Gemeinde Reilingen

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Öffentliche Gemeinderatssitzung am 26. Februar 2018, Teil 1

[Online seit 01.03.2018]

Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte Peter Geng Bürgermeister Stefan Weisbrod. „Wir hoffen, dass die Reha nach Ihrem Krankenstand zur Genesung beigetragen hat und dass wir Sie jetzt wieder voll belasten dürfen.“ Der Bürgermeister dankte für die Genesungswünsche und den Bürgermeister-Stellvertretern, für die ersatzweise Übernahme seines Amtes.

 

 

Hildastraße wird saniert

 

Die Hildastraße ist eine der kürzesten Straßen in Reilingen. Sie ist rund 90 m lang und hat eine Gesamtbreite von circa 9,50 m. Die Fahrbahn weist großflächige Schäden auf und wird beidseitig von einem bis zu 1,50 m breiten Gehweg flankiert. Planerin Wiebke Blatt vom Ingenieurbüro Willaredt hatte zwei Varianten für die Sanierung der Hildastraße erarbeitet und stellte diese dem Gemeinderat vor.

 

Geplant ist ein niveaugleicher Straßenvollausbau mit einem beidseitigen Gehweg. Die zehn Parkplätze sollten nach den Vorstellungen von Wiebke Blatt in Granitpflaster eingefasst und alternierend angebracht werden. Vorgesehen sind auch vier Baumquartiere. Während sich in der ersten Variante die Mittelrinne an der Straßenachse orientiert, sollte sie in der zweiten Alternative in der Mitte der verbleibenden Restfahrbahnbreite verlaufen.

 

Während die Wasserleitung zu erneuern und aufzudimensionieren ist, muss der Hauptkanal nicht erneuert werden. Lediglich die Kanalhausanschlüsse sind zu sanieren.

 

Die Kostenschätzung beläuft sich für den Straßenbau inkl. Parkplätze auf 315.000 Euro, für die Wasserleitung auf 120.000 Euro. Die Erneuerung der Abwasserhausanschlüsse ist auf 110.000 Euro geschätzt. Inklusiv der Baunebenkosten kommt die Gesamtmaßnahme auf 654.000 Euro. Aus dem Sanierungsprogramm „Ortskern Reilingen III“ erwartet die Verwaltung Zuschüsse von rund 77.000 Euro.

 

Bei fünf Gegenstimmen entschied sich der Gemeinderat für die Variante 1, bei der sich die Mittelrinne an der Straßenachse orientiert. Allerdings sollen – ähnlich wie in der Bierkellergasse – keine öffentlichen Parkflächen ausgewiesen werden.

 

Bürgermeister Weisbrod kündigte eine Informationsveranstaltung für die Anwohner an: „Für die Bauphase suchen wir noch ein Grundstück für einen Interimsparkplatz für die Anwohner.“

 

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Ingenieurbüro Willaredt, Sinsheim, mit den Ingenieurleistungen für die Sanierung der Hildastraße zu beauftragen. Das Gesamthonorar beläuft sich auf knapp 80.000 Euro.

 


 

 

Die Hildastraße, eine der kürzesten Straßen in Reilingen, wird saniert

Foto: Büro Willaredt
Die Hildastraße, eine der kürzesten Straßen in Reilingen, wird saniert

Foto: Büro Willaredt

Friedrich-von-Schiller-Schule wird erweitert

 

Am 07.02.2018 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Gemeinschaftsschule an der Friedrich-von-Schiller-Schule beginnend zum Schuljahr 2018/19 genehmigt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Architekt Jürgen Roth von Roth.Architekten.GmbH, Schwetzingen, die Entwurfsplanung für eine notwendige Erweiterung vor.

 

Geplant ist ein zweistöckiger Erweiterungsbau an die Schule in Richtung Fritz-Mannherz-Hallen. Diese Verortung hat den großen Vorteil, dass alle Versorgungsanlagen der Schule mitgenutzt werden können und Architekt Roth damit ein vergleichsweise kostengünstige Lösung finden konnte. „Im Untergeschoss haben wir eine Mensa mit 150 Sitzplätzen samt Küche und Räumen für die Ganztagsbetreuung geplant“, so Roth. „Die Mensa orientiert sich Richtung Nordseite. Damit sind der Ausblick und die Orientierung Richtung Schulhof besser und aufgrund der günstigen Gefällesituation des bestehenden Geländes kann man großzügig ebenerdig auf eine Terrasse ins Freie.“

 

Die Mensa könne zwar für Veranstaltungen genutzt werden, ist aber aus Kostengründen nicht als Veranstaltungsstätte ausgebaut, betonte Bürgermeister Weisbrod.

 

Im Erdgeschoss befinden sich für die Gemeinschaftsschule die Flächen für zwei Jahrgangsstufen. Nachdem sich die Schule auf ein Möblierungssystem festgelegt hat, konnte Roth die so genannten Inputräume (d.h. die Klassenzimmer alten Stils) und die Lernateliers, in dem jeder Schüler einen eigenen Schreibtisch hat, planen. Jede Klasse erhält ihr eigenes Lernatelier. Den Inputraum teilen sich die beiden Klassen einer Jahrgangsstufe. Damit hat eine Gemeinschaftsschule den 1,5 fachen Platzbedarf wie eine Werkrealschule.

 

Die Fassadengestaltung sei zwar noch nicht festgelegt, so Jürgen Roth. „Als Fassade bevorzuge ich eine Metallfassade, um die Gestaltung des Bestandsgebäudes zu übernehmen.“

Außerdem werden die statischen Voraussetzungen für eine Erweiterungsmöglichkeit im Obergeschoss geschaffen.

 

Die Kosten für den Umbau im Bestand bezifferte der Architekt auf 800.000 Euro, für den Anbau auf rund 3 Millionen Euro. Der Bauumfang entspräche dem vom Regierungspräsidium genehmigten Raumprogramm, so Bürgermeister Weisbrod. Er dankte allen früheren Bürgermeistern, Gemeinderäten, Architekten und Rektoren: „Heute sind wir Nutznießer Ihrer damaligen hochwertigen Planungen.“

 

Bis Mitte des Jahres müsse das Kochkonzept der Küche definiert werden, so Architekt Roth. Davon hänge die Ausstattung der Küche sowie der dazugehörenden Räume für Personal oder Lager ab. „Auch wenn jetzt noch keine Küche eingebaut wird, müssen die Anschlüsse vorgesehen werden“, so der Architekt.

 

Mit Ausnahme der FDP-Fraktion, die das Raumkonzept noch einmal detailliert diskutiert sehen wollte, stimmte der Gemeinderat der Entwurfsplanung zu. Als nächsten Schritt will Architekt Roth den Bauantrag fertig stellen, anschließend werde die Werkplanung ausgearbeitet. Baubeginn könne Anfang 2019 sein.

 

Abschließend wünschte Bürgermeister Stefan Weisbrod der Schule viel Erfolg für die Etablierung der Gemeinschaftsschule im Verwaltungsraum in den schönen Schulräumlichkeiten.

 

 

Pläne: Roth.Architekten.GmbH

Der Anbau an die Schiller-Schule ist in Richtung Fritz-Mannherz-Hallen platziert

So wird der Anbau an die Friedrich-von-Schiller-Schule vom Sportplatz aus aussehen
Pläne: Roth.Architekten.GmbH

Der Anbau an die Schiller-Schule ist in Richtung Fritz-Mannherz-Hallen platziert

So wird der Anbau an die Friedrich-von-Schiller-Schule vom Sportplatz aus aussehen

Spenden für soziale Zwecke

 

Die Annahme von Spenden mit einem Volumen von insgesamt 1.155 Euro hat der Gemeinderat bestätigt. Für soziale Zwecke konnten 450 Euro, die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Hasen“ 300 Euro und die Feuerwehr 75 Euro vereinnahmt werden. Für die Flüchtlingshilfe waren 330 Euro eingegangen. Bürgermeister Weisbrod dankte allen Spendern.

Weiteres gärtnergepflegtes Grabfeld wird angelegt

 

In den beiden bereits vorhandenen gärtnergepflegten Grabfeldern rechts des Haupteingangs sind bereits fast alle Gräber belegt. Aufgrund der großen Nachfrage soll nun in Feld 15, links der Trauerhalle, auf einem zwischenzeitlich fast freien Feld, ein weiteres entstehen.

 

Gestalterisch sollen die geschwungenen Linien und die Wegeführung mit einer Art „Insel“ mit Wasserspiel in der Mitte wieder aufgegriffen werden. Das neu geplante Feld teilt sich in zwei Bauabschnitte auf. Planung und Ausführung übernimmt die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG kostenneutral für die Gemeinde. Nur die Kosten für einen Strom- und Wasseranschluss zum geplanten Wasserspiel gehen mit rund 6.000 Euro zu Lasten der Gemeinde.

 

 

Foto: Gemeinde

In Feld 15 wird ein weiteres gärtnergepflegtes Grabfeld angelegt
Foto: Gemeinde

In Feld 15 wird ein weiteres gärtnergepflegtes Grabfeld angelegt



Plan: Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner

Geplant sind 23 Sarg- und 37 Urnengrabstätten sowie 10 Urnenwahlgräber am Wasser
Plan: Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner

Geplant sind 23 Sarg- und 37 Urnengrabstätten sowie 10 Urnenwahlgräber am Wasser

Anfragen

 

Anfragen befassten sich mit dem Stundenkontingent des Gemeindevollzugsdienstes, der Zustellung des Amtsblatts, der geplanten Sperrung und Sanierung der Speyerer Rheinbrücke, den Fritz-Mannherz-Hallen, einem als Baulager genutzten Grundstück im Fröschauweg sowie dem geplanten Pflegeheim im Baugebiet „Herten II“.

Auf Nachfrage bestätigte Bürgermeister Weisbrod, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge weiterhin den Großen Hertenweg befahren und durch das Baugebiet „Herten II“ fahren können: „Lediglich der agroindustrielle Verkehr ist außen vor. Aber der konnte aufgrund seiner Größe die Feldwege in den Herten bisher auch nicht befahren“.

 

 

Nichtöffentliche Ratsentscheidungen vom 22. Januar 2018

 

In der zurückliegenden nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 22. Januar hat sich das Gremium mit dem möglichen Erwerb eines Grundstücks in der Speyerer Straße, dem Bebauungsplan "Ortskern Kattunisches Eck" sowie der Verleihung von Bürgermedaillen befasst. Außerdem nahm der Gemeinderat das Ergebnis einer unvermuteten Kassenprüfung vom 07. Dezember 2017 zur Kenntnis.

 

 

In den nächsten beiden Ausgaben der Reilinger Nachrichten werden wir die Stellungnahmen der Fraktionen zur Haushaltsplanung 2018 im Original veröffentlichen.

 

Fotos: Büro Willaredt, Gemeinde

Weitere Informationen

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