Gemeinde Reilingen

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Gemeindejubiläum

Von der Klassik bis zum Jazz

[Online seit 14.11.2011]

Die Musikfreunde Reilingen konnten mit Musik aus vier Jahrhunderten begeistern
Mit Wolfgang Amadeus Mozart eröffneten die Musikfreunde Reilingen ihr diesjähriges Herbstkonzert in der ev. Weinbrennerkirche. Das Motto lautete „Von der Klassik zur Moderne“, eine musikalische Zeitreise, angelehnt an die 725 Jahr Feier der Gemeinde Reilingen. Unter der Leitung ihres Dirigenten Simon Metzger spielten sie zunächst ein Medley mit Melodien aus der Wiener Klassik mit dem Titel „The Magic of Mozart“. Es galt dabei, die Musik, die ursprünglich für Streichorchester komponiert wurde, mit einem reinen Blasorchester zu intonieren. Bekannte Stücke, wie „Die kleine Nachtmusik“ und Titel aus „Die Zauberflöte“ und aus „Die Hochzeit des Figaro“ wurden von den Musikerinnen und Musikern bravourös vorgetragen.
Mit dem nächsten Stück verweilten die Musikfreunde in Wien, allerdings hundert Jahre später, zur Zeit der Straußfamilie. Der von Johann Strauß Sohn im Jahr 1880 komponierte Walzer, ist zwar schwungvoll, spiegelt aber auch die Leichtigkeit des damaligen und vielleicht auch noch gegenwärtigen Wiener Lebens wider. Auch das Publikum lies sich von der Musik anstecken und bewegte sich im Rhythmus des ¾ Takt. Wer die Augen schloss fühlte sich beinahe wie bei einem Konzert am Wiener Hof.
Mit dem „Ungarischen Tanz Nr.5“ aus der Feder von Johannes Brahms verweilten die Musikfreunde in der Zeit von Strauß, aber sie wechselten in die Musik-Epoche der Romantik. Ein Musikstück, mit langsamen, fast wehmütigen Passagen, die aber unvermittelt in schnelle, feurige Bewegungen übergehen.
Die Operette „Die lustige Witwe“ wurde mehrmals verfilmt und auf allen großen Bühnen dieser Welt aufgeführt. Eine Komposition von Franz Lehár, die, wie die anderen bisher aufgeführten Stücke, ihre Popularität bis in die heutige Zeit erhalten konnte. Aus dieser Operette spielten die Musikfreunde den Titel „Vilia“.
Mit dem nächsten Stück, „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini erreichten die Musikfreunde auf ihrer Zeitreise das 20. Jahrhundert. Der Titel gehört zum Standardrepertoire aller großen Tenöre, zuletzt verhalf er Paul Potts, dem Gewinner einer Talentshow zu Weltruhm. Bereits im Jahr 2007 hatte der Dirigent Simon Metzger die Noten für Blasmusik arrangiert. Übersetzt bedeutet es „niemand schlafe“, was sich sowohl bei Musikerinnen und Musiker, durch präzise Einsätze und beim Publikum durch ungeteilte Aufmerksamkeit zeigte.
Harald Kehrer, der Vorsitzende der Musikfreunde Reilingen gönnte dem Orchester eine kleine Pause und nutzte die Gelegenheit sich bei der Pfarrerin Frau Nuß für die in der Weinbrennerkirche erbrachte Gastfreundschaft zu bedanken. Sein Dank galt auch dem Kirchendiener Herrn Hocker, der bereits während der Musikproben in der Kirche mit Rat und Tat zur Verfügung stand.
Mit dem zweiten Teil ihres Konzert waren die Musikfreunde in der Neuzeit angekommen. Mit einem Glenn-Miller-Medley ließen sie wiederum den Funken zum Publikum überspringen und die Weinbrennerkirche swingte im Glenn Miller Sound aus den 1940er Jahren.
Als nächstes Stand eine Weltpremiere auf dem Programm. „Tales of Mystery and Imagination“ ein von Alan Parson komponiertes Rockspektakel mit sinfonischen Einflüssen, wurde von Simon Metzger für Blasmusik und speziell für dieses Herbstkonzert arrangiert. Es war ihm gelungen, das ursprünglich 42 Minuten dauernde Album auf ein Viertel zu reduzieren und trotzdem die geheimnisvolle und fantasievolle Atmosphäre sowie die spektakulärsten Stellen zusammen mit dem Orchester den Zuhörern zu vermitteln.
Freddie Mercury, Queen und Bohemian Rhapsodie sind Begriffe, die zueinander gehören. Nachdem die Musikfreunde die Rhapsodie gespielt hatten, musste man sie, zumindest an diesem Abend, im gleichen Atemzug nennen.
Das nächste Stück spricht vielen Musiker aus der Seele „Music“ von John Miles. Wieder eine Mischung von verschieden Musikstilen wie Klassik, Rock und Jazz. Im Ursprung ist dieses Werk für klassisches Orchester und Rockband arrangiert. Auch hier konnten die Musikerinnen und Musiker „nur“ mit Holz- und Blechblasinstrumenten sowie Schlagzeug das Publikum überzeugen.
Im 21. Jahrhundert angekommen und zum Abschluss folgte ein eher unbekanntes Stück „Flashpoint“ von Larry Neeck. Es enhält eine Mischung mit Funk-, Rock,- und Jazzelementen, weshalb es von Simon Metzger ausgewählt wurde. Eine Gelegenheit für alle Register mit Satzsoli zu glänzen, sowie mit mitreißende Improvisationen von Werner Menger (Trompete), Gabi Kehrer (Altsaxophon), Bernhard Heck (Tenorsaxophon), Joachim Rößler (Tenorhorn) und Uwe Menger (Schlagzeug).
Nach langem Applaus der zahlreich erschienen Zuhörer ergriff Harald Kehrer noch einmal das Wort. Diesmal galt sein Dank den Akteuren des Abends, den Musikerinnen und den Musikern, die im Vorfeld viel Zeit und Arbeit für dieses Konzert geopfert bzw. investiert hatten. Sein ganz besonderer Dank galt natürlich dem Dirigenten Simon Metzger. Ihm ist es gelungen, mit seinem Können und seiner Geduld ein Orchester zu formen, das eine solche Reise durch verschiedene Musikrichtungen zu leisten vermag.
Ohne Zugabe durften die Musikfreunde ihr Konzert natürlich beenden und so spielten sie, passend zum Ort der Veranstaltung „Großer Gott wir loben dich“ und als weitere Zugabe, die vom Publikum gefordert wurde, nochmals „Vilia“.
Die Moderation des Abends hatten in lockerer Reihenfolge und souverän die Musikerinnen Marion Dorn, Marisa Metzger, Birgit Schmidt und Larissa Schönhoff übernommen.
b.h.

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