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"Ein besonderes Juwel am Feldrain"

[Online seit 02.07.2018]


KiTa „Haus der kleinen Hasen“ feierlich eingeweiht
 
Ein turbulenter Baustart, eine schwierige Grundwassersituation und eine den Baufortschritt hemmende, boomende Baukonjunktur sind Vergangenheit. Was jetzt zählt ist die Zukunft. Und die hat mit einem Festakt am vergangenen, sonnenreichen Samstagvormittag begonnen. Denn die in 13 Monaten errichtete Kindertagesstätte „Haus der kleinen Hasen“ wurde offiziell eingeweiht. Gekommen waren etliche Honorationen der Gemeinde, darunter die Ehrenbürger Helmut Müller und Walter Klein,  der Gemeinderat, aber auch viele interessierte Nachbarn und Eltern. Die beiden Geistlichen Eva Leonhardt und Peter Lauber spendeten den kirchlichen Segen.

Kindergarten-Angebot um eine „schöne Blume“ reicher
 
Bürgermeister Stefan Weisbrod geriet ins Schwärmen  über das „besondere Juwel“, das am Feldrand für die Kleinsten geschaffen worden sei. Angesichts des Fußballdebakels im russischen Kasan sei eines klar geworden: „Zumindest sind wir Kindergartenweltmeister“. Alle im Raum hätten wohl das gleiche Gefühl: „Hier möchte man nochmals Kind sein“. Ohne Zweifel sei der im Ort schon vorhandene, vitale und bunte Strauß zahlreicher unterschiedlicher Kindertagesstätten, um eine „sehr schöne Blume“ reicher geworden.
Weisbrod nutzte die Feierstunde in erster Linie um Dank zu sagen, vorweg an drei Frauen, die an diesem „großartigen Kunstwerk ihren intelligenten Verstand, ihre fleißige Hand, aber vor allen Dingen auch ihr weites und ihr großes Herz“ eingebracht haben.  Architektin Karolin Mellein sei es in hervorragender Art und Weise gelungen, Räume zu schaffen, die auch der Seele gut tun. „Schöner hätten sie es nicht machen können“, lobte er. Es spreche für ihr Team, mit all den Unwägbarkeiten im Bauverlauf fertig geworden zu sein. KiTa-Leiterin Christina Bedruna bescheinigte Weisbrod, mit ihrem hochqualifizierten Erzieherinnen-Team das errichtete „Märchenparadies“ zu komplettieren. Ihre enorme Aufbau- und Pionierarbeit verdiene großen Respekt und Anerkennung. Das Trio komplettierte Lena Lawinger, das „Gesicht für alle Reilinger Kindertagesstätten“. Ihr attestierte der Bürgermeister eine bewährte, von Kompetenz und Professionalität geprägte Arbeit im Reilinger Rathaus.

Ein herzliches Dankeschön richtete Stefan Weisbrod an den Gemeinderat, der seinen Geldbeutel sehr weit aufgemacht und den Bau des ersten Kinder-Betreuungsprojektes unter kommunaler Trägerschaft gefördert habe. Bedanken wolle er sich aber auch bei den Mitarbeitern der beauftragten Unternehmen und den Anwohnern, „die schon einiges mitgemacht haben und noch mitmachen werden“.

Bauzeit und Kostenrahmen eingehalten
 
Architekt Eberhard Vögele sprach von einem besonderen Tag für sein Büro, mit dem eine turbulente Bauzeit ein Ende nehme. „Wir haben es in 13 Monaten Bauzeit trotz aller Widrigkeiten geschafft, den KiTa-Neubau fertig zu stellen und zudem den vorgegebenen Kostenrahmen einzuhalten“, sagte er mit berechtigtem Stolz. Eine offene Architektur, große Fensterflächen und ein helles, freundliches Ambiente kennzeichneten die umgesetzte Konzeption. Bürgermeister und Gemeinderäten dankte Vögele für das zugestandene Vertrauen und den erhaltenen Bauauftrag. Zugleich lobte er die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Akteuren in Rathaus und Kindergarten. Anerkennend äußerte er sich auch über die Fachingenieure und vor allem die Kreativität seiner Tochter Karolin Mellein, deren Handschrift das Bauprojekt trage, sowie Bauleiter Frank Vögele. Zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit übergab Vögele an die KiTa-Leiterin einen Spendenbetrag.  Als Vertreter der Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG überreichte Friedrich Feth ebenfalls einen Scheck über eine namhafte Summe.
„Das größte Glück ist die Freude am gelungenen Werk“, zitierte Christina Bedruna den Schriftsteller Paul Keller. Dieser Spruch stehe auch für das „Haus der kleinen Hasen“. Dessen Name könne nicht passender sein, repräsentiere er doch das Reilinger Wappentier. „Nach zweijährigem Provisorium haben wir jetzt endlich ein Haus, in dem sich Kinder wie auch Betreuerinnen wohl fühlen, wo wir genügend Platz für alles haben, was den Bildungsprozess der Kinder unterstützt“. An alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen bedankte sich Bedruna für die kooperative Zusammenarbeit, vor allem aber bei Schulrektor Falk Freise, der vorübergehend einige Unterrichtsräume seiner Schule  bereitgestellt habe.
Mit einem Kinderlied von Rolf Zuckowski dankten Kinder und Betreuerinnen dem Gemeinderat und Bürgermeister Stefan Weisbrod. Ihr Auftritt wurde mit herzlichem Beifall und einer Seifenblasen-Mischung in der bekannten Teddyverpackung belohnt.

Symbolische Schlüsselübergabe
 
Als Höhepunkt der Feierstunde konnte Bürgermeister Stefan Weisbrod aus den Händen von Architekt Eberhard Vögele symbolisch den Schlüssel für das Kinderhaus in Empfang nehmen. Bei dem „tollen Team Vögele“ revanchierte sich Stefan Weisbrod mit einem gerahmten Foto der am Bau beteiligten Teammitglieder und einem Gutschein für einen gemeinsamen Restaurantbesuch. Architekt Eberhard Vögele überraschte er mit einem edlen spanischen Rotwein, mit dem er erst kürzlich einem bekannten Milliardär eine Freude bereitet habe.
Gottes Segen für das Haus und seine kleinen und großen Bewohner erbaten die Pfarrerin Eva Leonhardt von der evangelischen Kirchengemeinde und der Kooperator der katholischen Seelsorgeeinheit Hockenheim, Peter Lauber.
Nach den offiziellen Ansprachen ging es auf Erkundungstour durch die großzügig zugeschnittenen und Licht durchfluteten Räume. Dem schloss sich ein kleiner Imbiss an.

Ansturm der Besucher am Nachmittag
 
Am Nachmittag erlebte die Kindertagesstätte einen regelrechten Ansturm der Besucher. Viele junge Eltern wollten sich davon überzeugen, wie ihre Schützlinge untergebracht sind oder demnächst werden. Dabei gab es reichlich Gelegenheit, auch das persönliche Gespräch mit dem Betreuerteam zu führen. Schon im Foyer wurden die Gäste von Fred Fuchs, dem Maskottchen der Schwetzinger Zeitung empfangen, der bereitwillig für das eine oder andere Foto mit den Kleinen posierte und Süßigkeiten verteilte. Im Empfangsbereich konnten die kleinsten Exponate aus der umfangreichen Hasensammlung von Professor Josef Walch bewundert werden. Für die Kinder gab es bunte Luftballons, Hasenohren konnten gebastelt oder aber das Gesicht bunt geschminkt werden. Die Erwachsenen wurden mit Kaffee, leckeren Kuchen und Waffeln verwöhnt. (jd)
 
Fotos: Gerhard Pfeifer

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