Gemeinde Reilingen

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Feuerwerk als Jubiläumshöhepunkt

[Online seit 10.09.2018]


Hoch her ging´s beim Reilinger Straßenfest / Fest für die ganze Familie
 
Das Reilinger Straßenfest war wieder ein bunter und geselliger Treffpunkt für einheimische und auswärtige Gäste. Ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm sowie ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot ließen bei Groß und Klein keine Langweile aufkommen. Die hochsommerlichen Temperaturen verwöhnten die Festbesucher und abends war das Festgelände so belebt wie lange nicht.

60. Fest der Dorfgemeinschaft
 
„Sechs Jahrzehnte lang das Fest unserer Dorfgemeinschaft, das ist für uns doch schon ein spektakuläres Alleinstellungsmerkmal,“ betonte die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold unter dem Beifall der Besucherschar. „Wer hat vor 60 Jahren schon an dem ersten Fest teilgenommen?“, fragte Sabine Petzold. Siegfried Heim, Käte Baumann und Franz Dörfer gehörten zu denen, die „wissend und nachdenklich lachend“ nickten.

Die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft hatte nicht vergessen, allen Danke zu sagen, vom Rathaus- und Bauhofteam angefangen über all die Vereine und privaten Akteure, die alle mit ihrem persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass ein solch buntes und lebendiges Fest entstehen konnte.

Der Spielmannszug der Feuerwehr sorgte unter der Leitung von Uwe Schuppel für den musikalischen Rahmen der Eröffnung und der Böllerschuss von Harald Schnabel vom Schützenverein kündete weithin unüberhörbar die Festeröffnung an.

Bei einem Fest für Alt und Jung war nicht nur bereits zu Beginn für Wein und Wasser von dem Förderkreis Wersau gesorgt, auch die Jüngsten waren auf der Bühne aktiv. Die Kinder vom Oberlin-Kindergarten animierten mit heiteren Liedern zum Mitmachen. Die Spargel- und Erdbeer-Repräsentantin Nikola war natürlich ebenso auf der Bühne mit dabei wie beiden charmanten Repräsentantinnen der Burg Wersau, Jule Marquetant und Phoebe Klapdohr.

Willi Krüger kündigte als Herold mit einem Trompetensolo „Bedeutendes“ an, den Kurfürsten Friedrich IV. Mit viel Beifall wurde der ansprechend in die Kleidung seiner Zeit gewandete Kurfürst begrüßt, der sich dann in Reimform an seine Untertanen wandte. Wer nun von den Festgästen der Eröffnungsfeier der Meinung war, dass der Kurfürst viel Ähnlichkeit mit Bürgermeister Stefan Weisbrod hat, lag ganz richtig. Weisbrod hatte sich die geschichtsträchtige Kostümierung einfallen lassen und nutzte diese Figur, um als Kurfürst mit dem derzeitigen Schultheißen verbal hart ins Gericht zu gehen. Die Figur des 1610 in Heidelberg verstorbenen Kurfürsten Friedrich IV hatte Stefan Weisbrod deshalb gewählt, weil eben jener Kurfürst oft auf die Reilinger Gemarkung zum Jagen gekommen sein soll.

Zum Genießen gab es zwischenzeitlich auch kühles Bier, ganz problemlos war dem Bürgermeister der Fassbieranstich gelungen. Der Gerstensaft ergänzte nun den Rebensaft, das bei der Eröffnungszeremonie freundlich und zuvorkommend angeboten wurde - gastfreundlich eben, so wie man in Reilingen ist und wie es eben auch ein Markenzeichen Reilingens ist.

Kulinarische Vielfalt an den Ständen
 
Das kulinarische Angebot war wie immer vielfältig, die Liebhaber deftiger Speisen hatten ebenso die Qual der Wahl wie verwöhnte Feinschmecker. Wer nach Champagner mit Lachsspezialitäten oder einem original badischen Hochzeitsessen eine besondere Abrundung seines Straßenfest-Menüs suchte, der wurde gleich an mehreren Ständen fündig. Ein weiterer kulinarischer Knaller waren zudem die leckeren Currywürste mit einer Auswahl von unterschiedlichen Soßen.
 
Traditionsgemäß kam natürlich die Historie nicht zu kurz, seit Jahren zeigt Ehrenbürger Philipp Bickle Fotos und Artikel in Vergrößerungen, die auf den Ort und auf Persönlichkeiten eingehen. Schmuck und Mineralien wurden ebenso angeboten wie an einem Stand Ölbilder mit verschiedenen Motiven präsentierte, darunter Motive von New York und von Reilingen. Ein besseres Beispiel der Vielfalt ist wohl kaum zu finden und ergänzend war auch „Schach uff de Gass“ möglich. Beeindruckend, wie es Zeitgenossen schaffen, inmitten des Trubels eines solchen Straßenfestes sich zwischendurch ganz in die Gedankenwelt und die Züge des Schachspieles vertiefen zu können.

Und bei den Kindern kam das Pumpwerk-Spielmobil ebenso gut an wie das Karussell am Feuerwehrhaus.

Vom Zumba-Tanz bis zum Rock
 
An Höhepunkten reich war das Bühnenprogramm, das von Sabine Petzold zusammengestellt und von Christian Gambeis in beeindruckender Weise moderiert wurde. Neben den Blaskapellen der Reilinger Musikfreunde und dem Musikverein Harmonie sorgten die Chöre des Sängerbunds und des Männergesangvereins 1902 zusammen mit dem Jugendorchester des Hohner Akkordeon-Orchesters für den guten Ton. Gesangsschülerinnen aus der Musikakademie von Özer Dogan begeisterten die Zuhörer mit bekannten Melodien.
 
Das Tanzmariechen des KVR Vanessa Klebert eröffnete den tänzerischen Reigen, was mit einem spontanen“ Flashmob“ der Mitglieder zu „Hulapalu“ endete. Zu heißen Rhythmen tanzte Fabricio mit dem Top-Fit-Team Zumba, was die Kinder vor der Bühne sofort nachahmten.

Zu einer großen Bereicherung wurde der abendliche Premierenauftritt des Duos „Kraft & Kraftin“. Was dort zu hören war, war große Klasse, ebenso wie das Repertoire des Duos “JayCee” mit Jens Penther und Charly Weibel, das ebenso seine vielen Zuhörer restlos begeisterte. Abgerundet wurde das abendliche Musikprogramm von der Band „K‘lydoscope“, die wenig später in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses abrockte.

Ein besonderer Höhepunkt war das Höhenfeuerwerk, das hinter dem Luther-Haus abgeschossen wurde. Der Mix aus bunten Farben entlockte den Gästen regelmäßig ein „Oh, wie schön“, und konnte als mehr als gelungen bezeichnet werden.
 
Und dass danach noch lange nicht Schluss war, dafür sorgte nicht nur die längste Bar Reilingens beim Feuerwehrgerätehaus, sondern auch die anderen Stände auf der „Geburtstagspartymeile“, die mit leckeren Sommerdrinks noch bis weit in die Nacht für die Besucher geöffnet hatten.
Fotos: Katrin Dietrich

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