Aus dem Rathaus

Sanierung der alten Brücke aus gelben und roten Steinen
Sanierung der alten Brücke aus gelben und roten Steinen

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Das Staatliche Forstamt Schwetzingen lässt seit Juli in der Unteren Lußhart die "Alte Sandsteinbrücke" sanieren. Ab Mitte September soll die Brücke wieder frei begehbar sein.

Als im Sommer 2003 der Kriegbach nur sehr wenig Wasser führte, war die Gelegenheit zu einer turnusgemäßen Reparatur aller Brücken im Staatswaldrevier "Untere Lußhart" günstig.

Während die Holzbrücke jedoch komplett neu aufgebaut werden musste, rechnete man bei der "Alten Sandsteinbrücke" am "Judenweg" zwischen Reilingen und Kirrlach zunächst nur mit wenigen Schadstellen. Schon bei den ersten Reparaturarbeiten wurden aber von außen nicht sichtbare Risse im Mauerwerk entdeckt.

Damit war für Daniel Weissgärber vom Staatlichen Forstamt Schwetzingen und für Erhard Brandsch von der Forstdirektion Freiburg klar: um die Brücke dauerhaft erhalten zu können, ist eine umfassende Sanierung notwendig. Mit der professionellen Umsetzung wurde daraufhin die Firma Grötz aus Gaggenau beauftragt.

"Die Sanierung der historischen Brücke ist für die Forstverwaltung ein finanzieller Kraftakt, aber er ist ein wichtiger Beitrag zur Landeskultur", so Sebastian Eick, Leiter des Forstamts Schwetzingen. Die Sanierungskosten werden etwa 70 000 Euro betragen.

Vermutlich vor 200 Jahren, als um 1800 der Kriegbach als Hochwasserentlastungsgraben für den Kraichbach geschaffen wurde, baute man auch die Sandsteinbrücke. Nach der Freilegung des Brückenbogens trat jetzt zutage, dass die Brücke ursprünglich sehr schmal gewesen ist, später aber verbreitert wurde, wahrscheinlich, um eine Befahrung mit Lkw zu ermöglichen.

Dies erkennt man an der unterschiedliche Bauweise der beiden Brückenhälften: Während der ältere, stromabwärts gerichtete Teil aus äußerlich nur grob behauenen, gelben Sandsteinen erbaut wurde, besteht die neuere Hälfte aus roten, außen glatten Sandsteinen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die Fundamente des älteren Brückenteils komplett auf Eichenbalken ruhten. Die waren mittlerweile angefault, so dass sich dieser Teil der Brücke infolge der Belastung allmählich von dem stabileren Anbau trennte. Daher auch die Rissbildung im Bogengewölbe.

Jetzt erhält der gesamte Brückenbogen eine stabile Decke aus stahlbewehrtem Beton, der sich mit dem historischen Sandsteingewölbe verzahnt.

Dadurch wird die Last vom Gewölbe weg genommen und dieses dauerhaft gesichert. So bleibt das alte Bauwerk äußerlich weitgehend erhalten. Um die Sicherheit der Fahrradfahrer und Fußgänger zu verbessern, kommt jedoch noch ein stabiles Edelstahlgeländer hinzu. Bis Mitte September soll die Brücke fertiggestellt sein und kann dann wieder von Fußgängern und Fahrradfahrern für ihre Erholung im Wald genutzt werden.
( 26.08.2004 - 12:23)

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