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"Deutsch" geschrieben, aber fast keiner kann es (mehr) lesen!

[Online seit 05.02.2018]

Foto: P.Bickle
Foto: P.Bickle

Schon zum sechsten Mal hatten die "Freunde Reilinger Geschichte" zu einem interessanten, kostenlosen Lesekurs eingeladen, um aus den Kochbüchern, Briefen und Urkunden unserer Vorfahren alte und neue Dinge zu erfahren. Die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von Hockenheim, Neulußheim, Ketsch und Reilingen.
Philipp Bickle, der 1. Vorsitzende der "Freunde Reilinger Geschichte" und Willi Krüger hatten in dem fünf Stunden  umfassenden Lehrgang interessante Übungsobjekte ausgewählt. So erfuhr man von der alten "Deutschen Schrift", welche etwa um1919 durch eine vereinfachte Schrift des Berliner Professors Ludwig Sütterlin in den Schulen bis zum Jahre 1942 (neben der lateinischen Schrift) gelehrt wurde. Mit Hilfe von "Erstklassfibeln", mit Poesiealben, ins besondere auch mit Schulheften und Postkarten, wurden Berichte, Geschichten und Rezepte erlesen und wieder erfahrbar gemacht. Man erlas ein  über 100 Jahre altes Testament. Manchmal wurde gemeinsam über ein nicht eindeutig geschriebenes Wort gerätselt, bis es endlich doch gelesen werden konnte. Es gab auch damals schon Leute mit liederlichen Schreibgewohnheiten!
Am Abschlussabend hatte Kursleiter Philipp Bickle seiner Freude Ausdruck gegeben, dass es erfreulich sei, wie "fleißig" alle "Schülerinnen" und " Schüler" gewesen seien. Alle hätten das Ziel erreicht. Lustig wurde es zum Schluss des Abends.  In einem "Minikochkurs" wurde ein gerade erlesenes  altes Rezept probiert.  Es gab  frittierte „Mutzenmandeln“, welche köstlich schmeckten. Else Eichhorn bedankte sich im Namen der Teilnehmer  mit einem Präsent beim Kursleiter  und auch bei Willi Krüger. Sie versicherte, dass sie  in angenehmer Weise und mit viel Freude schnell gelernt hätten, die Schriften ihrer Groß- und Urgroßmütter zu lernen.
Am Sonntag  konnten sich interessierte Besucher während der offiziellen Öffnung des Heimatmuseums in einer kleinen Sonderausstellung einen Einblick in  zahlreiche Originaldokumente aus der „Sütterlinzeit“ verschaffen. Sie konnten sich auch ein Sütterlinalphabet mit nach Hause nehmen.
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