Gemeinde Reilingen

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Öffentliche Sitzung des Technischen Ausschusses am 26. Oktober 2017

[Online seit 30.10.2017]

Mit nur drei Bauvorhaben war der Technische Ausschuss im öffentlichen Teil seiner Zusammenkunft am vergangenen Donnerstagabend kaum gefordert. Bei den abschließenden Anfragen blieb so auch Zeit für eine vertiefende Betrachtung der angesprochenen Themen. Nach gut einer Stunde konnte Bürgermeister Stefan Weisbrod die Sitzung schließen.
 
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb wird zum Reiterhof
 
Der Herrenbuckel im Osten der Gemarkung ist einer von drei Siedlungsflächen für die Landwirtschaft im Außenbereich. Der seit 40 Jahren bestehende Familienbetrieb auf dem Anwesen mit der Hausnummer 1 soll  einer Bauvoranfrage zufolge als Pferdehof fortgeführt  werden.  Die anstehenden baulichen Veränderungen umfassen den Abriss eines Folien-Tabakschuppens  sowie eines größeren Tabakschuppens.  An ihre Stelle soll eine neue Reithalle mit Stallboxen zur Pferdehaltung treten, die 21 mal 42 Meter groß und somit eine Grundfläche von 880 Quadratmeter haben wird. Auf der Grundfläche eines abzureißenden Garagengebäudes ist geplant, ein zweigeschossiges Wohnhaus mit einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern zu bauen. Darüber hinaus soll das Obergeschoss des vorhandenen Wohnhauses umgebaut und der Dachstuhl aufgestockt werden. Erschlossen werden die Wohngebäude  über ein gemeinsam genutztes, vorgelagertes Treppenhaus.
In der Annahme, dass es sich um ein privilegiertes Außenbereichsvorhaben handelt, erklärte der Technische Ausschuss einstimmig das gewünschte gemeindliche Einvernehmen.

Diese landwirtschaftlichen Nebengebäude auf dem Herrenbuckel sollen durch den Neubau einer Reithalle ersetzt werden. Foto: jd
Diese landwirtschaftlichen Nebengebäude auf dem Herrenbuckel sollen durch den Neubau einer Reithalle ersetzt werden. Foto: jd

Einfügungsgebot im unverplanten Innenbereich erfüllt
 
Über eine Bauvoranfrage wollte der Hauseigentümer des Grundstücks Beethovenstraße 11 klären lassen, ob sein Bauvorhaben im unverplanten Innenbereich baurechtlich genehmigt werden kann. Konkret ging es um die Zulässigkeit eines geplanten barrierefreien Bades in einem seitlichen Flachdachanbau an der südlichen Grundstücksgrenze. Weiter um den Bau von zwei Einzelgaragen an der Nord – und Westseite des rückwärtigen Grundstücksteils sowie den Abriss eines Nebengebäudes an der südlichen Grenze. Das Einfügungsgebot sah das Ratsgremium trotz der fehlenden Abstandsflächen als gegeben an, zumal sich der Bauherr bereit erklärt hatte, eine entsprechende Baulast zu akzeptieren.
 
Geringe Abweichung von der Norm
 
Um 48 Zentimeter auf einer Länge von 2,50 Meter will der Eigentümer des Baugrundstücks Am Feldrain 76 mit seinem Wohnhausneubau die ausgewiesene Baugrenze überschreiten. Der Technische Ausschuss hielt den betroffenen Flächenbereich von etwas mehr als einem Quadratmeter für vernachlässigbar und dem konischen Grundstückszuschnitt geschuldet. Sein erklärtes Einvernehmen zu dem gestellten Befreiungsantrag fiel einstimmig aus.
 
Mehrere Tiefbauvorhaben angekündigt
 
Bürgermeister Stefan Weisbrod gab einen aktuellen Überblick über die Erschwernisse bei der Platzgestaltung am nördlichen Teil der Bierkellergasse (siehe Beitrag in RN am 26.10.2017). Außerdem kündigte er an, dass bis Mitte November diverse Schadstellen am Fahrbahnbelag der Walldorfer Straße behoben werden und dazu eine Teilsperrung notwendig wird. Nach seinen Worten soll zudem der Radweg auf der Westseite der früheren Landesstraße 599  einen „sparsamen“ neuen Oberflächenbelag erhalten. Betroffen ist der Wegeabschnitt zwischen dem Alten Rottweg bis zur ersten Kurve in unmittelbare Nähe zur Landesstraße 723 (Abfahrt Reilingen Mitte).
 
Ein Mix kommunaler Themen
 
Nahezu einer offenen Debatte gleich kam die ausgiebig genutzte Fragemöglichkeit für die Ratsmitglieder. Von gärtnergepflegten Friedhofsflächen (Monika Kasper), einer anstehenden Bürgerinformation zu den Sanierungsplänen der Hockenheimer Straße (Monika Kasper), bis hin zu Indiskretionen bei Personalangelegenheiten (Heinrich Dorn) war so ziemlich alles dabei, worüber in der Gemeinde gerade gesprochen wird. Thematisiert wurden die Vorgänge um das undicht gewordene Sporthallendach (Silvia Vögtle) , der Spielplatzzustand der Thomas-Mann-Straße (Heinrich Dorn), die schleppende Umrüstung der Lichtsignalanlage an der Landesstraße 723 (Monika Kasper) sowie mögliche Kompatibilitätsprobleme der eingesetzten geographischen Informationssysteme bei der Übernahme der technischen Betriebsführung durch die Stadtwerke Hockenheim. Ausgelöst durch eine Anmerkung von Anette Schweiger entwickelte sich eine rege Diskussion über die mangelnde Attraktivität der heutigen Kerwe, deren Zukunftsfähigkeit in jetziger Form in Zweifel gezogen wurde. Auch bei der Konzeption der Traditionsveranstaltung Straßenfest sieht Bürgermeister Stefan Weisbrod noch Potential für Veränderungen, die er bei nächster Gelegenheit auf Ebene der Kultur- und Sportgemeinschaft ansprechen will. (jd)

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