenden Einblick in die beeindruckende Größe und historische Bedeutung des ehemals imponierenden regionalen Bauwerks zu geben. Die ehrenamtlich tätigen Laien werden dabei von Grabungsleiter Justin Schmidt unterstützt und angeleitet.
Auch die Universität Heidelberg engagierte sich im Frühjahr erneut mit einer Lehrgrabung in Reilingen, bei der sich über 20 Studenten in einem sechswöchigen Praktikum mit der archäologischen Arbeit vertraut machten. Ein eigenes Grabungsfeld beanspruchte von April bis Oktober die Archäologie – AG des Hockenheimer Gauß-Gymnasiums, mit der seit dem vergangenen Jahr eine Kooperation eingegangen wurde. Über 260 Kinder regionaler Gymnasien nutzten im Jahresverlauf das Gelände als „Grünes Klassenzimmer“. Sie erhielten einen theoretischen und praktischen Einblick in die Arbeit der Archäologie.
Die spannende Spurensuche verzeichnet auch bei der diesjährigen Grabungskampagne spektakuläre Funde, die das Verständnis der Zusammenhänge mehren. So vermittelten beispielsweise der frei gelegte Mühlkanal aus dem Jahr 1568 und die Mühlensteine eine sehr viel komplexere Geschichte der Mühle, als ursprünglich angenommen. Die Grabungen an der äußeren Burgbefestigung lassen die Geschichte des Ortes anhand von Keramik bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen, während ein gut erhaltenes Turmfundament aus dem 14. Jahrhundert das älteste bislang gefundene Gebäude darstellt. (jd)
Foto: Justin Schmidt
Studierende der Uni Heidelberg beim Freilegen des burgzeitlichen Hofpflasters
Studierende der Uni Heidelberg beim Freilegen des burgzeitlichen Hofpflasters
Übergänge der Hauptstraße den Bedürfnissen geh- und sehbehinderter Menschen angepasst
Von dieser Neuerung profitieren alle Bürgerinnen und Bürger, allen voran Menschen mit einem Handicap, ältere Mitbürger, aber auch Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Gehhilfen oder schwerem Gepäck.
Im Juli hat die Gemeinde sämtliche Fußgängerquerungen im Verlauf der Hauptstraße barrierefrei herrichten lassen. Ein etwa ein Meter breiter, abgesenkter Bordstein erleichtert den Straßenübergang. Ein unmittelbar hinter dem Bordstein verlegtes, taktiles Pflaster ist für Sehbehinderte eine gute Orientierungshilfe.
„In Reilingen wurde schon viel für die Barrierefreiheit getan“, bestätigt Volker Wunsch als Ortsvorsitzender des VdK-Sozialverbandes, der sich als größte Selbsthilfeorganisation nachhaltig für die Rechte älterer, behinderter und chronisch kranker Menschen einsetzt. Zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Veranstaltungsstätten, vom Rathaus und den Fritz-Mannherz-Hallen bis hin zu Arztpraxen, Banken und Kirchen seien problemlos auch mit körperlichen Einschränkungen erreichbar. Ein speziell aufgelegtes Faltblatt informiere über alle notwendigen Details, wie Rampe, Fahrstuhl et cetera. Auch im öffentlichen Verkehrsraum habe sich einiges zum Besseren gewendet. Bei allen Tiefbauprojekten der Gemeinde sei eine Barrierefreiheit mittlerweile Standard. (jd)
Foto: Gemeinde
VdK-Ortsvorsitzender Volker Wunsch (li.) und Schwerbehinderten-Obmann Nikolaus Streck testen die Praxistauglichkeit der barrierefreien Übergänge in der Hauptstraße
VdK-Ortsvorsitzender Volker Wunsch (li.) und Schwerbehinderten-Obmann Nikolaus Streck testen die Praxistauglichkeit der barrierefreien Übergänge in der Hauptstraße
Mit dem Bus nach St. Leon-Rot
Im Rahmen der Sanierung der Haydnallee wurde die Einmündung zur Hauptstraße mit einem Minikreisel ausgebaut. Nur vier Wochen brauchte die Firma Carsten Grimmig GmbH zum Bau des kreisrunden Bauwerks. Dies ermöglichte die Anbindung von Reilingen an die Buslinie 719 (Rot-Malsch Bahnhof – St. Leon-Rot – Neulußheim Bahnhof). Fuhr der Bus bislang an der Spargelgemeinde vorbei, hält er jetzt am Sportplatz und bietet seit Juli werktags im Halbstundentakt eine schnelle Verbindung zum Gewerbegebiet Rot und zum S-Bahnhof Rot-Malsch und damit nach Heidelberg.
Bürgermeister Stefan Weisbrod freut sich über die Triple-Win-Situation: „Sowohl Verkehrsfluss, Verkehrssicherheit und öffentlicher Personennahverkehr profitieren von dem neuen Kreisel.“
Die Kosten für den Umbau des Knotenpunktes incl. Bushaltestelle beliefen sich auf rund 240.000 Euro. Die jährliche Mehrbelastung für die Mitfinanzierung der Buslinie liegt bei rund 22.000 Euro.
Foto: Gemeinde
Festliche Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges „Gerätewagen-Logistik 2“
Bereits im Jahr 2012 beschloss der Gemeinderat, das 35 Jahre alte Löschfahrzeug LF8 durch ein neues und effizienteres Fahrzeug, dem „GW-L2“, zu ersetzen.
Trotz der zweimaligen Ablehnung der Zuschussanträge für die Neuanschaffung des Fahrzeuges hielt die Gemeinde Reilingen an dem Entschluss fest, auch ohne finanzielle Hilfe von außerhalb, in die Sicherheit der Reilinger Bürger zu investieren.
Am 7. Oktober 2016 konnte der GW-L2, nach einer zweijährigen Planungsphase des Feuerwehrausschusses, schließlich an die Freiwillige Feuerwehr feierlich übergeben werden. Kommandant Markus Piperno ist Stolz auf die zeitgemäße Ausstattung und die großzügigen Beladungsmöglichkeiten des Fahrzeugs.
Da der GW-L2 der Einzige in den umliegenden Gemeinden ist, soll dieser auch verstärkt zur Überlandhilfe eingesetzt werden. Nach der offiziellen Übergabe folgte die ökumenische Weihe des Fahrzeugs durch Dekan Jürgen Grabetz von der Seelsorgeeinheit Hockenheim und dem evangelischen Pfarrer Jörg Hirsch.
Umrahmt wurde die Fahrzeugübergabe durch den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr.
Foto: Katrin Dietrich
Landesstraße 599 wird zum 01. Oktober zur Gemeindestraße
Seit 01. Oktober ist die Gemeinde für weitere 2.700 laufende Meter Straßenfläche verantwortlich. Das Land Baden-Württemberg hat ihr die Straßenbaulast für die vorherige Landesstraße 599 übertragen, die jetzt die Qualifikation einer Gemeindestraße erhalten hat. Der Deal beschert der Gemeindekasse eine ungeplante Einnahme von rund 436.000 Euro, der allerdings für den Ausgleich von Unterhaltungsrückständen bestimmt ist.
Schon im September des Vorjahres war die Gemeinde von der Absicht informiert worden, die Landesstraße 599 zwischen dem Abzweig L 546 (Verkehrskreisel) im Süden und der L 723 im Norden komplett umzuwidmen. Nach Abstufung der Bundesstraße 36 zur Landesstraße 560 erfülle die Landesstraße 599 nicht mehr ihre seitherige Funktion, so der Tenor der Entscheidung des Landesverkehrsministeriums.
Mit der Umwidmung der Ortsdurchfahrt zur Gemeindestraße wird es möglich, die im Jahresverlauf 2017 anstehende Sanierung der Hockenheimer Straße mit Straßenbau, Wasserleitungs- und Kanalbauarbeiten in Eigenregie der Gemeinde durchzuführen. Dabei werden voraussichtlich mehr als eine halbe Million allein für die Wasserver- und Abwasserentsorgung aufgewendet werden müssen. Eine mehrmonatige Vollsperrung der Hockenheimer Straße dürfte sich bei der Umfänglichkeit der Tiefbauarbeiten nicht vermeiden lassen. (jd)
Foto: Gemeinde
Die zur Gemeindestraße abgestufte Hockenheimer Straße soll 2017 mit großem Aufwand saniert werden
Die zur Gemeindestraße abgestufte Hockenheimer Straße soll 2017 mit großem Aufwand saniert werden
Bauträger schließt Baulücke in der Hauptstraße 71 – 75
Seit Jahren wartet mitten im Ort eine Baulücke darauf, bebaut zu werden. Die Vorstellungen eines Bauträgers ließen sich allerdings lange Zeit nicht mit den Vorgaben des Bebauungsplanes in Einklang bringen. Jetzt ist es der Gemeinde gelungen, den gordischen Knoten zu zerschlagen. Ein in der Kubatur reduziertes Bauvolumen und der Verkauf einer kommunalen Randfläche von 265 Quadratmetern ermöglichen endlich den lange erwarteten Lückenschluss.
Die Bauplanung für das Grundstück in der Hauptstraße 71 bis 75 umfasst zwei Mehrfamilienhäuser mit Garagen und Stellplätzen. Das der Hauptstraße zugewandte Haus soll von zwei jungen Familien bewohnt und das Hinterhaus mit sechs barrierefreien Wohnungen ausgestattet sein. Baustart ist im zeitigen Frühjahr. (jd)
Foto: Gemeinde
 In der Hauptstraße 71 - 75 wird demnächst gebaut
In der Hauptstraße 71 - 75 wird demnächst gebaut
Schnelleres Internet für Reilingen
Schnelle Internetverbindungen – sie stellen heute eine Basisversorgung der Bevölkerung da, wie vor 100 Jahren das Verlegen von Wasserleitungen. Flächendeckende Breitbandanschlüsse stellen einen klaren Standortvorteil dar – nicht nur für die Industrie. Auch Heimarbeitsplätze, Fernsehen über Internet oder die virtuellen Clouds sind ohne schnelles Internet undenkbar.
Die Telekom hat in die Reilinger Infrastruktur investiert. Der ehemalige Staatsbetrieb hat 2016 für rund eine halbe Million Euro in Reilingen die Technik verbessert. Insgesamt wurden 3.000 m Glasfaserleitungen verlegt und acht Multifunktionsgehäuse überbaut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit der Vectoring-Technik kann die Telekom VDSL anbieten. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 MBit/s und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.
Allerdings können nicht alle rund 3.500 Reilinger Haushalte von den verbesserten Bedingungen profitieren. Da die Telekom 2013 die Gewerbegebiete Hägebüch und Rott sowie die Ortserweiterung Nord-West mit einem Zuschuss der Gemeinde auf VDSL-Geschwindigkeit ausgebaut hat, darf dort noch kein Vectoring angeboten werden. Die Regulierungsbehörde erlaubt erst nach sieben Jahren einen weiteren Ausbau.
Bereits Anfang 2016 hatte die Telekom ihr Funknetz auf LTE-Niveau ausgebaut. Long Term Evolution, kurz LTE, ist die vierte Mobilfunkgeneration. Der Vorteil: Fotos, E-Mails und Musikdateien können einfach über die Luft verschickt werden - und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz.
Allerdings hätte die Telekom ohne die Breitbandinitiative des Rhein-Neckar-Kreises und der Gemeinden sicherlich nicht so schnell reagiert: „In wenigen Jahren wird fibernet.rn alle Reilinger Haushalte an sein Glasfasernetz anschließen“, informiert Bürgermeister Stefan Weisbrod über das Fernziel des Zweckverbandes.
Dabei wird in einem ersten Schritt derzeit ein Backbone-Netz gebaut. Jede Gemeinde wird per Ringleitung in das überörtliche Glasfasernetz eingebunden. Dies bedeutet später eine hohe Ausfallsicherheit.
Innerörtlich wird das Neubaugebiet „Herten II“ bereits jetzt mit den schnellen Leitungen des Zweckverbands fibernet.rn ausgestattet. Profitieren können auch Hauseigentümer, deren Anwesen entlang des Backbone-Netzes liegen. Sie können bereits Anfang 2017 an das Glasfasernetz anschließen. Eine flächendeckende Versorgung bis zu den einzelnen Gebäuden wird in 3 bis 5 Jahren erfolgen.
Foto: Gemeinde
 Viele Gehwege im Ort mussten zur Leitungsverlegung geöffnet werden
Viele Gehwege im Ort mussten zur Leitungsverlegung geöffnet werden
Trauriges Ende für Reilinger Storchenpaar
Eigentlich hatte schon niemand mehr daran geglaubt. Aber als „Storchenvater“ Dieter Rösch vom BUND Anfang Juni die erfreuliche Nachricht verbreitete, dass sich bei dem Reilinger Storchenpaar gleich doppelter Nachwuchs eingestellt hat, war die Freude in der Gemeinde groß. Die Aufzucht der Jungvögel entwickelte sich prächtig und war Tagesgespräch. Dann der unerwartete, herbe Rückschlag. Ein schweres Unwetter wurde einem Elterntier und dem Nachwuchs zum Verhängnis. Das andere Elterntier zog vom Nest ab.
Gemeinde, BUND und NABU hatten 2015 mit großem Optimismus das gemeinsame Projekt zur Wiederansiedlung des Weißstorches auf Reilinger Gemarkung gestartet. Unter fachkundiger Anleitung des erfahrenen Walldorfer Storchenexperten Günter Keim war in den Kisselwiesen eine Plattform auf einem 14 Meter hohen Mast installiert worden. Als sich dann schon im folgenden April ein junges Storchenpaar den Horst als Nistplatz aussuchte, war das eine riesige Überraschung, denn frühere Ansiedlungsversuche waren regelmäßig fehlgeschlagen.
Nach dem diesjährigen Drama hoffen alle Beteiligte, dass im kommenden Frühjahr ein weiteres Storchenpaar an dem künstlich geschaffenen Nistplatz Gefallen findet und eine Familie gründet, die in Reilingen auf Dauer heimisch wird. (jd)
Foto: Werner Klefenz
Meister Adebar war für mehrere Monate Gast in den Kisselwiesen. Ein schweres Unwetter machte der Idylle ein dramatisches Ende
Meister Adebar war für mehrere Monate Gast in den Kisselwiesen. Ein schweres Unwetter machte der Idylle ein dramatisches Ende
Bürgerkriegsflüchtlinge in Reilingen willkommen geheißen
Nachdem in Reilingen bereits seit 2014 Flüchtlinge aus Syrien und Gambia in zwei vom Rhein-Neckar-Kreis angemieteten Gebäuden untergebracht leben, sind seit Ende 2015 im ehemaligen Stas-Gebäude in der Carl-Bosch-Straße rund 140 Personen untergebracht. Dazu hat der Rhein-Neckar-Kreis ein weiteres privates Gewerbegebäude in der Sauerbruchstraße 3 angemietet. Dort sind seit Oktober 2016 34 Personen untergebracht, die vorher im Stas-Gebäude lebten. Aus dem Verbrauchermarkt in der Wilhelmstraße 86 wird im neuen Jahr eine Asylantenunterkunft. Der Kreis will das ehemalige Marktgebäude umbauen und insgesamt 17 Wohneinheiten für jeweils maximal vier Personen schaffen.
Stolz ist die Gemeinde, dass über 50 Reilinger in verschiedenen Arbeitskreisen die Sozialarbeiterinnen des Rhein-Neckar-Kreises und die Mitarbeiter des Rathaussozialamtes bei der Betreuung der Menschen ehrenamtlich unterstützen.
Foto: Gemeinde
 In der Sauerbruchstr. 3 sind aktuell 34 Personen untergebracht
In der Sauerbruchstr. 3 sind aktuell 34 Personen untergebracht
Ihre Handschrift tragen viele Mauern im Ort
Es gehörte eine ordentliche Portion Mut dazu, im Jahr 1991 eine eigene kommunale Wohnungsbaugesellschaft (KWG) zu gründen. Heute, 25 Jahre später, will die Spargelgemeinde auf diese jedoch nicht mehr verzichten.
In 25 Jahren seit der Unternehmensgründung hat die KWG eine zentrale Rolle in der Gemeindeentwicklung eingenommen und wichtige Akzente gesetzt. Die Gesellschaft hat den Kindergarten St. Josef und ein Wohnhaus gebaut. Sie nennt insgesamt 53 Wohnungen, davon sieben Mietwohnungen in zwei Objekten und 46 Zimmer in einem Obdachlosen- und Flüchtlingswohnheim ihr Eigen. Weitere Projekte, sei es bei dem 1995/96 zu einem Verwaltungszentrum ausgebauten Rathausgebäude unter Einschluss des ehemaligen Schulhauses, oder aber 2010 beim Bau eines Einkaufsmarktes mitten im Ort, tragen die Handschrift dieser hundertprozentigen Gemeindetochter.
Auf ihr Konto gehen beispielsweise die Wohnbaugebiete „Holzrott IV“ (2003) und „Nachtwaid (2000)“, die Teilerschließung „Fröschau/Wörsch“ (2005) sowie das Gewerbegebiet „Rott“ (1999). Aktuell beschäftigt sich das kommunale Unternehmen mit der Baulandentwicklung „Herten II“ wie auch mit der Innenbereichsentwicklung „Am Rathaus“.
Mit Blick auf die aktuelle Bilanzsumme von rund 3,5 Mio. Euro und anhaltend guten Jahresergebnissen mit schwarzen Zahlen hat Geschäftsführer Christian Bickle die Zukunft fest im Blick. „Das Unternehmen steht gut da und hat eine stabile, finanzielle Basis“. Dabei gibt es noch viel zu tun. Erneuerungsbedarf zeichnet sich beispielsweise beim Rathausgebäude ab. Verteilt auf mehrere Jahre erfordern ein Umbau des Bürgerbüros, des Eingangsbereichs, der Heizung, der Einbau neuer Fenster und die Aktualisierung der Netzwerktechnik Investitionen von mehr als 1,6 Millionen Euro. Spätestens 2019 hat sich die KWG auch den Bau eines neuen Wohngebäudes vorgenommen und in der Finanzplanung rund eine Million Euro eingestellt.
Foto: Gerhard Pfeifer
Fest- und Ehrengäste der Jubiläumsfeier (v.l.): Peter Bresinski, Karl Weibel, Anna-Lena Großhans, Peter Kneis, Bürgermeister Stefan Weisbrod, Walter Klein, Pius Rohr, Helmut Müller, Silvia Vögtle, Jens Pflaum und Geschäftsführer Christian Bickle
Fest- und Ehrengäste der Jubiläumsfeier (v.l.): Peter Bresinski, Karl Weibel, Anna-Lena Großhans, Peter Kneis, Bürgermeister Stefan Weisbrod, Walter Klein, Pius Rohr, Helmut Müller, Silvia Vögtle, Jens Pflaum und Geschäftsführer Christian Bickle
Ehre, dem Ehre gebührt
Auf Beschluss des Gemeinderates Reilingen verlieh Bürgermeister Stefan Weisbrod am 28. Februar dem Ortshistoriker und Pädagogen Philipp Bickle und Bürgermeister a.D. Walter Klein die höchste Auszeichnung, die die Gemeinde Reilingen zu vergeben hat: Das Ehrenbürgerrecht. Diese Auszeichnung der ersten Klasse würdigt ihr langjähriges beispielhaftes Verhalten und bürgerschaftliches Engagement, mit dem beide sich um Reilingen verdient gemacht haben. Die beiden echten Reilinger „Ur-Gesteine“ Philipp Bickle und Walter Klein stehen damit nun in einer Reihe mit Adolf Ritzhaupt, Franz Riegler, Ludwig Römpert, Dr. Lea Ueltzhöffer, Fritz Mannherz sowie Helmut Müller.
Leider verstarb Hildegard Bickle wenige Tage, nachdem sie der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an ihren Ehemann Philipp beigewohnt hatte. Die Ehrung und Würdigung als „Ehrenbürgerpaar“ gebührte der beliebten Pädagogin, die ihren Ehemann im historischen Kleid stets begleitend unterstützte – und sich innerhalb seines Wirkungsradius immer in ruf- und hörbarer Reichweite aufhielt, in Wartehaltung für den nächsten Einsatzbefehl.
Am 17. April hat Willi Ehringer zu seinem 55jährigen Dirigentenjubiläum den erstmals verliehenen Ehrenring der Gemeinde für sein Lebenswerk erhalten. Er ist Garant einer glanzvollen Musik und als Botschafter der Musik weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Daneben hat Willi Ehringer den Musikverein Harmonie zu seiner fortwährenden Herzensangelegenheit gemacht und damit den Grundstein für eine über ein halbes Jahrhundert andauernde hohe musikalische Kultur in unserer Gemeinde und weit darüber hinaus gelegt.
Im Januar 2016 war Walter Astor von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für sein vielseitiges Wirken im Ehrenamt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Dabei stellt Astor sich – unter anderem – seit 56 Jahren als Kassier allen finanziellen Herausforderungen des Turnerbunds Germania, war Gemeinderat sowie 30 Jahre evangelischer Kirchengemeinderat und arbeitet seit 1975 im Gutachterausschuss. Für Astor war der Dienst am Nächsten immer reinste Ehrensache, er ist ein leuchtendes Beispiel gelebten ehrenamtlichen Engagements.
Fotos: Katrin Dietrich, Staatsministerium Baden-Württemberg, Alexander Hartmann
Zahlreiche Vereinsjubiläen gefeiert
Das Jahr 2016 bedeutete für einige Reilinger Vereine denkwürdige Geburtstage. Für den Obst- und Gartenbauverein war das 90-jährige Bestehen freudiger Grund genug, sein traditionelles Gartenfest gleich um einen Tag zu verlängern. Gefeiert wurde vom 03. bis 05. September bei „bestem Gärtnerwetter“ mit Sonne, Wind und Regen.
Der Musikverein Harmonie wurde ebenfalls 90 Jahre alt und lud zur Ehrungsmatinee am 16. April 2016 in die Aula der Friedrich-von-Schiller-Schule. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Kapelle unter der Leitung von Willi Ehringer natürlich selbst. Ihm wurde an diesem Morgen der Ehrenring der Gemeinde durch Bürgermeister Stefan Weisbrod verliehen.
Der Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner (VdK) berät und betreut seit nunmehr 70 Jahren seine Mitglieder. Des Anlasses würdig feierte der VdK am 21. Mai 2016 in großer Runde in den Fritz-Mannherz-Hallen, unterhalten von einem bunten Programm.
Der evangelische Posaunenchor umrahmte am Pfingstsonntag den Festgottesdienst und Pfarrer Jörg Hirsch gratuliert für die Kirchengemeinde zum 30-jährigen Bestehen. Der krönende Abschluss des Jubeljahres fand am 18. Dezember 2016 in Form eines Advents- und Weihnachtsliedersingens in der Weinbrennerkirche statt.
Mit der Gründung der Musikfreunde Reilingen vor 25 Jahren setzten diese ihren Wunsch nach Selbständigkeit in die Tat um, nachdem sie ursprünglich der Feuerwehrkapelle zugehörig zählten. Sie bewiesen mit dem Jubiläumskonzert am 29. Oktober 2016 in gewohnter Manier ihr großes Können in der Aula der Friedrich-von Schiller-Schule. Am 10. Juli 2016 verwandelten sie Reilingen in das „Badische Mekka der Blasmusik“. Auf der Grünfläche vor den Fritz-Mannherz-Hallen spielten nach einem Sternmarsch durch die Spargelgemeinde über 300 Musikerinnen und Musiker unter dem Dirigat von Simon Metzger unter anderem das Badner Lied.
Foto: Musikfreunde
„Der Wald lebt und wir leben mit ihm“
Dieses treffende Zitat bringt den Hintergrund des ersten großen Waldtags in der „Schwetzinger Hardt“ am 18.09.2016 auf den Punkt. Gemeinsam mit dem Kreisforstamt des Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Walldorf bot Reilingen zahlreichen Besuchern die Möglichkeit den Wald auf eine ganz neue Art und Weise zu entdecken.
Von der Bürgerbegegnungsstätte aus führte ein etwa drei Kilometer langer Rundkurs zu 27 Stationen mit ganz unterschiedlichen Angeboten und Themen: Waldbewirtschaftung und Holzverwendung, Holzsägekünstler, Bogenschießen- und Seilkletter-Aktionen, Führungen zur Waldgeschichte und zum Naturschutz, Informationen zum Klimawandel und vieles mehr stehen auf dem Programm. Etwas abseits des Rundkurses lag die Station "Stiller Wald", wo ökumenische Andachten, Entspannungsübungen und Lesungen stattfanden.
Die Idee war, die Menschen aus unserer Region für den Wald zu begeistern. „Der Wald lebt und wir leben mit ihm!“, erklärten die Walldorfer Bürgermeisterin Christiane Staab und Bürgermeister Stefan Weisbrod. Sie luden die Bürger ein, die Schwetzinger Hardt zu erkunden. Mit einer Fläche von rund 3.125 Hektar ist die Schwetzinger Hardt das größte regionale Waldschutzgebiet mit Erholungswald in Baden-Württemberg. Für die Menschen der sieben Hardtgemeinden liegt die Besonderheit direkt vor der Haustür. Die Schwetzinger Hardt ist nicht zuletzt dank eines toll ausgebauten Wander-, Rad- und Reitwegenetzes ein Erholungsraum des gesamten Rhein-Neckar-Kreises. Einzigartig ist das „Reilinger Eck“ mit seiner Sandflora und Fauna, die maßgebend für die Natur- und Artenvielfalt sind und darüber hinaus einen besonderen Schutz bedürfen.
Für ein abwechslungsreiches Programm und das kulinarische Wohl an der Bürgerbegegnungs- und Veranstaltungsstätte sorgten zahlreiche Reilinger Vereine.
Foto: Andreas Greiner
Änderungen in der Schullandschaft
Ein zentrales und zukunftsweisendes Thema für Gemeinderat und Verwaltung war die Weiterentwicklung der Friedrich-von-Schiller-Schule. Bereits wenige Jahre nach der der Einführung der Ganztagsschule Reilingen sind weitere Schulentwicklungsmaßnahmen durch schulpolitische Veränderungen notwendig.
Durch den Wegfall der Grundschulempfehlung hat sich das Schulwahlverhalten deutlich verändert. Rückläufige Schülerzahlen, insbesondere an den Werkrealschulen, waren die Folge. Während die Werkrealschule Reilingen - Lußheim bis zum Schuljahr 2013/14 dauerhaft und stabil zweizügig war, treten seit dem Schuljahr 2014/15 nur noch 16 Kinder auf die Werkrealschule Reilingen über. Reilingen ist die letzte von ursprünglich fünf Werkrealschulen im Bereich Schwetzingen/ Hockenheim!
Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, eine Gemeinschaftsschule einzurichten. Im aktuellen Schuljahr besuchen 47 von 180 Schülern aus der Verwaltungsgemeinschaft Gemeinschaftsschulen in Oberhausen-Rheinhausen, St. Leon-Rot, Waghäusel oder Ketsch. Kennzeichen sind längeres gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten sowie eine starke individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Notwendig dazu wird ein Anbau um fünf Klassenzimmer und eine Mensa. Diese neue Schule startet ab dem Schuljahr 2018/19.
Enttäuscht war man vom Neulußheimer Ratsgremium, das sich mehrheitlich gegen die Etablierung dieser Schulart ausgesprochen hatte. Fast logische Konsequenz war, dass der Standort Neulußheim der Werkrealschule geschlossen wurde. Für die Schulleitung hatte es einen großen Aufwand bedeutet, die in Neulußheim verbliebenen drei Klassen zu betreuen.
Weiter investiert hat die Gemeinde auch in den Ganztagsbetrieb. Nachdem sich im ersten Jahr bereits 70 % der Eltern für den Ganztagsbetrieb in der Grundschule entschieden haben, stieg diese Quote im aktuellen Schuljahr sogar auf 80 %. Auch deshalb musste die Mensa in den Fritz-Mannherz-Hallen um einen dritten Raum erweitert werden. Seit September wird das Foyer der Sporthalle mitgenutzt. Angeschafft wurden auch weitere Kühlschränke sowie Kühlstationen. Damit kann das Küchenteam das frisch gekochte Essen noch abwechslungsreicher und gesünder gestalten. In der Mensa wurden die Mineralwasserflaschen durch einen ökologisch und ökonomisch vorteilhafteren Trinkwasserautomaten ersetzt.
Für die kommunale Betreuung wurden Go-Karts angeschafft. Im Schulhof hat der Förderkreis Schiller-Schule eine viersitzige Doppelwippe finanziert. Stetig steigend sind auch die Anmeldezahlen für die kommunale Ferienbetreuung. Die Kinder können jeden Tag aus bis zu drei verschiedenen Angeboten wählen und lernen hierbei spielerisch lebenspraktische Fähigkeiten.
Fotos: Gemeinde
Das Team der kommunalen Betreuung in der Schule wurde in den letzten Jahren deutlich aufgestockt
Das Team der kommunalen Betreuung in der Schule wurde in den letzten Jahren deutlich aufgestockt
Ringer steigen in Regionalliga auf
Die Ringerkampfgemeinschaft Reilingen/Hockenheim hatte es geschafft: Nach einer spannenden Saison 2015/16 lang sie bis zum vorletzten Kampf punktgleich mit dem KSV Ketsch. Im vorletzten Ringen konnten sich die RKG vorzeitig den Meistertitel in der Oberliga sichern. Damit besiegelte sie den Aufstieg in die Regionalliga Baden-Württemberg. Der Geschäftsführer der RKG Michael Müller sieht den Erfolg als „Bestätigung der Arbeit des gesamten Vereins“. Mit einer Mischung aus Talent, Erfahrung und Erfolgshunger ist das erste Ziel der Klassenerhalt. Die Chancen stehen dafür nicht schlecht.
Foto: Werner Klefenz
Neue Wege bestreiten
Im November 2015 hatte der Gemeinderat beschlossen, die neue Kindertagesstätte im Neubaugebiet „Herten II“ in kommunaler Trägerschaft zu betreiben. Da keine der fünf Betreuungseinrichtungen von Kirche und privater Hand freie Angebotskapazitäten hatte, ja sogar je nach Stichtag eine unbefriedigte Nachfrage zu verzeichnen war, wurde nicht einmal ein Jahr später zum 01. September 2016 eine erste Gruppe eingerichtet. Bis der Neubau der Kindertagesstätte im Baugebiet „Herten II“ steht, ist die provisorische Kindergruppe der Gemeinde im E-Gebäude der Friedrich-von-Schiller Schule untergebracht.
Die Gemeinde bietet zunächst eine altersgemischte Gruppe mit 15 Kindern an. Davon werden maximal fünf Kinder unter drei Jahren betreut. Die Plätze konnten in kurzer Zeit vergeben werden.
Parallel dazu nimmt das Projekt der neuen kommunalen viergruppigen Einrichtung planerisch Stück für Stück Gestalt an. Das kompakte Gebäude kann um eine fünfte Gruppe erweitert werden, wenn im Obergeschoss ein Gruppen- und Kreativraum umgewidmet werden. Für den Neubau wurde ein Kostendeckel von 2,785 Mio. Euro vereinbart.
Visualisierung: Architekturbüro Vögele
Foto: Lenhardt

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