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Problembäume werden zu Spanplatten

Beim Zersägen des Stammholzes fliegen die Späne in alle Richtungen
Beim Zersägen des Stammholzes fliegen die Späne in alle Richtungen


Gemeinde lässt erste 32 Hybridpappeln am Reilinger See fällen
 
Das Dröhnen von Motoren und das Krachen von berstendem Holz überlagert seit Wochenbeginn die ansonsten so beschauliche Stille rund um den Reilinger See. Forstwirte des Land- und Forstwirtschaftlichen Lohnunternehmens Fritz Scholl aus Graben-Neudorf fällen die ersten 32 Pappeln am südöstlichen Uferbereich. Sie sind zu einer latenten Gefahr für Spaziergänger und der Biomasseneintrag belastet massiv den vom Grundwasser gespeisten See. Zugleich wird der ohnehin an vielen Stellen schon erheblich beschädigte Zaun entfernt, der noch aus den 1980er Jahren stammt und das Areal von unberechtigtem Zutritt schützen sollte.

ASV-Vorsitzender Helmut Berlinghof zeigt am Beispiel eines ausgehöhlten Baumstammes, wie schlecht es um die Standfestigkeit der Hybrid-Pappeln bestellt ist.
ASV-Vorsitzender Helmut Berlinghof zeigt am Beispiel eines ausgehöhlten Baumstammes, wie schlecht es um die Standfestigkeit der Hybrid-Pappeln bestellt ist.

Routiniertes Vorgehen der Forstwirte
 
Für das eingesetzte Zweierteam ist die Arbeit keine besonders große Herausforderung, wie es beispielsweise in Hanglagen der Fall wäre. Die Baumexperten gehen planmäßig und routiniert vor. Ein Forstwirt sägt den Stamm an. Derweil sichert Firmenchef Fritz Scholl am Steuer eines tonnenschweren Hydraulikbaggers den Stamm und gibt die Fallrichtung vor. So fällt Pappel für Pappel krachend auf das angrenzende Feld und der große Totholzanteil zersplittert in unzählige Einzelteile. Lediglich das Stammholz muss noch für den Abtransport zurecht geschnitten werden. Die seitliche Lagerung übernimmt der Greifarm des Baggers.
Fritz Scholl schätzt, dass rund 70-80 Festmeter Holz in dem jetzt bearbeiteten ersten Abschnitt geerntet werden können. Das Stammholz geht in die Spanholz-Industrie. Das Astholz dagegen findet in Heizkraftwerken dankbare Abnehmer.

Der Greifarm eines Hydlaulikbaggers sichert den Stamm und gibt die Fallrichtung vor.
Der Greifarm eines Hydlaulikbaggers sichert den Stamm und gibt die Fallrichtung vor.

Rundweg zu Weihnachten wieder frei
 
„Rechtzeitig vor Weihnachten werden wir auf jeden Fall die Fällaktion abschließen und den Rundweg für die Spaziergänger wieder frei geben können“, versichert Scholl. Der Abtransport der Holzernte könne sich noch etwas hinaus ziehen. „Wir können das durchnässte Gelände erst dann mit LKW befahren, wenn der Frost den Boden ausgehärtet hat“, erklärt Scholl. Die für den Artenschutz erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen sind erst im zweiten und dritten Fäll-Abschnitt umzusetzen. (jd) Fotos: jd

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