Aus dem Rathaus

Die Weihnachtsbotschaft leben
Chor der Schiller-Schule

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Die Gemeinde Reilingen hatte ihre älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer vorweihnachtlichen Feier in die Fritz-Mannherz-Hallen eingeladen, und viele waren gekommen. Für diejenigen, die keine Fahrmöglichkeit hatten oder aus einem anderen Grund nicht mehr selbst zur Halle gelangen konnten, stand wie auch schon in den Vorjahren ein Fahrdienst zur Verfügung, der dankbar in Anspruch genommen wurde.
Kerzen und Tannengrün auf den Tischen, die rot leuchtenden Weihnachtssterne auf der Bühne und der große erleuchtete Tannenbaum neben der Bühne hatten den Saal in ein warmes Licht getaucht und der Duft von Kaffee und Gebäck unterstrich noch die vorweihnachtliche Atmosphäre.

Mittlerweile eine lieb gewonnene Tradition geworden ist die Eröffnung der Feier durch den Auftritt des Schulchors der Schillerschule. Seit 24 Jahren begleitet Ingrid Krämer „ihren“ Chor auf dem Flügel, und die Kinder sind immer mit Feuereifer dabei, wie auch Bürgermeister Klein in seiner anschließenden Begrüßungsansprache feststellte. Er freute sich auch über den großen Zuspruch, den diese vorweihnachtliche Feier in diesem Jahr wieder gefunden hatte. Im weiteren Verlauf seiner Rede kam Bürgermeister Klein auf das Weihnachtsfest wie es früher gefeiert wurde, als die meisten der heutigen Senioren noch Kinder waren, zu sprechen. In kargen und dunklen Zeiten, wo die Familien vielleicht sogar getrennt waren, oder kaum Zutaten für ein festliches Essen zu beschaffen waren, von großen Geschenken ganz zu schweigen, habe das Weihnachtsfest einen ganz anderen Stellenwert eingenommen, als das heute der Fall sei, bemerkte er. Zustimmendes Nicken konnte man bei den Senioren feststellen, als der Bürgermeister fortfuhr, dass viele Kinder gar nicht mehr wüssten, warum wir eigentlich Weihnachten feiern, und auch immer mehr Erwachsene könnten nichts mehr mit Weihnachten anfangen. Dies sei umso mehr bedauerlich, als die Weihnachtsbotschaft doch eigentlich von Werten wie Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit künden würde. Und genau dies seien schon damals im Stall zu Bethlehem die Eigenschaften gewesen, die auch heute noch im täglichen Miteinander für uns alle wichtig seien, und die wir nicht aus dem Auge verlieren dürften.
Der Bürgermeister wünschte sich abschließend, dass alle etwas mehr Bewusstsein für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen entwickeln sollten, damit würde schon viel bewirkt.

Zum Mitsingen bekannter Weihnachtslieder lud daraufhin die Jugendgruppe der Musikfreunde Reilingen unter der Leitung von Willi Ester ein, bevor Mizzi Schlesinger mit ihren selbst verfassten Gedichtvorträgen die Senioren erfreute. Auch sie sprach von Werten wie Mitmenschlichkeit und Rücksichtnahme, Begriffen, die sich wie ein zarter roter Faden durch die Feier zogen. Immer wieder bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass die mittlerweile fast 84-jährige alte Dame ihre Gedichte ohne jegliche Vorlage auswendig vorträgt. Über den herzlichen Applaus und die anschließenden Dankesworte des Bürgermeisters freute sie sich sehr und versprach, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, „wenn der Herrgott mich noch ein bisserl da lässt.“

Anschließend hatten die Reilinger Schüler der Sing- und Musikschule Hockenheim mit ihrem musikalischen Leiter Gerhard Nussbaum die Gelegenheit, zu zeigen, was sie während des Jahres in ihren Übungsstunden erlernt haben. Bekannte Stücke, mit der Violine vorgetragen von Svenja Fischer und Lukas Korn, beeindruckten das Publikum ebenso wie die pastorale Weihnachtsweise aus dem Sudetengau, die Judith Schell und Luisa Schwarz mit ihrer Lehrerin Rita Hoth auf der Blockflöte darboten. Zum Abschluss spielte das gesamte Ensemble Weihnachtslieder, die das Publikum einmal mehr zum Mitsingen animierten.

Bürgermeister Walter Klein rief dann nach einem weiteren Auftritt der Jugendgruppe der Musikfreunde Reilingen die Helferinnen der Seniorenbegegnungsstätte auf die Bühne. Für die ehrenamtliche Arbeit in der Seniorenbetreuung, die diese Frauen während des ganzen Jahres leisten, überreichte der Bürgermeister Hildegard Freidel von der Gemeinde, Lindgart Dietz vom Hausfrauenbund, Käte Baumann vom Landfrauenverein, Trudel Eichhorn vom evangelischen Seniorenkreis und Melitta Klein vom katholischen Altenwerk ein weihnachtliches Präsent und sprach den Frauen seinen herzlichen Dank aus.
Mit Liedvorträgen wie „Tochter Zion“, „Wachet auf ruft uns die Stimme“ oder „Es ist ein Ros’ entsprungen“ dargeboten vom katholischen Kirchenchor unter der Leitung von Vizedirigentin Heidi Spitzer klang die stimmungsvolle Feier der Reilinger Senioren aus.
AB
( 16.12.2004 - 16:28)

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Jugendorchester der MusikfreundeJugendorchester der Musikfreunde
Voll besetzte HalleVoll besetzte Halle
Mizzi Schlesinger erfreute die Besucher mit einem GedichtMizzi Schlesinger erfreute die Besucher mit einem Gedicht
Ehrung für die ehrenamtliche Arbeit in der SeniorenbetreuungWurden für die ehrenamtliche Arbeit in der Seniorenbetreuung geehrt
Mit dem katholischen Kirchenchor klang die Feier ausMit dem katholischen Kirchenchor klang die stimmungsvolle Feier aus

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