Gemeinde Reilingen

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Die Gemeinde schaut zurück

Zum Jahreswechsel 2017/2018

[Online seit 14.12.2017]

Der innerörtliche Kernbereich
Der innerörtliche Kernbereich "Am Rathaus" aus der Vogelperspektive. Foto: jd
Gemeindeentwicklung mit den Wohnbaugebieten „Herten II“ und „Am Rathaus“ maßgeblich vorangebracht
 
Mit der Freigabe von gleich zwei Neubaugebieten kann die Gemeinde ein weiteres Kapitel in ihrer Entwicklung hinzufügen und zugleich ihre Zukunftsfähigkeit wahren.  Beide Tiefbauprojekte wurden über die eigene Kommunale Wohnungsbaugesellschaft abgewickelt, die als Erschließungsträger aufgetreten ist. Die mittlerweile eingetretenen Bauaktivitäten zeigen, dass die Bedarfe vorhanden sind. Über zwei Dutzend Bauherren haben bereits ihr Eigenheim auf den Weg gebracht und ein Baugenehmigungs- oder Kenntnisgabeverfahren eingeleitet. Einige unter ihnen konnten schon den Rohbau erstellen. Ein Wohnhaus wurde sogar schon bezogen.
 
Bauflächen in bester Ortslage
 
Der innerörtliche Kernbereich „Am Rathaus“ ist seit Mitte August baureif. Er umfasst eine Baulandfläche von rund 8.000 Quadratmeter in bester Ortslage. In nur fünf Monaten war es gelungen, die Tiefbauarbeiten durchzuführen. Sagenhafte 16 Jahre dauerte es, bis am 09. März der mit Anwohnern und Kompetenzteam gefeierte Spatenstich zur Baulanderschließung stattfinden konnte. Rund eine dreiviertel Million Euro wurden in die neue Infrastruktur investiert. Sie besteht aus 170 Meter Mischwasserkanal und  270 Meter Wasserleitung. Etwa 4.000 Kubikmeter Erdmassen mussten bewegt, 1.000 Quadratmeter Straßenflächen asphaltiert und 550 Quadratmeter Pflaster verlegt werden. 20 öffentliche Parkplätze, darunter eine barrierefreie Parkgelegenheit, sind aufnahmebereit. Verkehrstechnisch ist der Bereich in die angrenzende 30 km/h-Zone integriert. Acht Schatten spendende Bäume sind gepflanzt. Erschlossen wird das Baufeld mit 14 Bauplätzen durch den 5,30 Meter breiten „Martin-Luther-Weg“. Im Zentrum befindet sich ein freies Baugelände für das künftige evangelische Gemeindezentrum, das neue Lutherhaus.
(jd)
 

Binnen weniger Monate hat sich im neu erschlossenen Wohnbaugebiet
Binnen weniger Monate hat sich im neu erschlossenen Wohnbaugebiet "Herten II" eine lebhafte Bautätigkeit eingestellt.
Foto: jd

Unübersehbare Vorteile für junge Familien
Mit 7,5 Hektar Fläche stößt das Wohnbaugebiet „Herten II“ am östlichen Ortsrand in ganz andere Dimensionen vor. Mit seiner zentralen Lage, vereint mit dem Rückzugsort Natur, einer Bürgerwiese, einem Erlebnisbereich für Kinder  und  einer viergruppigen kommunalen Kindertagesstätte hat das Areal unübersehbare Vorteile für junge Familien. Für seine Infrastruktur mussten 5,6 Millionen Euro aufgebracht werden. 150  Baugrundstücke im Verlauf von fünf neuen Erschließungsstraßen wurden in einem Zeitfenster von Ende Juli bis Oktober baureif. Der erste Spatenstich war im Jahr zuvor am 07. April erfolgt.   25.000 Kubikmeter Erdmasse mussten bewegt, 1,6 Kilometer Schmutzwasser- und 1,8 Kilometer Regenwasserkanal sowie 2,3 Kilometer Wasserleitungen verlegt werden. 2.300 Quadratmeter Asphaltfläche  und 9.000 Quadratmeter Pflaster waren für Wege und Straßen einzubauen. Das Gelände ist mit über 100 Bäumen  bestückt.
Gemeinsam mit den Versorgungsträgern wurden in beiden Baugebieten die Netze für Strom, Straßenbeleuchtung, Telekommunikation, Glasfaserkabel und Gas aufgebaut. Die Beleuchtung der Verkehrswege erfolgt durch energiesparendes LED-Licht.
Parallel zur Erschließung konnte bereits ein großer Teil der externen Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen umgesetzt werden. Angeführt werden kann beispielsweise  der nahe dem alten Wasserwerk eingerichtete  neue Lebensraum für die geschützten Zauneidechsen oder aber die Nutzungsextensivierung  landwirtschaftlicher Flächen bis hin zur Eingrünung des westlichen Ortsrandes. (jd)
 

Gemeinsam mit den Erwachsenen greifen die
Gemeinsam mit den Erwachsenen greifen die "kleinen Hasen" zum KiTa-Baustart am 27. April zum Spaten
Foto: jd
Neubau einer ersten Kindertagesstätte unter kommunaler Betriebsträgerschaft
Die Zahlen sprechen für sich. Das „Haus der kleinen Hasen“, die erste Kinder-Betreuungseinrichtung unter Gemeinderegie, wird wohl eine Erfolgsgeschichte. Denn schon fünf Monate vor seiner Eröffnung sind die zur Verfügung stehenden 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren und maximal 22 Plätze für Kinder über drei Jahren bereits belegt. Bürgermeister Stefan Weisbrod darf sich damit bestätigt fühlen. Er hatte schon beim obligatorischen Spatenstich Ende April prophezeit: „ Das Haus wird ruckzuck belegt sein“.
Mit einiger Verspätung konnten die Hochbauarbeiten „Am Feldrain 2“ erst in der letzten Maiwoche starten. Der Reilinger Bauunternehmung Müller & Winger GmbH gelang es bis Anfang Oktober, den teilunterkellerten, zweigeschossigen Rohbau mit einem umbauten Raum von 5.750 Kubikmeter und einer Nutzfläche von 1.200 Quadratmeter zu errichten. 26 Baugewerke werden seither sukzessive abgearbeitet.  
Vergessen sind die  Anlaufprobleme, die schon bei der Bauaufnahme ein unerwartet hoher Grundwasserstand bescherte, aber auch die verzögernden Folgen diverser Wetterkapriolen. Die Zeitverluste konnten glücklicherweise  bei den Rohbauarbeiten mit verstärktem Arbeitseinsatz  wieder aufgefangen werden. Auch der Innenausbau verläuft nicht ohne Komplikationen. Ein verspäteter Fenstereinbau hat den eng getakteten Ablaufplan ins Wanken gebracht. Das hat möglicherweise Folgen für den bisherigen Fertigstellungstermin im Mai 2018.
Auf rund 2,9 Millionen Euro ist das Bauprojekt veranschlagt. Den kommunalen Eigenanteil mindern Landes- und Bundeszuschüsse in Höhe von 730.000 Euro.  (jd)
 
Das
Das "Haus der kleinen Hasen" nimmt allmählich Gestalt an. Seit Oktober erfolgt der Innenausbau.
Foto: jd
Große Schritte im ’Haus der kleinen Hasen’          
 
Um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Reilinger Kinder gewährleisten zu können, wurde im September diesen Jahres eine weitere Krippengruppe im Haus der kleinen Hasen eingerichtet. Ein Jahr nach Eröffnung des „Haus der kleinen Hasen“ wurde damit die Betreuungskapazität in der Einrichtung mehr als verdoppelt.
Zusätzlich zur Eröffnung einer Krippengruppe mit zehn Betreuungsplätzen wurde die bestehende altersgemischte Gruppe ab einem Jahr in eine altersgemischte Gruppe ab zwei Jahren umgewandelt. Dadurch können bis zu 22 Kinder in der Gruppe betreut werden. Die Übergangsräumlichkeiten im E-Gebäude der Friedrich-von-Schiller-Schule wurden um einen Klassenraum erweitert. Im Zuge der Neueröffnung der Krippengruppe durfte Kita-Leiterin Christina Junker Jana Baust, Monique Wolf und Lena-Sophie Schleich als neue Kolleginnen im Team begrüßen.
 
Zeitgleich mit der Eröffnung der zweiten Gruppe ging auch die Internetpräsenz des Haus der kleinen Hasen online. Hier können sich interessierte Eltern jederzeit über die Einrichtung und die inhaltliche Arbeit, den Speiseplan, sowie aktuelle Themen der Kita informieren.
 
Kinder und Fachkräfte freuen sich, Mitte 2018 den Neubau im Baugebiet „Herten II“ beziehen zu können. Regelmäßig besuchen sie die Baustelle und informieren sich über den Baufortschritt.
Die Schüler haben sichtlich Spaß am neuen Schaukelbett
Foto: K.Dietrich
Die Schüler haben sichtlich Spaß am neuen Schaukelbett
Foto: K.Dietrich

Schiller-Schule entwickelt sich weiter

Für die Friedrich-von-Schiller- Schule war das Jahr 2017 ein Jahr voller Ereignisse und Fortschritte. Davon profitierten wohl am meisten die Schüler.
In den nächsten Wochen erwartet die Verwaltung die Genehmigung, die Schiller-Schule zur Gemeinschaftsschule weiterzuentwickeln. „Die notwendigen Fachinstanzen, vom Schulamt bis zum Landratsamt, haben unserer Schule ein exzellentes Zeugnis ausgestellt“, betont Bürgermeister Weisbrod. Dies gelte vom äußeren Zustand über die Ausstattung bis hin zum neuen Lernen. Eine Gemeinschaftsschule  ermöglicht ein längeres, gemeinsames Lernen auf unterschiedlichen Niveaus und wird das einzige Angebot dieser Art in der Verwaltungsgemeinschaft sein.
Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule wird ein Anbau an die Schule notwendig. „Unsere Mensa platzt jetzt schon aus allen Nähten, ein Neubau in den Mannherz-Hallen ist dringend geboten“, so Weisbrod. Benötigt werden dann auch sechs neue Klassenräume, da eine Gemeinschaftsschule im Vergleich zur Werkrealschule 1,5 Zimmer je Klasse benötigt.
Um den Schülern langfristig eine moderne  Möglichkeit des Lernens zu gewährleisten, durften die alten Computer abdanken und es wurden zwei Computerräume komplett neu ausgestattet. „Digitales Lernen braucht gute Infrastruktur und Qualifizierung", erläutert Stefan Weisbrod und betont, dass auch der neu zugelegte VDSL-Anschluss der Schule die Grundlage von pädagogischer Innovation bildet.
Aber nicht nur Computer wurden angeschafft, sondern auch viele neue, zeitgemäße Spielgeräte für die Jüngeren.
Hierzu gehört aber auch, körperlich eingeschränkten Schülern die Möglichkeit zum Spielen zu  bieten. Mit Hilfe einer großzügigen Spende der Lions und der SRH-Schule konnte ein barrierefreies Schaukelbett angeschafft werden.
Zur Unterbringung der neu angeschafften Spielgeräte wurde Anfang des Jahres auf dem Schulgelände eine zweite Garage errichtet. „Jetzt haben wir ausreichend Platz, um die beliebten Racer und Go-Karts unterzubringen“, so Sven Seiler, Leiter der kommunalen Betreuungsangebote an der Schule.

Im November wurde noch am Segmentbogenpflaster des neu gestalteten Einmündungsbereichs zur Hauptstraße gearbeitet.
Foto: jd
Im November wurde noch am Segmentbogenpflaster des neu gestalteten Einmündungsbereichs zur Hauptstraße gearbeitet.
Foto: jd

Mit Hilfe der Ortskernsanierung neue Verkehrsstrukturen geschaffen
 
Tagtäglich verändert die ehemals landwirtschaftlich geprägte Gemeinde ihr Gesicht. Neue und der heutigen Zeit anpasste Strukturen werden an allen Ecken und Enden geschaffen. Daran führt gerade im alten Ortskern kein Weg vorbei. Er muss sich zwingend von innen heraus erneuern, um auch in Zukunft ein urbaner Mittelpunkt für seine Bewohner zu sein.
Den notwendigen Erneuerungsprozess unterstützt die Ortskernsanierung, konkret ein Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Seit zwei Jahren ist ein genau abgegrenzter Förderschwerpunkt im Oberdorf anerkannt. Fördergelder stehen mit einem Gesamtvolumen von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit dem in neun Monaten realisierten, niveaugleichen Ausbau der Bierkellergasse und der Anlage eines ortsrandnahen Fuß- und Radweges hat die Gemeinde schon zum Programmauftakt wichtige  Akzente gesetzt.
 
Bierkellergasse niveaugleich ausgebaut
 
Die Bierkellergasse  befand sich auf einer Länge von 110 Metern in einem desolaten  Zustand und die anzutreffende Parksituation war untragbar. Ihre Umgestaltung unter Verzicht separater Gehwege  war das Ergebnis eines intensiven Beteiligungsprozesses der Anwohner. Erneuert wurde zudem die Wasserleitung, wie auch die Hausanschlüsse für Wasser und Kanal zu ersetzen waren. Die gesamten Baukosten liegen bei  542.000  Euro.
Etwas nach Westen verschwenkt, sorgt die Fahrbahn jetzt für bessere Sichtverhältnisse im Einmündungsbereich zur Hauptstraße.  Den am rechten Fahrbahnrand entstandenen Freiraum schmückt ein „Gewöhnlicher Judasbaum“ (cercis siliquastrum).
Die gegenüber angelegte Stellfläche ist mit acht Parkständen bestückt. Als Bodenbelag ist ein Naturstein als Segmentbogenpflaster verlegt. Die Abgrenzung zur Hauptstraße übernehmen niedrige Staudenpflanzen. Die kahlen Wände zu den Nachbarn sind mit Kletterpflanzen begrünt.  Die Platzgestaltung kommt auf rund 161.000 Euro.
Bis zu 60 Prozent des förderfähigen Kostenaufwandes kommt aus dem Fördertopf der Ortskernsanierung.
(jd)

In neun Monaten Bauzeit hat sich die Bierkellergasse zu ihrem Vorteil verändert.
Foto: jd
In neun Monaten Bauzeit hat sich die Bierkellergasse zu ihrem Vorteil verändert.
Foto: jd

Fröschauweg als sichere Alternative für Radler und Fußgänger
 
Zweieinhalb Meter breit und flankiert von einem 50 Zentimeter breiten Schotterbankett ist der im Oktober fertig gestellte, asphaltierte Fuß- und Radweg  zwischen Sofienstraße und Rewe-Einkaufsmarkt. Zugleich wurde in diesem Wegeabschnitt eine Ringleitung für die Wasserversorgung aufgebaut und ein Kabel für eine mögliche Beleuchtung eingezogen. Die Kosten für den Wegeausbau von rund 128.000 Euro teilen sich Gemeinde, Bund und Land. Als Fördermaßnahme der Ortskernsanierung „Reilingen III“ können etwa zwei Drittel des förderfähigen Aufwandes bezuschusst werden. Ausschließlich zu Lasten der Gemeinde beziehungsweise des Eigenbetriebes Wasserversorgung geht die 250 Meter lange Wasserleitung, die auf etwa 96.000 Euro kommt.
Mit dem Fröschauweg  erhalten insbesondere  Radfahrer und Fußgänger eine verkehrssichere Alternative zur stark belasteten Oberen Hauptstraße. Zugleich ist es der Gemeinde nach Jahrzehnten gelungen, die juristisch problematische Grundstückssituation im Ortsrandbereich in geordnete Bahnen zu lenken. (jd)

Zwischen Rewe-Einkaufsmarkt und Sofienstraße ist der Fröschauweg jetzt befestigt
Foto: jd
Zwischen Rewe-Einkaufsmarkt und Sofienstraße ist der Fröschauweg jetzt befestigt
Foto: jd
Am Dorfgemeinschaftshaus nagt der Zahn der Zeit
 
Wer einen Altbau angeht, muss mit Überraschungen rechnen. Davon bleibt auch die Gemeinde Reilingen nicht verschont. Am Dorfgemeinschaftshaus mit Heimatmuseum und Gaststätte „Zum Löwen“ hat der Zahn der Zeit größere Spuren hinterlassen, als das zuvor den Anschein hatte.  Schon beim ersten, auf 355.000 Euro veranschlagten Bauabschnitt einer mehrstufigen Gebäudesanierung, fallen die Kosten aus dem Rahmen. Denn das Nebengebäude, das ursprünglich Lager, Sanitäranlagen und die zentrale Gas-Brennwert-Heizung aufnehmen sollte,  ist in einem desolaten Zustand. Um das Fachwerkgebäude nutzbar zu machen, müssen zusätzlich rund 300.000 Euro aufgebracht werden. Ein optional möglicher Gebäudeabbruch mit Wiederaufbau wäre wesentlich teurer gekommen.  
Für die notwendige Wärme im Dorfgemeinschaftshaus sorgt jetzt eine komplett neu installierte, energiesparende Gas-Brennwert-Heizungsanlage samt neuen Profil-Kompaktheizkörpern. Die in einem Abstellraum des Dachgeschosses installierte Heizzentrale konnte zum Kerwe-Wochenende in Betrieb genommen werden.   
Schon im Frühjahr war auf behördliche Anordnung der vorbeugende Brandschutz optimiert und eine feuerverzinkte Stahlkonstruktion als zweiter Rettungsweg installiert worden.
Im kommenden Jahr sollen  sich im Hauptgebäude ein Rückbau der vorhandenen Toiletten und eine Küchenerweiterung anschließen. Die  Trockenlegung und Sanierung von Keller, Sockel und Außenfassade sind einem dritten Bauabschnitt vorbehalten.
Als glücklicher Umstand erweist sich die Ortskernsanierung. Aus deren Fördertopf können zum Erhalt des denkmalgeschützten Anwesens Gelder generiert werden, die den Eigenanteil der Gemeinde deutlich reduzieren. 38.000 Euro schießt außerdem das Land aus dem Klimaschutz Plus – CO2  Minderungsprogramm zu.
Das historische Fachwerkgebäude  hatte die Gemeinde vor etwas mehr als 30 Jahren erworben und samt seiner Nebengebäude binnen zwei Jahren umgebaut und saniert. 1985 wurde das Heimatmuseum eröffnet und hielt auch die Gastronomie Einzug.  (jd)
 

Das Fachwerkensemble des Dorfgemeinschaftshauses wird sukzessive saniert und die Haustechnik erneuert. Im Frühjahr wurde eine Stahltreppe als zweiter Fluchtweg installiert.
Foto: jd
Das Fachwerkensemble des Dorfgemeinschaftshauses wird sukzessive saniert und die Haustechnik erneuert. Im Frühjahr wurde eine Stahltreppe als zweiter Fluchtweg installiert.
Foto: jd

Helligkeit für bis zu 40.000 Fußballspiele
 
Den ungeteilten Beifall der Reilinger Athleten und Fußballer dürfte eine zeitgemäße LED-Flutlichtanlage gefunden haben, die im Februar offiziell in Betrieb genommen wurde. Sie rückt den erst vor zwei Jahren fertig gestellten „Dietmar-Hopp-Kunstrasenplatz“ im wahrsten Sinne des Wortes „ins rechte Licht“.
An jedem der acht 16 Meter hohen Masten wurde eine dimmbare Beleuchtung mit einer elektrischen Leistung von bis zu 1.550 Watt angebracht. Die Lebensdauer der LED-Lampen liegt bei etwa 60.000 Betriebsstunden und sollte nach den von Bürgermeister Stefan Weisbrod angestellten Berechnungen für die Ausleuchtung von rund 40.000 Fußballspielen ausreichen.
Der Stromverbrauch liegt trotz weitaus besserer Lichtausbeute und –qualität nur noch bei rund einem Drittel der alten Anlage. Neben den monetären Vorteilen ist eine jährliche Einsparung von 5,4 Tonnen an klimaschädlichem CO2 Gas ein überzeugendes Argument für diese Investition.
Rund 33.000 Euro hat die neue Technik gekostet, welche die überalterten Halogen-Metall-(Quecksilber) Dampflampen ersetzt. 6.800 Euro Bundeszuschuss minderten den kommunalen Kostenaufwand. (jd)

Die neue LED-Lichttechnik sorgt auf dem Kunstrasenplatz für ausgezeichnete Lichtverhältnisse.
Foto: Udo Kempf
Die neue LED-Lichttechnik sorgt auf dem Kunstrasenplatz für ausgezeichnete Lichtverhältnisse.
Foto: Udo Kempf
Langlebiger Witterungsschutz für die Fritz-Mannherz-Sporthalle
 
Unabhängig von der Dachform: Ein undichtes Dach hat fatale Folgen. Daher müssen Hauseigentümer sofort aktiv werden, wenn Mängel auftreten. Mit dem Eindringen von Wasser wird nicht nur die Dachhaut beschädigt. Beeinträchtigt wird auch die Wärmedämmung, die Schimmelbildung gefördert und die tragenden Holzteile in Mitleidenschaft gezogen. Vor diesem Dilemma stand auch die Gemeinde. Denn das 30 Jahre alte Dach der Fritz-Mannherz-Sporthalle war marode und es kam nur eine komplette Runderneuerung  in Frage.
Vier Monate hat es gedauert, das Hallendach witterungsfest zu machen. Die umfangreichen Arbeiten haben rund 600.000 Euro verschlungen. 1.460 Quadratmeter Dachfläche waren abzudecken, die Wärmedämmung zu erneuern, Rinnen, Einläufe, Trauf- und Firstbleche auszuwechseln. Großflächig verarbeitet wurden 34, 6 Meter lange Profilbleche eines weltweit bewährten Stehfalzsystems aus Aluminium. Alle undichten Lichtbänder wurden ersetzt. Auch rund 170 Quadratmeter  bekieste Flachdachbereiche erhielten neue Bitumenbahnen, wie auch die Anschlüsse an Attika und Lüftungsbereiche überprüft wurden.
Die mit Holz verkleidete Nord- und Westfassade der Halle schützt ein neuer Lasuranstrich vor schädigenden Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit und UV-Strahlung. 280 Quadratmeter Holzlamellen wurden mit eigenen Kräften behandelt.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres im September konnten die Fritz-Mannherz-Hallen termingerecht geöffnet werden. (jd)
Gut 35 Meter lang waren die Profilbleche, die mit einem Kran auf das elf Meter hohe Dach gehoben wurden.
Foto: jd
Gut 35 Meter lang waren die Profilbleche, die mit einem Kran auf das elf Meter hohe Dach gehoben wurden.
Foto: jd
Urnenbeisetzungen werden zur Regel
 
Über 100 Jahre befindet sich die zentrale Ruhestätte der Verstorbenen auf dem Friedhof am Sandweg. Es gibt sie dort zwar immer noch, die großen Familiengräber, aber der Wandel der Bestattungskultur ist auf dem heimischen Friedhof unübersehbar. War es seit Generationen Sitte, die Angehörigen in Särgen beizusetzen, sind heutzutage immer mehr Urnenbeisetzungen die Regel. Das ist in Reilingen mittlerweile bei jeder zweiten Bestattung der Fall.
Um dem Bedarf gerecht zu werden, hat die Gemeinde ein neues Grabfeld für 100 kostengünstige Urnenreihengräber angelegt. Die Gestaltung übernahm der kommunale Bauhof. Die Bestattungsflächen sind über 1,50 Meter breite Fußwege erreichbar. Rund 90 Quadratmeter rotbraunes Betonpflaster, flankiert von 120 laufenden Metern Betonsaumsteinen sorgen für einen speziell für die ältere Generation nutzbaren, barrierefreien Zugang.
Zusätzliche Lagerkapazitäten für Bestattungsgerät schafft eine nördlich der Friedhofskapelle aufgestellte Fertiggarage. Sie hatte sich als praktikable, schnelle und kostengünstige Lösung für den knapp gewordenen Stauraum angeboten.
Auf der Ostseite ist der Gottesacker jetzt zum  freien Feld mit einer robusten, immergrünen Kirschlorbeer-Hecke  abgegrenzt. Sie ersetzt die unansehnlichen, in vielen Teilen abgestorbenen Scheinzypressen. 
Während der Bestattungsfeier können Trauernde neuerdings auch außerhalb der Friedhofskapelle auf einer von sieben im Zugangsbereich aufgestellten Parkbänken Platz nehmen.
Nach jahrelanger Vorbereitungszeit ist es zudem gelungen, ein digitales Friedhofskataster zu erstellen und die gesamte Friedhofsstruktur kartografisch darzustellen. Neben den vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten lassen sich mit diesem neuen Angebot die kundenspezifischen Friedhofs- und Verwaltungsabläufe deutlich verbessern. (jd)

Dank eigener Kräfte verfügt die Gemeinde jetzt über ein weiteres, für einhundert Bestattungen ausgelegtes Urnengrabfeld
Foto: jd
Dank eigener Kräfte verfügt die Gemeinde jetzt über ein weiteres, für einhundert Bestattungen ausgelegtes Urnengrabfeld
Foto: jd

Regelkonformer Aufbau der Hockenheimer Straße im kommenden Jahr
 
Der Gemeinderat hat sich im Oktober grundsätzlich darauf verständigt. Die seit dem Vorjahr zur Gemeindestraße umgewidmete Hockenheimer Straße soll 2018 saniert werden. Ein baldiger Baustart ist mit der Zusage des Landes möglich geworden, sich mit einem respektablen Anteil an den Projektkosten zu beteiligen. Mit dem Zuschuss aus dem Ausgleichstock und den Einnahmen aus den Ablöseverhandlungen stehen rund 660.000 Euro zur Verfügung.
Was die Straßensanierung kosten wird, ist noch sehr unkonkret und hängt vom noch festzulegenden Ausbaustandard ab. Fest steht, dass der Aufbau des Straßenbelags  nicht den Normvorgaben entspricht und zudem in einem schlechten Zustand ist. Der komplette Straßenaufbau mit Asphalttrag-, Binder- und Deckschicht müssen wohl erneuert werden. Der Abwasserkanal ist im Einmündungsbereich der Wilhelmstraße auf zu dimensionieren, im Bereich Rathaus ist er überlastet. Die Hauptwasserleitung ist zwar noch in einem guten Zustand, soll aber wegen ihres Alters von 70 Jahren erneuert werden. Die Bushaltestellen sind barrierefrei auszubauen.
Erste, noch unpräzise Kostenermittlungen gehen von einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Millionen Euro aus. (jd)

Die zur Gemeindestraße umgewidmete Hockenheimer Straße erwartet eine umfassende Sanierung.
Foto: jd
Die zur Gemeindestraße umgewidmete Hockenheimer Straße erwartet eine umfassende Sanierung.
Foto: jd

Neue Fenster und LED-Licht verbessern Energieeffizienz des Rathausgebäudes
 
Mit einem mehrstufigen Sanierungskonzept will die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft das Rathausgebäude für künftige Anforderungen wappnen. Ein erster, in diesem Jahr realisierter Schritt, beschränkte sich darauf, die Energie- und Wärmeeffizienz des als Baudenkmal geschützten Gebäudes zu verbessern. Darunter fällt der Austausch sämtlicher, etwa 30 Jahre alter, nach historischem Vorbild gestalteten Holzsprossenfenster. Ihr Holzrahmen hatte sich schon verzogen und der aufgeklebte Sonnenschutz die Scheiben zum Teil erblinden lassen. Auch der unzureichende Schallschutz war ein ständiges Handicap, das eine ungestörte Verwaltungsarbeit erschwerte.
70 desolate Fenster wurden deshalb im September mit einem Kostenaufwand von rund 131.000 Euro erneuert. Eine Schallschutzverglasung wie auch eine effektive Außenbeschattung dienen dem Arbeitsschutz und der Gesundheitsvorsorge.  
Darüber hinaus werden bis zum Frühjahr die Amtsräume durch ein zeitgerechtes LED-System beleuchtet, das rund 83.000 Euro kosten soll. Fast 38.000 Kilowattstunden Energie können dadurch jährlich eingespart werden. Auch für den Klimaschutz ist diese Investition relevant. Über die Lebensdauer der Anlage können 447 Tonnen CO2  eingespart werden. Die monetären Einsparungen summieren sich auf überschlägig 8.000 Euro jährlich.  Auch das überalterte Kabelnetz für die Rathaus-EDV soll demnächst ersetzt werden.
270.000 Euro an Landeszuschüssen hat sich die Gemeinde für die energetische Sanierung gesichert.  (jd)

Am historischen Vorbild orientiert sich das Aussehen der neuen Holzsprossenfenster für das Rathausgebäude.
Foto: jd
Am historischen Vorbild orientiert sich das Aussehen der neuen Holzsprossenfenster für das Rathausgebäude.
Foto: jd
Innerörtlicher Ausbau des Glasfasernetzes begonnen          
 
Schnelles Internet ist für viele Bürgerinnen und Bürger zu einem entscheidenden Faktor geworden, wenn es um die Wahl des Wohnortes geht. Mit dem Beitritt zum Zweckverband Highspeed-Netz Rhein-Neckar (fibernet.rn) hat sich Reilingen bereits vor mehreren Jahren dem Thema Glasfaserausbau angenommen. Die Infrastruktur für die Backbone-Leitung wurde nun Anfang 2017 geschaffen. Die Mitverlegung der Leerrohre bei Baumaßnahmen und der Erschließung der neuen Baugebiete „Herten II“ und „Am Rathaus“ ist erfolgt, ebenso wie die Herstellung der ersten Hausanschlüsse entlang des Backbone-Verlaufs.
Seit Anfang November 2017 wird die Verbindung zwischen der Backbone-Leitung und dem Baugebiet „Herten II“ entlang der Wilhelmstraße und der Hockenheimer Straße jeweils einseitig realisiert. Bis Mitte Dezember soll dieser Anschluss fertiggestellt sein und bereits das Glasfaser in die Leitungen eingeblasen werden. Damit können Ende 2017 die ersten Glasfaser-Nutzer in Reilingen vom schneller Internet profitieren.
Für den weiteren Glasfaserausbau sollen die Gewerbegebiete Hägebüch und Rott, die Aussiedlerhöfe nach Bedarf und das Baugebiet Fröschau/Wörsch priorisiert ausgebaut werden.
Um das mobiles Surfen zu verbessern, wurden im vergangenen Jahr die Mobilfunksendeanlage in der Schulstraße um eine LTE-Sendeanlage von Téléfonica erweitert.
v.l.n.r. Stefan Weisbrod, Christine Deininger ,Walter Büttner, Ute Heger, Uwe Schuppel
Foto: Gemeinde
v.l.n.r. Stefan Weisbrod, Christine Deininger ,Walter Büttner, Ute Heger, Uwe Schuppel
Foto: Gemeinde
Grundbuch- und Notariatsreform in Reilingen abgeschlossen
 
Bereits vor drei Jahren war die Reform des Grundbuchwesens in Reilingen beendet, als im Oktober 2014 das örtliche Grundbuchamt nur noch als Grundbucheinsichtsstelle weitergeführt wurde.
 
Ab 1. Januar 2018 wird auch die Notariatsreform für Veränderungen im Bürgerservice der Gemeinde Reilingen sorgen. Weit mehr als 100 Jahre lang wurden wöchentliche Sprechtage des Notars im Rathaus angeboten. Dieser Service endete am 28. November mit der letzten Beurkundung des Notars Walter Büttner im Reilinger Rathaus.
 
Künftig können keine Notartermine mehr über die Gemeinde vereinbart werden. Grundbuchratschreiber Uwe Schuppel betonte bei dieser Gelegenheit aber, dass die Serviceleistungen der Grundbucheinsichtsstelle nach wie vor angeboten werden. Neben Grundbuchabschriften und öffentlichen Beglaubigungen will man gerne auch bei Fragen zu Nachlass- und Erbangelegenheiten, Auseinandersetzungen und sonstigen Verträgen ein kompetenter Ansprechpartner für die Bevölkerung sein.
Modern und einladend präsentiert sich Reilingen auf der neuen Homepage
Foto: Repro: Gemeinde
Modern und einladend präsentiert sich Reilingen auf der neuen Homepage
Foto: Repro: Gemeinde

Neues Design von Reilinger Nachrichten und Homepage


Durch unser Internet-Portal und die Reilinger Nachrichten können sich die Bürger seit vielen Jahren über Geschehnisse und Veranstaltungen der Gemeinde informieren. Und während sich Reilingen im Jahr 2017 im Wandel befindet, so verändern sich auch Homepage und Amtsblatt.
Ende März hat die Gemeinde Reilingen ihren Auftritt im Internet neu gestaltet, nicht nur mit frischem, modernem Design, sondern auch mit größerem Angebot. Klar strukturiert und benutzerfreundlich ist das neue Erscheinungsbild der Homepage, so dass man schnell auf alle Kategorien zugreifen und  allgemeine Informationen problemlos einsehen kann.
Nach der Online-Neugestaltung kam es bei den Reilinger Nachrichten im Mai ebenfalls zu einem Umschwung. Für Bürgermeister Stefan Weisbrod ist es wichtig, dass sich die Gemeinde auch über das Ortsblatt modern präsentiert. „Mit frischen Farben, einer klaren Ordnung und dem neuen Logo, können sich die Reilinger Nachrichten sehen lassen.“

Zahlreiche Narren zogen durch Reilingens Straßen.
Foto: Werner Klefenz
Zahlreiche Narren zogen durch Reilingens Straßen.
Foto: Werner Klefenz

Nachtumzug zieht die Massen an
An den großen Erfolg des ersten Reilinger Nachtumzugs, anlässlich des Gemeindejubiläums 2011, knüpfte dieses Jahr nun auch die Zweitauflage an. Am 27. Januar zogen 77 Fußgruppen bei eisiger Kälte durch die Straßen unserer Gemeinde und heizten den Leuten mit buntem Treiben ordentlich ein. Anlässlich des Umzugs schmückten zahlreiche Bürger ihre Anwesen und sorgten für eine passende Atmosphäre. Die Teilnehmer sprachen ein großes Lob an die Zuschauer aus, die trotz eisiger Temperaturen bedingungslos und begeistert mitfeierten.
Als „einmalig“ und „unvergesslich“  betitelte Bürgermeister Stefan Weisbrod den nächtlichen Umzug, an welchem er selbst teilnahm, als Clown im Indianerkostüm verkleidet. Auch die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold, welche den Umzug mitorganisierte, lobte den Abend als „vollen Erfolg“.
Ebenfalls für Stimmung, sorgten Gabi Biefel und Claus Weber, welche den Umzug schwungvoll, inmitten der Narrengemeinde, moderierten.
Einen gelungenen Abschluss fand die Veranstaltung auf dem Parkplatz der Fritz-Mannherz-Hallen, bei Musik, Essen und Getränken.

Der neue Träger des Ehrenrings mit seiner Lebensgefährtin Heidi Schmidt, Bürgermeister a. D. Helmut Müller, Bürgermeister Stefan Weisbrod, der Vorsitzenden der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold und Bürgermeister a. D. Walter Klein
Foto: Christina Lourenco
Der neue Träger des Ehrenrings mit seiner Lebensgefährtin Heidi Schmidt, Bürgermeister a. D. Helmut Müller, Bürgermeister Stefan Weisbrod, der Vorsitzenden der Kultur- und Sportgemeinschaft Sabine Petzold und Bürgermeister a. D. Walter Klein
Foto: Christina Lourenco

Ehre, wem Ehre gebührt

 

Siegfried Heim war ein Glücksfall für Reilingen! Über ein Vierteljahrhundert hinweg steckte er viel Herzblut und enormes Engagement in den Aufbau und Erhalt der Reilinger Vereinslandschaft – in der Regel ehrenamtlich und unentgeltlich. Deshalb hatte der Gemeinderat beschlossen, ihm den Ehrenring zu verleihen. Bürgermeister Stefan Weisbrod konnte Heim an seinem 80. Geburtstag mit der zweithöchsten kommunalen Ehrung für seine Lebensleistung auszeichnen.

Das Jahr 2017 hatte auch für die Vereine der Gemeinde einiges zu bieten. Der katholische Kirchenchor Cäcilia feierte sein 125. Bestehen. Das große Jubiläum wurde bei einem Festgottesdienst in der Reilinger Wendelinskirche begangen. Der Sängerbund feierte mit sein 120. Jubiläum mit einer stimmungsvollen Matinee in der Schulaula. Höhepunkt war ein umjubeltes Festkonzert am 20. Oktober in der ausverkauften St. Wendelins-Kirche. Mit seinem 55. Jubiläum kann sich der Karnevalsverein „Die Käskuche“ ebenfalls  sehen lassen. Über ein halbes Jahrhundert wurden Prunksitzungen und  Feste veranstaltet und dennoch gibt es von Langeweile und Ermüdung keine Spur.

Peter Maier erhielt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aus den Händen von Bürgermeister Stefan Weisbrod. Dabei wurde sein langjähriges, vorbildliches Engagement für Sängerbund gewürdigt.

Bei der Grundsteinlegung zum Wendelinsfest nutzten viele Besucher die Möglichkeit, den Rohbau zu besichtigen. 
Foto: Katrin Dietrich
Bei der Grundsteinlegung zum Wendelinsfest nutzten viele Besucher die Möglichkeit, den Rohbau zu besichtigen.
Foto: Katrin Dietrich
Katholische Pfarrgemeinde will im Frühjahr ihr neues Gemeindezentrum einweihen
 
Nach einem dreiviertel Jahr ist der Neubau des katholischen Gemeindezentrums weit vorangekommen. Bis Ende August konnte der Rohbau hochgezogen werden. Seither wird am Innenausbau gearbeitet. Im Verlauf des Frühjahres kann wohl mit einem Bauabschluss gerechnet werden. Ein konkreter Einweihungstermin ist allerdings noch nicht bestimmt.
Rund 1,75 Millionen Euro wird das auf kircheneigenem Grund in der Hauptstraße 72 errichtete Zukunftsprojekt kosten. Die politische Gemeinde leistet einen finanziellen Baustein in Form von zehn Prozent der Baukosten, maximal  175.000 Euro. 40 Prozent trägt das Erzbistum mit Sitz in Freiburg bei.
Kernstück der vom Reilinger Architekturbüro Eberhard Vögele entwickelten, modernen Projektkonzeption ist ein zweigeschossiger, teilunterkellerter Flachdachbau. Er beinhaltet einen Gemeindesaal mit 126 Sitzplätzen und eine etwa 21 Quadratmeter große, mobile Bühne. Der Saal wird mit einer mobilen Trennwand teilbar sein.
Im Erdgeschoss befinden sich Küche, Getränkeausgabe, Stuhllager, Garderobe und Toilettenanlagen. Der barrierefreie Zugang erfolgt an der südlichen Stirnseite über ein Foyer. Das zweite Geschoss ist für die Jugend und Meditation bestimmt. Das Kellergeschoss ist der Haustechnik vorbehalten und bietet ausreichend Lagermöglichkeiten. Die drei Geschossebenen sind über ein Treppenhaus und barrierefrei auch über einen Aufzug erreichbar.
Zuvor war auf dem Gelände das marode, 40 Jahre alte Don-Bosco-Jugendhaus samt angrenzendem Bibliotheksgebäude abgerissen worden. (jd)
 
So sieht das neue Lutherhaus einmal aus
Visualisierung: Architekturbüro Vögele
So sieht das neue Lutherhaus einmal aus
Visualisierung: Architekturbüro Vögele

Neues Lutherhaus in Planung

Was lange währt, wird endlich gut. Durch den neuen Bebauungsplan „Am Rathaus“ verändert sich das innerörtliche Quartier ‚Am Rathaus‘ gewaltig.
 
Nach einem Architektenwettbewerb hat die evangelische Kirchengemeinde Ende Juni 2017 beschlossen, das Architekturbüro Vögele aus Reilingen mit dem Neubau des Lutherhauses zu beauftragen. Der Siegerentwurf überzeugte durch die gelungene Raumaufteilung und in der Art, wie er sich in die Umgebung einfügt. Das neue Gemeindehaus wird aus zwei Gebäudeteilen bestehen. Im Baukörper auf der einen Seite befindet sich der unterteilbare Saal und im zweiten Baukörper der Raum des CVJM sowie die Funktionsräume. Beide Baukörper verbinden sich durch das zentral gelegene Foyer.
Durch das Vorspringen des Saal-Baukörpers entsteht einen harmonischer und großzügiger Platz, der die Dorfgemeinde einlädt sich zu verweilen und auszutauschen. Großzügig zu öffnende Glasfronten verbinden Innen und Außen.
 
Derzeit arbeitet das Architekturbüro Vögele an der Gebäudeplanung für den Bauantrag. Ein Spatenstich wird frühestens im Sommer 2018 erfolgen.

Foto: SC08 Reilingen
Foto: SC08 Reilingen

Erfolgreiches Jahr für den SC 08 Reilingen

Der SC 08 Reilingen konnte im Jahr 2017 große Erfolge einfahren.  Nach der souveränen Spielsaison 2016/17 in der Kreisklasse A gelang der ersten Herrenmannschaft des SC 08 Reilingen der ersehnte Aufstieg in die Kreisliga. Daheim ungeschlagen, nach  91 Toren  und mit stolzen 72 Punkten auf dem Konto durften  sich die Männer der ersten Mannschaft Meister nennen und waren Tabellenkonkurrenten, trotz zeitweiliger Ausfälle von Schlüsselspielern, immer einen Schritt voraus. 
Und so wie die vorherige Saison endete, ging die aktuelle Saison weiter. Oben angesiedelt, werden die Herren von vielen schon als Titelfavorit gehandelt.

Foto: Gemeinde
Foto: Gemeinde
Unsere Reilinger Spargel – und Erdbeerprinzessin Nikola I.  - Sympathische Botschafterin ihrer Heimatgemeinde
 
Im Mai dieses Jahres hatte Nikola Dörfer die ehrenvolle Aufgabe übernommen als erste Spargel- und Erdbeerprinzessin ihre Heimatgemeinde zu repräsentieren. Von Mai bis November lächelte sie an den drei Ortseingängen allen Besuchern unserer Gemeinde auf Grußtafeln entgegen und wünschte so ein „herzliches Willkommen“ und ein „Auf Wiedersehen“.
Die Vorstellung der charmanten Botschafterin fand am 03. Mai auf dem Hof von Klaus Schröder, als Vertreter der örtlichen Erzeuger, statt. Stilecht in einem erdbeerroten Kleid meisterte die erst knapp 15 Jahre junge Nikola Dörfer ihren ersten Auftritt sehr souverän. Bei Bürgermeister Stefan Weisbrod und dem Gemeinderat war die Freude groß mit dem waschechten Reilinger Mädel eine würdige Nachfolgerin der bisherigen Spargelprinzessin Julia Großhans gewonnen zu haben.
Als Urururenkelin von Franz Dörfer trägt Nikola ihre Liebe zum Spargel gewissermaßen in den Genen. Denn der Landwirt Franz Dörfer (1835 – 1908) hat den Spargelanbau nach Reilingen gebracht. Die Opas Berthold Dörfer sowie Bürgermeister a.D. und Ehrenbürger Walter Klein stammen aus  alteingesessenen Bauernfamilien und haben noch selbst Spargel angebaut. Selbst die Eltern Jürgen und Barbara Dörfer geborene Klein haben den Spargelanbau in der Familie noch miterlebt.
„Mit dieser Aufgabe geht für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung“, gestand eine strahlende Nikola Dörfer im Hofgut von Klaus Schröder, der die kleine Feier standesgemäß mit erntefrischen Erdbeeren ausrichtete. Die Schülerin der Edith-Stein-Realschule erzählte freimütig, wie sie zu dieser Ehre gekommen war. Bürgermeister Stefan Weisbrod habe sie bei einer Reise in die französische Partnergemeinde Jargeau mit einem leckeren Eis „überzeugt“ und gleich auf einer Serviette einen „Vertrag“ aufgesetzt.
Weisbrod dankte der Familie für die Unterstützung, er hoffe, dass Nikola Spaß an der neuen Aufgabe finde und entgegnete auf das noch jugendliche Alter der Prinzessin schlagfertig: „Dieser vermeintliche Mangel reduziert sich von Tag zu Tag“.
Auch Produzent Klaus Schröder lobte das Engagement der jungen Dame und versicherte, seinen Teil für einen erfolgreichen Verlauf der Amtszeit beizutragen. Für die komplette Saison bot er der sympathischen Regentin „Erdbeeren, soviel sie möchte“ an.
„Radeln auf der neuen Freizeitroute entlang der Kraich“ stand dann als erster Termin im Kalender der Hoheit. Und so reihte sich Nikola I. wenige Tage nach Ihrer Krönung in das Empfangs-Komitee um Bürgermeister Stefan Weisbrod, Hella Müller (AK Wersau), Herold Willi Krüger und Philipp Bickle, als Freiherr von Drais, ein, um die Radgruppe an der Wersauer Schlossmühle gebührend und standesgemäß zu empfangen. Die etwa 70 Köpfe Radelgruppe um Landrat Stefan Dallinger, die zuvor in Ketsch gestartet waren, nutzte an der Wersauer Schlossmühle die willkommene Gelegenheit zu einem außerplanmäßigen Stopp. Dort hieß Bürgermeister Stefan Weisbrod alle Teilnehmer der Sternfahrt willkommen, „mit dem Schönsten, was Reilingen zu bieten hat: Der Erdbeer- und Spargelprinzessin Nikola I.“.
Mitte Juni stand Hügelsheim ganz im Zeichen des 17. Spargelfestes. Bei idealem Festwetter präsentierte sich die Hügelsheimer Spargelfestgemeinschaft einmal mehr von ihrer besten Seite. Mit dabei war auch unsere Reilinger Erdbeer- und Spargelprinzessin Nikola I. Sie war von den beiden Hoheiten, Spargelkönigin Lisa I. und Spargelprinzessin Elena I., eingeladen worden.
Das Hügelsheimer Spargelfest hat einen ausgezeichneten Ruf und ist dank einer intakten Gemeinschaft und eines guten Miteinanders von Vereinen, Institutionen, Freizeitgruppen, Privatpersonen, Kirchen, Kindergärten, Schule und Gemeinde zu einem Markenzeichen in der Region Rastatt und darüber hinaus geworden. Das Spargelfest ist ein Straßenfest, das alle 2 Jahre stattfindet. Die Besonderheit ist, dass jeder Veranstalter Spargelgerichte anbietet.
Die amtierenden und ehemaligen Hoheiten konnten sich bei einem Umtrunk kennenlernen, austauschen und mit einem kleinen Imbiss stärken. Danach zogen die rund 20 Hoheiten bei traumhaftem Wetter gemeinsam mit den weiteren Ehrengästen und unter musikalischer Begleitung verschiedener Kapellen durch den Ort. Nach dem Festumzug dankte Bürgermeister Reiner Dehmelt den Hoheiten für ihren wunderschönen Beitrag zur Eröffnung des Festes.
Weitere Auftritte in ihrer Amtszeit absolvierte Nikola I. bei der offiziellen Eröffnung des Straßenfestes. Hier stand sie an der Seite von Bürgermeister Stefan Weisbrod und ihren Amtskollegen, dem Prinzenpaar vom KVR, Mike I. und Nicole I. „von den helfenden Händen“ auf der Bühne und begleitete die Ehrengäste beim obligatorischen Rundgang über die Festmeile.

Zum Ende des Jahres stand noch ein letzter wichtiger Termin im Kalender der Prinzessin. Gemeinsam mit der am Vortag frisch inthronisierten Sarina I. des Karnevalsvereins Käskuche umrahmte sie am 18. November die Feierstunde zur Verleihung des Ehrenrings in Gold der Gemeinde Reilingen anlässlich seines 80. Geburtstags an Herrn Siegfried Heim. Gemeinsam zauberten die beiden jungen Damen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht des Geehrten.
In der jetzt anstehenden, wohlverdienten Winterpause darf Nikola die terminfreie Zeit genießen und so neue Energien für die nächste Spargel- und Erdbeersaison 2018 tanken.
Die Aufzucht der beiden Jungstörche Julchen und Anton war über die Sommermonate ein gern gesehenes Naturschauspiel.
Foto: Werner Klefenz
Die Aufzucht der beiden Jungstörche Julchen und Anton war über die Sommermonate ein gern gesehenes Naturschauspiel.
Foto: Werner Klefenz

Storchenaufzucht klappt im zweiten Anlauf
 
Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Im Storchenhorst in den Kisselwiesen sind seit Ende Mai zwei putzmuntere Jungtiere herangewachsen. Sie konnten sich dank der für das Umfeld beschlossenen Schutzvorschriften, wie eine Anleinpflicht für Hunde, ungestört entwickeln. Im August haben sich die Störche auf den langen Weg in ihr Winterquartier nach Afrika begeben.
Ganz Reilingen fieberte über die Sommermonate mit der Storchenfamilie. Hatte doch noch im Vorjahr die Storchenidylle bei einem schweren Unwetter ein dramatisches Ende gefunden. Jeder Entwicklungsschritt der jungen Weißstörche, liebevoll Julchen und Anton genannt, wurde aufmerksam verfolgt. Angefangen von der aufregenden Zeit rund um den Brutvorgang, die erstmalige Beringung bis hin zu den ersten, noch unsicheren Flugversuchen. Die Reilinger waren Dank der Beobachtungen von Dieter Rösch vom BUND immer nah am Geschehen.
Gemeinde, BUND und NABU hatten 2015 mit großer Zuversicht das gemeinsame Projekt zur Wiederansiedelung des Weißstorches auf Reilinger Gemarkung gestartet. Angeleitet vom Walldorfer Storchenexperten Günter Keim war in den Kisselwiesen eine Plattform auf einem 14 Meter hohen Mast installiert worden. Damit eine kleine Storchenkolonie heranwachsen kann, hat sich die Gemeinde jetzt zwei weitere, aufgelassene Freileitungsmasten der Energieversorgung Baden-Württemberg im südöstlichen Gemarkungsbereich als Nisthilfen gesichert. (jd)

Radweg führt entlang des Kraichbachs
 
Im Südwesten kommen Radfahrer voll auf ihre Kosten. Familien, ambitionierte Fahrer und gemütliche Tourenbiker finden in Baden-Württemberg ein umfangreiches Wegenetz vor. Schöne Fernradwege führen durch den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und durch das Heilbronner Land. Flussradwege wie der Taubertal-Radweg und der Neckartal-Radweg sowie der reizvolle Bodensee-Radweg runden das Angebot ab. Von einigen Wegeverläufen ist Reilingen unmittelbar tangiert.
Zum 200. Geburtstag des Fahrrades gesellte sich in diesem Jahr ein weiterer Fernradweg dazu: Der Kraichradweg. Die durchgängige Radverbindung ist 65 Kilometer lang. Sie führt von der Quelle der Kraich am Westrand des Stromberges bei Sternenfels im Enzkreis mitten durch die „Badische Toskana“ bis zur Mündung in einen Altrheinarm bei Ketsch.
Am 07. Mai wurde die neue Freizeitroute bei einer zentralen Feier auf dem Kronauer Markt ihrer Bestimmung übergeben. Im Beisein von Minister Winfried Hermann, den Landräten Christoph Schnaudigel (Kreis Karlsruhe), Stefan Dallinger (Rhein-Neckar-Kreis), Karl Röckinger (Enzkreis), dem Bundestagsabgeordneten Olav Gutting, etlichen Kreisräten sowie Bürgermeistern der Anliegergemeinden, bekam das im Volksmund auch als „Drahtesel“ bezeichnete Gefährt seine große Bühne.
Der offiziellen Einweihung voraus ging am Morgen die feierliche Präsentation der Portaltafeln und eine anschließende Sternfahrt ab der Kraichquelle und dem Ketscher Bootshaus. Etwa zwei Dutzend Freizeitradler machen sich gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Weisbrod auch aus Reilingen auf den Weg. Einen außerplanmäßigen Stopp legte der Radlertross auf der archäologischen Grabungsstätte der ehemaligen Burg Wersau ein. (jd)
 
Beim Stopp an der Wersauer Schlossmühle geben die Reilinger den perfekten Gastgeber. V.l. Bürgermeister Stefan Weisbrod, Hella Müller (AK Burg Wersau), Landrat Stefan Dallinger, Erdbeer- und Spargelprinzessin Nikola I., Herold Willi Krüger und Philipp Bickle als Freiherr von Drais. 
Foto: Gerhard Pfeifer
Beim Stopp an der Wersauer Schlossmühle geben die Reilinger den perfekten Gastgeber. V.l. Bürgermeister Stefan Weisbrod, Hella Müller (AK Burg Wersau), Landrat Stefan Dallinger, Erdbeer- und Spargelprinzessin Nikola I., Herold Willi Krüger und Philipp Bickle als Freiherr von Drais.
Foto: Gerhard Pfeifer

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