Gemeinde Reilingen

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Gemeindejubiläum

Den Zauber der Vergangenheit erleben

[Online seit 18.07.2011]

Ein Festzug eröffnete das zweitägige Spektakulum im Reilinger Unterdorf. Bürgermeister Walter Klein und Gattin Brigitte führten das historisch gewandete Ratsgremium an.
Ein Festzug eröffnete das zweitägige Spektakulum im Reilinger Unterdorf. Bürgermeister Walter Klein und Gattin Brigitte führten das historisch gewandete Ratsgremium an.
Reilingen feiert 725jähriges Gemeindejubiläum
Strahlender Sonnenschein prägte den ersten Tag des Historischen Dorffestes. Vom Einzug des Schultheißen samt großem Gefolge bis zum Fackelumzug mit Feuershow bei Einbruch der Dunkelheit herrschte Hochbetrieb im "ganze Unnerdorf", dem Ortsbereich der Gemeinde in Richtung Walldorf, der vor über sieben Jahrhunderten zuerst besiedelt war. Sicherlich mag es an der bekannten und sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Reilinger liegen, dass die Gemeinde am Kraichbach zu einem Treffpunkt für Gäste aus der gesamten Kurpfalz, aber auch aus dem angrenzenden Bruhrain und von jenseits des Rheines wurde. Gewiss, knapp zwei Jahre Vorbereitungszeit liegen hinter den Organisatoren, die generalstabsmäßige Vorbereitungsarbeit hatte sich aber gelohnt. Die Gemeinde präsentierte ihre eigene Historie und lud außerdem in die Welt des Mittelalters ein.
Bereits der Einzug des Schultheißen war zu einem fröhlichen Festzug geworden, den unzählige gut gelaunte Besucher am Straßenrand säumten. Bürgermeister Walter Klein war in eine lederne Bekleidung alter Zeiten geschlüpft, Ehefrau Brigitte trug ein rotes Samtgewand, zusammen mit dem Harlekin bildeten sie die Spitze des Zuges, dem dann Ratsmitglieder, Ortsvereine und viele mehr folgten, die das Dorfgericht, die Ritterschaft, Kaufleute und Marketender sowie Wirtsleute, Gaukler und Musikanten darstellten.
"Volk zu Reilingen, ich begrüße Euch an diesem wunderschönen Fleckchen der Erde, das es seit nunmehr 725 Jahren gibt" rief der Schultheiß, Bürgermeister Walter Klein, den Gästen auf dem kleinen Festplatz am Gasthof "Löwen", einem der ältesten Gebäude Reilingens, zu. Er streifte die Zeit vor über sieben Jahrhunderten, seither seien hier romantische Minnesänger ebenso gewesen wie stolze Ritter und natürlich auch Marketenderinnen und Marktschreier. "In unserer Fantasie soll diese Zeit an diesem Wochenende wieder lebendig werden", meinte Walter Klein und gab gute verhaltens- und Benimm-Regeln, bekannt, allerdings nicht aus unseren oder aus Knigge-Zeiten, sondern aus dem Mittelalter. Er wies abschließend auf die zahlreichen Stände hin, die die mittelalterliche Zeit erlebbar machten: "Empfangt den Zauber der Vergangenheit, er ist die Wurzel unserer Kultur".
Und damit hatte der Schultheiß sich bereits wieder unter das Volk gemischt, denn es gab noch wahrlich "an allen Ecken und Enden" viel zu sehen und zu erleben. In erster Linie waren es die aktiven Vereine Reilingens, die für kulinarische Vielseitigkeit und Abwechslung sorgten. Ob deftig oder süß, für jeden Geschmack war einiges angeboten. Ebenso bunt war die Programmfolge. Da gab es lautstarke "Böllerey-Zeremonien", auf dem Dorffest- Tanzboden mehrmals "Danzerey" mit der Hockenheimer Gruppe "I Danzatori Palatini". Blasmusik erklang ebenso wie Oldies oder die Juke-Box der 50-er Jahre. Das Schaubeschlagen von Pferden beim Hufschmied ist ein nur noch selten zu sehendes Erlebnis. War es am Samstag die Oldtimer-Durchfahrt der "Carl-Benz-Classic", so war es am Sonntag der große Umzug historischer Traktoren und Oldtimer mitten durch Ortsstraßen. Nicht vergessen werden dürfen natürlich der mittelalterliche Markt und das Lager samt Aktionen, die Vorführungen der Schwertkämpfe der Ritter und natürlich die zahlreichen Gaukler, Musikanten und Ablassverkäufer, die den ganzen Tag unterwegs waren. Wer denn nun ganz neugierig war, den zog es wohl auch zu dem Seher, der mittels weniger Lebensdaten das künftige Lebensprogramm des interessierten Besuchers voraussagte, aber auch das "Karten- und Steine-Orakel" erlaubte den gewagten Blick nach vorne.
Ein Fest in Reilingen ist immer auch ein Familienfest und so konnte man staunen über ein funktionales Kinderkarussell - ganz aus Holz. Möglich waren auch Kutschfahrten und mitten im Festgelände befand sich ein großer beaufsichtigter Kinderspielbeich.
Franz Bankuti aus SZ, Fotos kd

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