Gemeinde Reilingen

Seitenbereiche

Volltextsuche

RSS

Facebook

Kontrast

Schriftgröße:

Seiteninhalt

Die Gemeinde schaut zurück

Zum Jahreswechsel 2011/2012

[Online seit 14.12.2011]

Mit viel Schwung und Elan das Jubiläumsjahr gestaltet

Unsere überwiegend positive Bilanz 2011 und ein zuversichtlicher Ausblick auf 2012
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
 
Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Wir alle freuen uns auf einige ruhige Tage, auf Feiern im Familien- und Freundeskreis, auf die Zeit für uns und unsere Nächsten. Die Tage zwischen den Jahren bringen nicht nur eine willkommene Pause im Alltagsbetrieb; sie geben uns auch Gelegenheit, den Blick noch einmal auf das ablaufende Jahr zu werfen, aber auch nach vorn zu sehen in das kommende Jahr 2012.
 
Abschied vom Kern
Viele Ereignisse haben uns auch im Jahr 2011 in Atem gehalten und bis ins Mark getroffen. Denken Sie an die apokalyptischen Zustände in Japan. Das schwerste Erdbeben in der Geschichte des Landes, ein Tsunami und zudem ein gefährlicher Atomunfall haben Tausenden von Bewohnern das Leben gekostet. Dieses unwahrscheinliche und einschneidende Ereignis hat die Politik in unserem Land zu einer drastischen Kurskorrektur bei der     Energieversorgung veranlasst. Bis spätestens 2022 sollen alle Atommeiler in Deutschland abgeschaltet sein und ein bis dahin massiver Ökostrom-Ausbau erfolgen. Das gilt selbstredend auch für das gerade mal 10 Kilometer von uns entfernte Kernkraftwerk Philippsburg.
Der Nahe Osten hat sich zu einem Pulverfass entwickelt. Volksaufstände in Libyen, Tunesien, Ägypten, Syrien, Bahrain und im Jemen deuten auf einen Umbruch in der arabischen Welt hin, mit offenem Ausgang. Die Rohstoffpreise steigen weiter. Für die europäische Schuldenkrise ist keine Patentlösung in Sicht. Die globalen Ungleichgewichte entwickeln sich dramatisch. Der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands verlangsamt sich. Wirtschaftsforscher erwarten für 2012 nur ein Mini-Wachstum von mageren 0,8 Prozent.
 
Zwei Seiten einer Medaille
Unsere Gemeinde und ihre Bewohnerinnen und Bewohner haben 2011 Gutes und weniger Gutes erlebt; es gab Anlass für Sorgen, aber auch schöne Erfolge. Die Zukunft kann natürlich niemand genau voraussehen, aber es besteht Anlass für Zuversicht.
 
Reilingen hat die Folgen der Wirtschaftskrise 2008/2009 relativ gut verkraftet. Wir konnten auch im zurückliegenden Jahr politisch so Manches bewegen. Die Auftragsbücher der Firmen und Betriebe sind noch gut gefüllt. Das Beschäftigungsniveau ist hoch, die Auslastung der Industrie über dem langjährigen Mittelpunkt. Die Steuereinnahmen sind auch in Reilingen weiter angestiegen.
 
Die Gemeinde hat viel investiert in Bildung und Infrastruktur und Dank der Fördermittel aus den Konjunkturpaketen des Bundes und des Landes zum Teil schon länger geplante Maßnahmen realisiert. Projekte wie der Neubau des Kindergartens St. Anna und einer Bürgerbegegnungs- und Veranstaltungsstätte, deren Vollendung wir 2011 feiern durften, haben uns mehr Lebensqualität verschafft und den Standort Reilingen gestärkt.
Die Kehrseite der Medaille sind die Folgen für die Gemeindefinanzen. Die Fremdfinanzierung der aufzubringenden Eigenanteile wird in den kommenden Jahren unsere Gestaltungsspielräume einschränken. Ein schwacher Trost, dass wir damit nicht alleine da stehen. Von den 1.109 Kommunen und 35 Landkreisen im Land verzichteten lediglich 23 auf die bereitgestellten Mittel aus der Bildungspauschale und/oder der Infrastrukturpauschale.
 
Gemeindejubiläum festigt Dorfgemeinschaft
Gemeinsam mit vielen tausend Besuchern und Gästen, darunter viele ehemalige Reilinger Bürger, haben wir das 725jährige Gemeindejubiläum gefeiert. Mit einer gelungenen Mischung aus bewährten Veranstaltungen und neuen Ideen haben wir Reilingen als Ort in seiner ganzen sympathischen Vielfalt darstellen können. Sage und schreibe 30 Veranstaltungen füllten den Festkalender. Ein Höhepunkt reihte sich an den anderen. Zum feierlichen Festauftakt konnten wir den damaligen Landesvater, Ministerpräsident Stefan Mappus willkommen heißen. Besonders herauszuheben sind der erste Nachtumzug der Narren und natürlich das Historische Dorffest am 16. und 17. Juli als Höhepunkt der Reilinger Festwochen. Für landesweiten Bekanntheitsgrad sorgte zudem das SWR-Fernsehen, das am 15. Juli in Reilingen mit einer aufwändigen Live-Sendung zu Gast war. Eine gute Gelegenheit, auf die Historie und die ortstypischen Besonderheiten unserer Gemeinde hinzuweisen, aber auch für die Jubiläumsfeierlichkeiten zu werben. Erinnern darf ich auch an die Hasenmalaktion, mit der Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule die Postlagerkästen verschönert haben; an den ökumenischen Gottesdienst zum Auftakt des Jubiläumsjahres, an begeisternde Konzerte unserer Vereine oder des Luftwaffenmusikkorps. Spektakulär das nächtliche Ballonglühen und das Höhenfeuerwerk beim Internationalen Straßenfest.
 
Gemeinsam mit uns gefeiert haben die Partnergemeinden Jargeau und Mezzago. Die Begegnungen haben uns gezeigt, wie tief verwurzelt unsere Freundschaften schon sind. Sie haben uns zugleich darin bestärkt, den Ausbau unserer Partnerschaften kontinuierlich weiter voranzutreiben.
 
Wir haben das Jahr 2011 zum Festjahr ausgerufen, um gemeinsam mit der gesamten Dorfgemeinschaft ein erlebnisreiches Gemeindejubiläum zu feiern und den örtlichen Zusammenhalt zu stärken. Heute kann ich feststellen, dass uns dies ohne Abstriche gelungen ist. Ich bin überaus dankbar über die unvergleichlich große Begeisterung und Mithilfe der Bevölkerung. Sie war Garant für unvergessliche Stunden, an die wir uns noch lange Zeit erinnern werden. Ein herzliches Danke will ich zugleich den Mitgliedern des Festkomitees, Schule und Kindergärten sowie allen beteiligten Vereinen aussprechen. Sie haben großartiges geleistet.
 
Das Jahr 2011 war aber nicht nur ein Jahr des Jubels und überbordender Freude. Denn neben den Jubiläumsfeierlichkeiten standen gleich mehrere Großprojekte auf der Agenda.
 
Kleine Kinder – große Kosten
Wir in Reilingen stehen dazu, dass gerade Kindern ein Platz ganz oben auf der Prioritätenliste gebührt. Wir stehen dazu, dass wir Eltern in ihren Bemühungen und Sorgen um die Erziehung ihrer Kinder nicht alleine lassen dürfen. Es war mir daher eine besondere Freude, am 15. Oktober den Neubau der Kindertagesstätte St. Anna in die Obhut der katholischen Kirchengemeinde übergeben zu können. Der Kindergarten hat knapp 1,6 Millionen Euro gekostet. Ein Betrag, den wir nur mit Hilfe von Bund und Land aufbringen konnten. Das Konjunkturprogramm II des Bundes, Fördergelder aus dem Ausgleichstock des Landes und Bundesmittel für den bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder unter drei Jahren mit zusammen rund 660.000 Euro haben dieses für unsere örtliche Gemeinschaft so wichtige Bauprojekt erst möglich gemacht.
Die Ganztageseinrichtung verfügt über eine Nutzfläche von rund 745 Quadratmeter.
 
Betreuungseinrichtungen wie unser Kindergartenneubau haben in den letzten Jahren einen immer höheren Stellenwert. Denn viele Mütter und Väter sind darauf angewiesen, einen Kindergartenplatz für ihr Kind zu finden, um beruhigt zur Arbeit zu gehen und Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren zu können. Wir verfügen in Reilingen jetzt über 80 Ganztagsplätze, wovon 30 für Kinder unter drei Jahren bestimmt sind. Das ist ein Angebot das sich im regionalen Gemeindevergleich sehen lassen kann. Auch der Oberlin-Kindergarten bietet jetzt eine Ganztagsbetreuung für Dreijährige bis zum Schuleintritt an. Dort stehen bis zu 20 Betreuungsplätze zur Verfügung.
 
Unser besonderes Engagement zu Gunsten unserer Jüngsten verdeutlichen folgende Zahlen. Binnen vier Jahren haben wir mit dem Oberlin- und dem St. Anna-Kindergarten zwei Neubauten errichtet und drei Millionen Euro investiert. Zum Unterhalt und Betrieb der örtlichen Kindergärten müssen mittlerweile jährlich 1,413 Mio. Euro aufgebracht werden, das sind 3.860,66 Euro pro Kind. Unter Anrechnung der vom Land übernommenen Kostenanteile verbleibt bei der Gemeinde immer noch ein Pro-Kopf-Betrag von 2.321,04 Euro pro Kind. Unser Gesamtangebot umfasst aktuell 79 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 224 für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt.
 
Nicht unerwähnt lassen will ich an dieser Stelle den interkommunalen Kostenausgleich für die Betreuung auswärtiger Kinder. Binnen eines Jahres haben wir 25.551 Euro (2010) an auswärtige Gemeinden gezahlt, deren Betreuungseinsrichtungen von Reilinger Kindern in Anspruch genommen werden. Zugleich konnten wir 96.718 Euro einnehmen, wenn Kinder aus Nachbargemeinden unsere Kindertagesstätten besucht haben.
 
Mit dem Schuljahresbeginn 2011/12 haben wir den seitherigen Hort an der Schule durch eine flexible Nachmittagsbetreuung mit einer verdoppelten Zahl von jetzt 50 Plätzen ersetzt, die bis maximal 18.00 Uhr in Anspruch genommen werden kann. Die Tarife sind für die Eltern sehr kostengünstig gestaltet und keinesfalls kostendeckend.
 
Neu organisiert haben wir die kommunale Jugendarbeit. In einem Modellversuch wollen wir ausloten, wie diese optimiert und Synergieeffekte erzielt werden können, wenn Jugendtreff, Mobiles Soziales Team und Schulsozialarbeit unter der Regie des Vereins Postillion zusammengelegt werden.
 
Um weitere fünf Jahre verlängert wurde die erfolgreiche Kooperation mit der Stephen-Hawking-Schule. Sie erleichtert den erwünschten Kontakt zwischen behinderten und nicht behinderten Schülern an der Reilinger Grund- und Werkrealschule.
 
Auch außerhalb unserer Betreuungseinrichtungen hat sich einiges verändert. Beispielsweise ist ein vier Meter hoher Spielturm neuer Anziehungspunkt für die Kinder im Bürgerpark.
 
Feierstätte im Gemeindewald
Am Heidelberger Weg konnte einen Monat vor dem Jahreswechsel noch ein zweites Bauprojekt fertig gestellt werden. Leider hat uns die Planungsphase mehr Zeit als erwartet gekostet, in deren Verlauf einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen waren. Der zweijährige Aufschub war auch der Hauptgrund dafür, dass die Herstellungskosten für dieses Vorhaben etwas aus dem Ruder liefen. Jetzt aber bin ich erfreut und zugleich erleichtert, dass es uns dennoch gelungen ist, in knapp sechsmonatiger Bauzeit das Bauvorhaben doch noch Wirklichkeit werden zu lassen. Die neue Feierstätte der Gemeinde ist in vollem Umfang, bis hin zu einer geregelten Abwasserentsorgung und einer mit Gas befeuerten Zentralheizung mit Brennwerttechnik, erschlossen. Sie hat uns inklusive einer vollständigen Erschließung rund 705.000 Euro gekostet und bietet Platz für bis zu 120 Personen. Die Gesamtnutzfläche liegt bei 200 Quadratmetern. Mit dieser neuen attraktiven Feierstätte verfügen wir jetzt über einen idealen Veranstaltungsort, der allen Vereinen, örtlichen Schulen und Kindergärten zur Verfügung steht, in dem aber auch private Feiern stattfinden können – und das zu äußerst günstigen Tarifen. Ruhestörungen durch Lärmbelästigungen sind an diesem Standort ausgeschlossen.
Auch bei diesem Projekt unterstützen uns Bund und Land mit Fördergeldern aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm und dem Ausgleichstock in Höhe von insgesamt 193.430 Euro.
 
Antwort auf demographischen Wandel
Der demographische Wandel geht auch an Baden-Württemberg und seinen insgesamt 1.009 politisch selbständigen Gemeinden nicht vorbei. Bei sinkenden Bevölkerungszahlen und einer Abnahme der „Bauwilligen“ werden Neubaugebiete zwangsläufig auf sinkende Nachfrage stoßen. Eine durchaus interessante Alternative ist ein stärkeres Engagement im Innenbereich. Das haben auch wir in Reilingen erkannt und sorgen schon seit Jahren im Rahmen unserer Ortskernsanierung dafür, dass sich unser Innerortsbereich kontinuierlich fortentwickelt, Leerstände reduziert und damit auch soziale Folgen abgemildert werden.
 
Dass eine Innenentwicklung schwierig, aber machbar ist, verdeutlicht auch die Ortsrandbebauung „Fröschau/Wörsch“. Eine umfassende Kommunikationsstrategie mit Einbeziehung aller potentiell Betroffenen hat zwar in 25 Jahren Planungszeit viel Kraft und Geduld gekostet. Aber es hat sich gelohnt. Das in diesem Jahr erschlossene, 5,5 Hektar große Areal bietet Platz für 40 Einzel- oder Doppelhäuser. Außerhalb des eigentlichen, auf 3,35 Hektar beschränkten Umlegungsgebietes, sind auch Hausgruppen zugelassen. Scheunen können neu genutzt oder die Flächen nach einem Abbruch bebaut werden. Ja selbst seit einiger Zeit angestellte, weitergehende Überlegungen, in diesem Umfeld ein Altenheim zu errichten, haben durchaus eine Realisierungschance.
Seit August ist das Gelände baureif. Mit den ersten Bauvorhaben ist begonnen worden.
Erschlossen wird das Gelände durch den ausgebauten Fröschauweg und mehrere Anschlüsse an die Hauptstraße. Darunter der Akazienweg, der in die Untere Hauptstraße mündet. Sein Ausbau wird teilweise zu 60 Prozent aus Sanierungsgeldern des Landes finanziert. Die restlichen 40 Prozent gehen als so genannter Komplementäranteil zu Lasten der Gemeindekasse.
Die Erschließung des Ortsrandbereiches „Fröschau/Wörsch“ und der im Frühjahr wieder gefüllte Fördertopf für die Ortskernsanierung haben es darüber hinaus möglich gemacht, auch die Pläne für einen verkehrsberuhigten Ausbau der Wörschgasse umzusetzen. Das etwa 139 Meter lange Straßenstück hat einen durchgehenden Pflasterbelag erhalten. Die Straße ist als Mischverkehrsfläche ausgebaut. Dem Straßenausbau vorausgegangen ist ein Austausch der Wasserleitung und der Kanalisation. Die Ausbaukosten von 331.000 Euro wird überwiegend das Land übernehmen, das Fördergelder der Ortskernsanierung zuschießt.
 
Wieder aufgenommen haben wir die seit einiger Zeit ruhenden Planungen für eine Bebauung des Areals Alte Friedhof-/Schulstraße. Sie gestalten sich allerdings nach wie vor sehr schwierig.
 
Mobilität und Bürgerinteressen
Um die Verkehrssituation beurteilen und die Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen zu können, ist es wichtig, das tägliche Verkehrsgeschehen genau zu kennen. Nach 1985 und 1995 hat deshalb die Gemeinde ein Ingenieurbüro damit beauftragt, für rund 16.000 Euro das örtliche Verkehrskonzept fortzuschreiben. Den Anstoß gegeben hat ein Vorschlag aus dem Gemeinderat, Haupt- und Hockenheimer Straße von einer Landesstraße zu einer Gemeindestraße abstufen zu lassen, damit in neuralgischen Bereichen die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometern begrenzt werden kann. Die anstehende Entscheidung kann sehr weitreichende Folgen auf den Verkehr und die Gemeindefinanzen haben. Sie muss deshalb gründlich bedacht, Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden. Wichtige Erkenntnisse hierzu hat eine am 03. Mai von Schülerinnen und Schülern der Werkrealschule durchgeführte Verkehrszählung erbracht. Sie werden demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Waghäusel haben wir erneut eine Initiative zum Ausbau eines Radweges entlang der Landesstraße 556 gestartet.
 
Bessere Konditionen waren vom Rhein-Neckar-Kreis erwartet worden, als er die neu gebildeten Linienbündel im öffentlichen Personennahverkehr europaweit ausgeschrieben hat. Das Gegenteil ist leider der Fall. Dennoch kommt dabei Reilingen unterm Strich besser weg als seither, weil die Lasten auch der Linie 718 nach Walldorf jetzt von allen betroffenen Kommunen gemeinsam getragen werden.
 
Auf Fahrgastbeschwerden reagiert hat der Rhein-Neckar-Kreis als Aufgabenträger der Linie 718 und dafür gesorgt, dass in den Frühstunden ein zweiter Bus zur Entlastung eingesetzt wird. An den Mehrkosten haben auch wir uns beteiligt.
 
Vermögenswerte erhalten
Unsere Liegenschaften sind das Vermögen der Gemeinde. Ein nachhaltiger Umgang mit diesen Werten ist geradezu eine Pflichtaufgabe, der sich die Gemeinde jährlich neu stellen muss. Der Substanzerhalt und seine Anpassung an die heutigen energetischen Vorgaben kostet viel Geld. Die begrenzten Mittel verwenden wir dazu, jährlich wenigstens ein Projekt zu sanieren.
 
Ein neues Dach hat der Gebäudeanbau Wilhelmstraße 20 erhalten. Zudem wurde die Kelleraußenwand des Wohnhauses saniert. Von einer Dämmung der obersten Geschossdecke erwarten wir für das Gemeindewohnhaus Kirchenstraße 1 verbesserte Energieverbrauchswerte. Auch unsere Tochtergesellschaft, die KWG Reilingen mbH, wird in ihren Gebäudebestand investieren. Die geplanten Investitionen für das Wohnheim Alter Rottweg 5 und 7 mussten allerdings wegen unklarer Baugrundverhältnisse in das Jahr 2012 verschoben werden.
 
Alle Jahre wieder führen schneereiche Winter zum Versagen von Dachkonstruktionen. Ist die Standsicherheit von kommunalen Gebäuden gefährdet, drohen den Verantwortlichen nicht zu unterschätzende Haftungsrisiken. Wir lassen daher in regelmäßigen Abständen das Dach der Fritz-Mannherz-Hallen überprüfen. Mit einer Sichtkontrolle war auch in diesem Jahr eine fachkundige Person beauftragt. Dabei hat sich ein mittelfristig notwendiger Sanierungsbedarf mit einem erwarteten Volumen von mehr als 300.000 Euro herausgestellt.
 
Behoben haben wir die Schäden am Brückenbauwerk Festplatz Siemensstraße.
 
Weniger ausgeben für Strom und Gas
Längst haben wir den Klimaschutz als politische Aufgabe wahrgenommen, unsere Einsparpotentiale analysiert und daraus entsprechende Maßnahmenvorschläge entwickelt. Wir haben den kommunalen Energieeinsatz sukzessive optimiert sowie die Einsparvorschläge systematisch umgesetzt. Das zahlt sich jetzt mit zunehmender Deutlichkeit aus. Schon seit Jahren geht der Energieverbrauch immer weiter zurück. Ein direkter Vergleich zwischen den Jahren 2009 und 2010 zeigt, dass wir die öffentlichen Einrichtungen 7,4 Prozent weniger Energie verbraucht wurde und dadurch erstmals auch die Kosten um 9,1 Prozent gesenkt werden konnten. Drastisch auch die 16prozentige Reduktion beim Energieverbrauch für die Straßenbeleuchtung.
Aber noch immer gibt es unentdeckte Einsparpotentiale. Sie müssen nur genutzt werden.
 
Seit 30. April werden die kommunalen Liegenschaften von einem neuen Gaslieferanten versorgt. Das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung erspart der Gemeinde jährliche Heizungskosten von rund 19.500 Euro. Auch beim kommunalen Strombedarf haben wir uns dem Wettbewerb gestellt und deutlich günstigere Konditionen erhalten.
Die EnBW ist künftig nicht mehr alleiniger Stromlieferant. Die großen Abnahmestellen wie Schule und Hallen erhalten ihren Strom in den nächsten zwei Jahren von einem österreichischen Anbieter. Einem Unternehmen mit Sitz in Neu-Isenburg überlassen wir in den nächsten acht Jahren den Betrieb und die Instandhaltung der Straßenbeleuchtung mit insgesamt 1.086 Leuchtstellen. Sie geht mit Ablauf des in den neunziger Jahren mit der EnBW geschlossenen Konzessionsvertrages zum Jahresende vollständig und ohne Bezahlung eines Kaufpreises in der Eigentum der Gemeinde über.
 
Ordnung schaffen im Untergrund
Fortschritte verzeichnen wir bei der kommunalen Abwasserentsorgung. Rund 2,5 Millionen Euro wurden allein in den beiden zurückliegenden Jahren für eine Sanierung der Kanalhaltungen aufgebracht. Und im kommenden Jahr müssen hierfür weitere 400.000 Euro bereitgestellt werden. Nachvollziehbar ist dabei, dass der Eigenbetrieb derartige Summen nicht aus dem allgemeinen Gebührenaufkommen finanzieren kann. An einer Fremdfinanzierung dieser unumgänglichen Investitionen führt daher kein Weg vorbei. Ebenso wenig war eine Neukalkulation der Nutzungsgebühren vermeidbar. Zum 01. Januar 2012 muss als Folge auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes zudem anstatt der bisher üblichen einheitlichen Abwassergebühr eine Schmutzwasser- und eine Niederschlagswasser-Gebühr mit unterschiedlichen Gebührenmaßstäben erhoben werden. Das sorgt zwar für mehr Klarheit, aber leider auch für hohen bürokratischen Aufwand und zumindest bei einem Teil der Gebührenzahler für höhere Kosten, während zugleich andere entlastet werden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sich die veränderten Gebührensätze rückwirkend auch auf die Jahre 2010 und 2011 auswirken und insbesondere wegen unserer erheblichen Investitionen zur Sanierung des Kanalnetzes gleichzeitig die Abwassergebühr erhöht werden muss.
 
Die Finanzierung eines Hochgeschwindigkeitsnetzes beschäftigt die Entscheidungsträger der Gemeinde schon seit längerem. Die Geduld der an einem schnellen Datentransfer interessierten Bürger, insbesondere aber der örtlichen Gewerbetreibenden, müssen wir hoffentlich nicht mehr allzu lange strapazieren. Die Gewerbegebiete Hägebüch und Rott sowie Teile des Baugebiets Nord-West wollen wir schon im kommenden Jahr mit bis zu 50 Mbit/s DSL durch die Telekom versorgen. Möglich werden soll das mit einer Anschubfinanzierung der Gemeinde von 70.000 Euro.
 
Stetig besser werden
Um „marktgerechte“ Dienstleistungen anzubieten, müssen sich auch öffentliche Dienstleister wie die Gemeindeverwaltung im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses stetig weiter entwickeln. Dabei ist es bestimmt nicht immer leicht, mit dem technischen Fortschritt Schritt zu halten oder mit einer Fülle neuer Verordnungen und Gesetze umzugehen. Dies gelingt nur mit teamorientierter und konzentrierter Arbeit. Das Jahr 2011 hat meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vieles abverlangt. Der arbeitsintensive Wechsel von der Kameralistik auf das kaufmännische Rechnungswesen, die Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr, die Realisierung großer Bauprojekte, Volkszählung, Volksabstimmung, Neuerungen bei der Datenverarbeitung bis hin zur Organisation der Feierlichkeiten zum Gemeindejubiläum haben viel Kraft und Nerven gekostet. Ich möchte mich ausdrücklich bei meinem Mitarbeiterstab für das Geleistete bedanken.
 
Seit Ostern ist es möglich, die Pflege der letzten Ruhestätte in kompetente Gärtnerhände zu geben. Hierfür steht eigens ein beidseits des Friedhof-Haupteingangs neu angelegtes Grabfeld zur Verfügung. Einen anderen Standort erhalten hat dabei das im Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung aufgestellte Ostkreuz. Als Antwort auf einen Wandel in der Bestattungskultur bietet die Gemeinde neuerdings, ergänzend zu den traditionellen Formen, auch die Möglichkeit einer anonymen Urnenbestattung auf einer Gemeinschaftsfläche an.
 
Seit 15. März arbeitet das Reilinger Standesamt nicht mehr mit den gängigen Papierregistern. Sämtliche Personenstandsfälle werden ausnahmslos elektronisch erfasst und digital verarbeitet.
 
Ab 2014 ohne Grundbuchamt vor Ort
Die Grundbuchstrukturreform ist das größte Reformprojekt der Baden-Württembergischen Justiz. Bis Ende 2017 sollen die derzeit bestehenden 662 Grundbuchämter in die 13 künftig grundbuchführenden Amtsgerichte eingegliedert werden. Im badischen Rechtsgebiet betrifft dies mehr als 300 kommunale und 11 staatliche Grundbuchämter. Für das Grundbuchamt Reilingen ist es voraussichtlich im Jahr 2014 soweit. Es wird aufgelöst und, abweichend von seitherigen Vorgaben, dem zentralen Grundbuchamt in Mannheim eingegliedert.
 
Mit einer eigenen Facebookseite beschreiten wir neue Wege der Kommunikation vor allem mit unseren Jungbürgern.
 
Die Reilinger Postfiliale befindet sich seit 01. April in der Hauptstraße 109 im Gebäude des ehemaligen Farbenhauses Dorn.
 
Zapfenstreich für die Wehrpflicht. Zum letzten mal nach 54 Jahren haben im Januar rund 12.000 junge Männer den regulären Dienst bei der Bundeswehr angetreten. Seit 01. Juli ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Zugleich ist auch der Zivildienst Geschichte, an dessen Stelle Freiwilligendienste treten.
 
Als Bürokratieabbauprojekt gepriesen, ist das Projekt   „Elektronischer Entgeltnachweis“ dennoch gescheitert. Der Bund hat das Verfahren wegen fehlender Verbreitung einer qualifizierten elektronischen Signatur eingestellt.
 
Die Landtagswahl am 27. März brachte einen historischen Machtwechsel nach knapp 58 Jahren CDU-Dominanz. Seither regieren die GRÜNEN und die Sozialdemokraten das Land. Unseren Wahlkreis vertreten jetzt gleich drei Abgeordnete im Stuttgarter Landtag: Gerhard Stratthaus (CDU), Rosa Grünstein (SPD) und Manfred Kern (GRÜNE).
 
Kein Volksbegehren, aber dem Grunde nach ein Konflikt zwischen den Verfassungsorganen Landtag und Landesregierung, liegt der erstmals in Baden-Württemberg stattgefundenen Volksabstimmung über das S21-Kündigungsschutzgesetz zugrunde. Seit 27. November gibt es auch hier Klarheit. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger im Land wendet sich gegen eine Annahme des S21-Kündigungsgesetzes und steht zur geplanten, milliardenschweren Neuordnung des Eisenbahnknotens in Stuttgart und dessen Kernstück, dem Ausbau des Kopfbahnhofes Stuttgart Hbf in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof.
 
Der Zensus 2011, im Volksmund auch Volkszählung genannt, verlief relativ geräuschlos. Lediglich zehn Prozent der Haushalte waren befragt worden und 17,5 Millionen der Haus- und Wohnungsbesitzer mussten schriftlich Auskunft geben. Ergebnisse dürften frühestens in 18 Monaten zu erwarten sein.
 
2011 war das internationale Jahr der Wälder, das Jahr der Forstleute und Waldarbeiter, der Naturbegeisterten und Umweltpädagogen, der Holzrücker, Sägewerker und Zimmerleute. Entscheidend ist aber die Botschaft der Vereinten Nationen: Wälder sind lebenswichtig für das Überleben und das Wohlergehen von uns allen, das heißt von fast sieben Milliarden Menschen auf der Erde.
 
Transparente Gemeindefinanzen
Die ersten Zahlen für das ablaufende Jahr stimmen mich optimistisch. Wir haben gut gewirtschaftet und sind mit den zur Verfügung gestellten Haushaltsmitteln sorgfältig umgegangen. Zu einem gegenüber dem Haushaltsansatz deutlich verbesserten Jahresergebnis, haben aber auch stabile und sogar noch leicht verbesserte Steuereinnahmen beigetragen. Die radikale Umkehr des kommunalen Rechnungswesens wird uns in den kommenden Jahren ein verändertes Bild der Gemeindefinanzen aufzeigen, das mit dem seitherigen nicht mehr vergleichbar sein wird. Die neue Transparenz der Doppik wird so manche Schwachstelle aufzeigen, vor allem aber den Werteverzehr des kommunalen Vermögens und zukünftiger Verbindlichkeiten offen legen.
Zentrale Aufgabe muss es daher jetzt verstärkt sein, unseren Haushalt nachhaltig zu konsolidieren. Wir sind gefordert, unsere konsumtiven und investiven Ausgaben auch mit Blick auf die Folgekosten genauestens zu prüfen und dabei den Abbau unserer zwischenzeitlich über den Landesdurchschnitt angewachsenen Schulden mit allem Nachdruck anzugehen.
 
Das jährliche Defizit bei den Fritz-Mannherz-Hallen von über 600.000 Euro und ein Kostendeckungsgrad von gerade mal 25 Prozent lassen keine andere Wahl. Die Nutzungsgebühren mussten nach mehr als 14 Jahren angepasst werden. Dass die im Gemeinderat gefundenen, sehr moderaten neuen Gebührensätze keinesfalls kostendeckend und weit unter dem kalkulierten Aufwand liegen, muss jedem unserer Bürgerinnen und Bürger bewusst sein.
Aufgebessert haben wir auch die Nutzungsgebühren für die Aula und Nebengebäude der Schiller-Schule. Schon zum Jahresauftakt waren die allgemeinen Gebührensätze der Verwaltung neu kalkuliert und teilweise etwas angehoben worden.
 
Schwarze Zahlen dürfen wir für den Häckselplatz ebenfalls nicht erwarten. Die bislang äußerst unbefriedigende finanzielle Situation wird sich aber aller Voraussicht zum Jahresende deutlich besser darstellen, zumal die umgesetzten Einsparvorschläge Wirkung zeigen.
 
Miteinander fördert Zusammenhalt
Dass sich Menschen für ihre Mitmenschen einsetzen, ob nun in Notlagen in einem fernen Land oder direkt bei uns, das gehört eindeutig zu dem Positiven, das uns in diesem Jahr immer wieder begegnet ist. In Baden-Württemberg sind es 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig im sozialen, kulturellen, kirchlichen, sportlichen und politischen Bereich engagieren. Den besonderen Wert und die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement hat auch die Europäische Union erkannt und das Jahr 2011 zum „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ausgerufen.
 
Die Menschen, die in Reilingen wohnen und arbeiten, setzen ihre Tatkraft und ihre Kreativität für ihre Gemeinde ein. Sie zeigen sich mit ihrer örtlichen Gemeinschaft verbunden, sie kümmern sich als Mitbürgerinnen und Mitbürger um Bedürftige und das Allgemeinwohl, sie halten unsere Vereine am Laufen oder sponsern unsere Kultur- und Sportevents. Sie übernehmen als Mitglied der Rettungskräfte Verantwortung und setzen sich im Gemeinderat für die Interessen der Gemeinde und ihrer Bewohner ein. Sie spenden in bisher nicht genannten Ausmaß für die Schwachen unserer örtlichen Gemeinschaft. So sind bei der Gemeindekasse in diesem Jahr sage und schreibe 125.000 Euro eingegangen, davon allein 100.000 Euro eines unbekannten Wohltäters. Für dieses große bürgerschaftliche Engagement und die gezeigte Mitmenschlichkeit möchte ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zum Jahresende ganz herzlich danken. Ihr Handeln trug und trägt viel dazu bei, dass Reilingen eine lebenswerte Gemeinde ist und bleibt.
 
Was alles erreicht werden kann, wenn mit einem engagierten Team ein Projekt angegangen wird, haben die   Akteure des Arbeitskreises Burg Wersau der „Freunde Reilinger Geschichte“ erneut eindrucksvoll bewiesen. Sie sorgen durch ihre archäologischen Ausgrabungen dafür, mehr Licht in das Dunkel der Vergangenheit der ehemaligen Burg Wersau bei Reilingen zu bringen. Fast 40.000 Einzelfunde hat die mittlerweile zwei Jahre andauernde archäologische Grabungskampagne bereits zu Tage gefördert. Die schönsten und interessantesten Funde sind in den Rathausfluren ausgestellt. Was dieser geschichtsinteressierte Kreis vor Ort leistet, aber auch die entwickelten kreativen Ideen zur künftigen Nutzung des Areals (Stichwort: Archäologiepark), verdienen meinen besonderen Respekt. Quasi als Lohn dieser Arbeit darf die feste Zusage der Universität Heidelberg und des Referates Denkmalschutz beim Regierungspräsidium Karlsruhe (früher Landesdenkmalamt) gesehen werden, im Spätsommer des kommenden Jahres eine zweimonatige Forschungsgrabung durchzuführen.
 
Rauschende Spargelsaison
Einen frühen Saisonstart am 28. März und warme Temperaturen kennzeichnen eine rauschende Spargelsaison 2011. Der Ertrag des gefragten Stangengemüses lag vielerorts über dem Durchschnitt. Repräsentiert wurde die Spargelgemeinde von der 18jährigen Julia Großhans, der ersten Reilinger Spargelprinzessin.
 
Eine Radtour, die im wahrsten Sinne des Wortes Appetit macht, das ist die von Bruchsaler Touristikern neu kreierte „Tour de Spargel“. Die 108 Kilometer lange Radroute durch das größte Spargelanbaugebiet Europas führt auch durch die Spargelgemeinde Reilingen.
 
Die evangelische Kirchengemeinde hält unverändert an ihrer Absicht fest, das in die Jahre gekommene Lutherhaus durch einen Neubau zu ersetzen. Sie hat hierzu einen Arbeitskreis gebildet, der die Planungen voran treiben soll. Die politische Gemeine unterstützt das Vorhaben mit einem Bebauungsplan, der die Rahmenvorgaben des   evangelischen Gemeindezentrums und seiner Umgebungsbebauung definiert.
 
Bei der katholischen Kirchengemeinde stehen weitergehende Planungen zur zukünftigen Nutzung des Josefshauses in der Schulstraße 16 und des Don Bosco Hauses in Kirchennähe noch aus. Jürgen Grabetz, Leiter der Seelsorgeeinheit Hockenheim, ist im November zum Dekan des katholischen Dekanats Wiesloch gewählt worden.
 
In Gegenwart aktiv werden
Die Veränderungen, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen, sind natürlich nur zum Teil in einer Kommune zu steuern. Dennoch gilt es bereits in der Gegenwart die richtigen Weichen zu stellen. Denn, wie der 2008 verstorbene britische Dramatiker Herold Pinter einmal spitzfindig bemerkte: „Die Zukunft ist die Ausrede derer, die in der Gegenwart nichts tun wollen“. Wir, die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, wie die einzelnen Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, wir wollen etwas in der Gegenwart tun, wir wollen jetzt etwas in Reilingen bewegen. Das haben wir in der Vergangenheit vielfach bewiesen und auf diesem Weg werden wir 2012 fortfahren. Wir werden alles Notwendige veranlassen, damit unsere Innerortsentwicklung weiter voran kommt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Friedhofshalle zu sanieren und energetische Verbesserungen an den Gemeindewohnhäusern Speyerer Straße 42/44 vorzunehmen. Notwendig werden weitere Investitionen in das schadhafte Kanalnetz. Schließlich will ich mich dafür einsetzen, den von unseren Sportvereinen TBG und SC 08 gewünschten Bau eines neuen Kunstrasenplatzes zumindest konzeptionell soweit zu entwickeln, dass Fördergelder beantragt und ein Zeitplan erstellt werden kann.
 
Drei Großprojekte privater Investoren werden auf unsere Gemeinde nachhaltigen Einfluss nehmen. Im Dezember hat die in Sandhausen ansässige INWO-Bau GmbH damit begonnen, auf dem Eckgrundstück Hauptstraße 84 ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Dort wird die Sparkasse Heidelberg bis Ende 2012 ein neues Kundenzentrum einrichten.
Ein Mainzer Finanzier wird demnächst einen neuen Penny Lebensmittelmarkt mit 71 Stellplätzen auf dem Grundstück des ehemaligen Baustoffhandels Krauss in der Wilhelmstraße 68/2 bauen.
Und auf dem Gelände der ehemaligen Zweigstelle der Raiffeisenbank in der Parkstraße 1 werden acht Familien in einen zweigeschossigen Wohnhausneubau einziehen können, das eine Speyerer Wohnungsbaugesellschaft erstellen will.
 
Einladung zum Mitgestalten
Wenn es um die Belange unseres Gemeinwesens geht, braucht die Politik den Diskurs aller gesellschaftlichen Kräfte und die Teilhabe mündiger Bürgerinnen und Bürger an kommunalen Planungs-, Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen. Diese Notwendigkeit hat uns insbesondere das konträr diskutierte, und viele Emotionen weckende Großprojekt Stuttgart 21 drastisch vor Augen geführt. Etwas mehr Demokratie wagen, und das mit allen Vorzügen und Nachteilen, ist erste Erkenntnis aus diesen Vorgängen. Je intensiver die frühzeitige Beteiligung, desto aussagekräftiger sind die zukunftsweisenden Antworten und desto stärker werden zukunftsträchtige Vorhaben in der Bevölkerung verankert sein. Baden-Württemberg zum Musterland demokratischer Beteiligung zu machen, hat sich auch die neue grün-rote Landesregierung vorgenommen und dies in ihrer Koalitionsvereinbarung verankert.
 
In diesem Sinne wünsche ich mir auch im neuen Jahr einen regen Gedankenaustausch und intensive Debatten darüber, wie unser Lebensumfeld in Zukunft gestaltet und weiterentwickelt werden kann. Genießen Sie die anstehenden Feiertage und kommen Sie gut ins neue Jahr, für das ich Ihnen alles erdenklich Gute wünsche.
 
Ihr

Walter Klein
Bürgermeister
 

SPEKTAKEL

Der erste Nachtumzug der Narren und Guggenmusiken lockte mehr als 15.000 Zuschauer auf die Straßen. Über 1.000 kostümierte und vermummte Narren, Hästräger, Hexen und andere volkstümliche Gestalten sorgten mit einsetzender Dunkelheit entlang des knapp 2,5 Kilometer langen Rundweges für ausgelassene Stimmung.
Foto: og
SPEKTAKEL

Der erste Nachtumzug der Narren und Guggenmusiken lockte mehr als 15.000 Zuschauer auf die Straßen. Über 1.000 kostümierte und vermummte Narren, Hästräger, Hexen und andere volkstümliche Gestalten sorgten mit einsetzender Dunkelheit entlang des knapp 2,5 Kilometer langen Rundweges für ausgelassene Stimmung.
Foto: og
BRAVOUR

Die 18jährige Julia Großhans wurde nach einer spannenden Kür unter sieben Mitbewerberinnen zur 1. Reilinger Spargelprinzessin gekrönt. Eine ehrenvolle Aufgabe, die sie bei vielen Auftritten im Jubiläumsjahr der Gemeinde mit Bravour meisterte.
Foto: Katrin Dietrich
BRAVOUR

Die 18jährige Julia Großhans wurde nach einer spannenden Kür unter sieben Mitbewerberinnen zur 1. Reilinger Spargelprinzessin gekrönt. Eine ehrenvolle Aufgabe, die sie bei vielen Auftritten im Jubiläumsjahr der Gemeinde mit Bravour meisterte.
Foto: Katrin Dietrich
KÖNIGLICH

Dem edlen Gemüse huldigte die Spargelbruderschaft an einem Wochenende im Mai. Seine königliche Hoheit Großherzog Friedrich II mit Gattin Hilda, in Person von Philipp und Hildegard Bickle, verliehen Orden und nahmen neue Mitglieder in die Gemeinschaft auf.
Foto: Katrin Dietrich
KÖNIGLICH

Dem edlen Gemüse huldigte die Spargelbruderschaft an einem Wochenende im Mai. Seine königliche Hoheit Großherzog Friedrich II mit Gattin Hilda, in Person von Philipp und Hildegard Bickle, verliehen Orden und nahmen neue Mitglieder in die Gemeinschaft auf.
Foto: Katrin Dietrich
STIMMUNGSVOLL

Gemeinsam mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner und einem ortsansässigen Blumenhaus hat die Gemeinde am Friedhofshaupteingang ein neues, gärtnergepflegtes Grabfeld als Ort der Trauerbewältigung angelegt. Immergrüne Bodendecker, edle Gehölze und farbenfrohe Stauden verleihen dem Grabfeld zu jeder Zeit ein stimmungsvolles Ambiente. Im kommenden Jahr ist es die Friedhofshalle, die umfassend saniert werden soll.
Foto: Gemeinde
STIMMUNGSVOLL

Gemeinsam mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner und einem ortsansässigen Blumenhaus hat die Gemeinde am Friedhofshaupteingang ein neues, gärtnergepflegtes Grabfeld als Ort der Trauerbewältigung angelegt. Immergrüne Bodendecker, edle Gehölze und farbenfrohe Stauden verleihen dem Grabfeld zu jeder Zeit ein stimmungsvolles Ambiente. Im kommenden Jahr ist es die Friedhofshalle, die umfassend saniert werden soll.
Foto: Gemeinde
UNVERGESSLICH

Mit über 30 Veranstaltungen hat Reilingen seine 725jährige Geschichte gefeiert. Unvergesslicher Höhepunkt war das Historische Dorffest am 16. und 17. Juli, das, einer Zeitreise gleich, einen umfassenden Einblick in längst vergangene Tage gewährte, aber auch für kulinarische Vielseitigkeit und Abwechslung sorgte.
Foto: Katrin Dietrich
UNVERGESSLICH

Mit über 30 Veranstaltungen hat Reilingen seine 725jährige Geschichte gefeiert. Unvergesslicher Höhepunkt war das Historische Dorffest am 16. und 17. Juli, das, einer Zeitreise gleich, einen umfassenden Einblick in längst vergangene Tage gewährte, aber auch für kulinarische Vielseitigkeit und Abwechslung sorgte.
Foto: Katrin Dietrich
AUTHENTISCH

Für landesweiten Bekanntheitsgrand sorgte der Südwestrundfunk, der mit einer aufwändigen TV-Produktion
AUTHENTISCH

Für landesweiten Bekanntheitsgrand sorgte der Südwestrundfunk, der mit einer aufwändigen TV-Produktion "SWR auf Tour" in Reilingen zu Gast war. Die 90 Minutensendung, die zeitversetzt am 12. August ausgestrahlt wurde, zeichnete ein authentisches Bild unserer weltoffenen, gastfreundlichen örtlichen Gemeinschaft.
Foto: Katrin Dietrich
UNSUMMEN

Das Kanalnetz ist an vielen Stellen beschädigt. Seine Sanierung verschlingt Unsummen. Rund 2,5 Millionen Euro hat es gekostet, in den zurückliegenden zwei Jahren die gravierendsten Schäden zu beheben. Und ein Ende der Sanierungsarbeiten ist noch nicht abzusehen.
Foto: Gemeinde
UNSUMMEN

Das Kanalnetz ist an vielen Stellen beschädigt. Seine Sanierung verschlingt Unsummen. Rund 2,5 Millionen Euro hat es gekostet, in den zurückliegenden zwei Jahren die gravierendsten Schäden zu beheben. Und ein Ende der Sanierungsarbeiten ist noch nicht abzusehen.
Foto: Gemeinde
GANZTAGS

Weniger als ein Jahr Bauzeit hat der Neubau des Kindergartens St. Anna beansprucht. Er wurde am 14. Oktober eingeweiht und hat rund 1,6 Mio. Euro gekostet. Die Betreuungseinrichtung ist auf Ganztagsbetrieb ausgelegt und umfasst eine Grundfläche von rund 900 qm.
Foto: Katrin Dietrich
GANZTAGS

Weniger als ein Jahr Bauzeit hat der Neubau des Kindergartens St. Anna beansprucht. Er wurde am 14. Oktober eingeweiht und hat rund 1,6 Mio. Euro gekostet. Die Betreuungseinrichtung ist auf Ganztagsbetrieb ausgelegt und umfasst eine Grundfläche von rund 900 qm.
Foto: Katrin Dietrich
ANGEBOT

40 Baumöglichkeiten in bester Lage bietet das bis Ende Oktober erschlossene Neubaugebiet
ANGEBOT

40 Baumöglichkeiten in bester Lage bietet das bis Ende Oktober erschlossene Neubaugebiet "Fröschau/Wörsch" am südlichen Ortsrand. Einmaliger Rekord: Über ein viertel Jahrhundert dauerten die vorbereitenden Planungen an, die immer wieder den wandelnden Interessenslagen anzupassen waren.
Foto: Gemeinde
AUSGESTELLT

Die archäologischen Grabungen auf dem Gelände der ehemaligen Feudalburg Wersau dauern seit zwei Jahren an. Mittlerweile interessiert sich auch die Universität Heidelberg für die Burg unter der Grasnarbe. Die bislang schönsten Fundstücke sind noch bis 20. Januar im Rathaus ausgestellt. 
Foto: og
AUSGESTELLT

Die archäologischen Grabungen auf dem Gelände der ehemaligen Feudalburg Wersau dauern seit zwei Jahren an. Mittlerweile interessiert sich auch die Universität Heidelberg für die Burg unter der Grasnarbe. Die bislang schönsten Fundstücke sind noch bis 20. Januar im Rathaus ausgestellt.
Foto: og
REKORD

Mehrkosten und Zeitverzug konnten das Wunschprojekt nicht stoppen. Die Bürgerbegegnungs- und Veranstaltungsstätte im Gemeindewald ist in Rekordzeit von einem halben Jahr rechtzeitig vor dem Jahreswechsel in Betrieb genommen worden. Stolze 705.000 Euro war der Gemeinde dieses neue Angebot wert.
Foto: E. Vögele
REKORD

Mehrkosten und Zeitverzug konnten das Wunschprojekt nicht stoppen. Die Bürgerbegegnungs- und Veranstaltungsstätte im Gemeindewald ist in Rekordzeit von einem halben Jahr rechtzeitig vor dem Jahreswechsel in Betrieb genommen worden. Stolze 705.000 Euro war der Gemeinde dieses neue Angebot wert.
Foto: E. Vögele
ANTWORT

Ist es möglich, den Verkehr im Verlauf der Ortsdurchfahrt L 599 zu beruhigen? Die Antwort auf diese Frage erwartet der Gemeinderat von einer Fortschreibung des örtlichen Verkehrsentwicklungskonzeptes, das im Januar 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
Foto: Gemeinde
ANTWORT

Ist es möglich, den Verkehr im Verlauf der Ortsdurchfahrt L 599 zu beruhigen? Die Antwort auf diese Frage erwartet der Gemeinderat von einer Fortschreibung des örtlichen Verkehrsentwicklungskonzeptes, das im Januar 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
Foto: Gemeinde
PROVISORIUM

Aluminium-Dachbahnen und -aufbauten der in den Jahren 1987/88 errichteten Fritz-Mannherz-Sporthalle weisen immer wieder Leckstellen auf. Sie werden seither regelmäßig provisorisch geschlossen. Auf lange Sicht ist eine umfassende Dachsanierung mit einem erwarteten Kostenaufwand von rund 340.000 Euro unvermeidbar. 
Foto: E. Vögele
PROVISORIUM

Aluminium-Dachbahnen und -aufbauten der in den Jahren 1987/88 errichteten Fritz-Mannherz-Sporthalle weisen immer wieder Leckstellen auf. Sie werden seither regelmäßig provisorisch geschlossen. Auf lange Sicht ist eine umfassende Dachsanierung mit einem erwarteten Kostenaufwand von rund 340.000 Euro unvermeidbar.
Foto: E. Vögele
ENERGIE

Fortwährend steigen die Energiepreise und die Vorboten des Klimawandels zwingen zum Handeln. Seit 2008 arbeitet die Gemeinde daran, ihren Gebäudebestand sukzessive energetisch aufzurüsten. Jetzt wurden auch die Kelleraußenwände des Wohnhauses in der Wilhelmstraße 20 saniert und der Anbau hat ein neues Dach erhalten. Über die Wintermonate wird die oberste Geschossdecke des Mehrfamilienhauses in der Kirchenstraße 1 eine isolierende Dämmschicht erhalten.
Foto: M. Lützel
ENERGIE

Fortwährend steigen die Energiepreise und die Vorboten des Klimawandels zwingen zum Handeln. Seit 2008 arbeitet die Gemeinde daran, ihren Gebäudebestand sukzessive energetisch aufzurüsten. Jetzt wurden auch die Kelleraußenwände des Wohnhauses in der Wilhelmstraße 20 saniert und der Anbau hat ein neues Dach erhalten. Über die Wintermonate wird die oberste Geschossdecke des Mehrfamilienhauses in der Kirchenstraße 1 eine isolierende Dämmschicht erhalten.
Foto: M. Lützel

Weitere Informationen

Webmaster

Tel. 06205/952-207 oder E-Mail schreiben