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cm city media GmbH Info Archiv 2009"Es gibt nichts Besseres, als Gottes Kind zu sein"Artikel vom 28.12.2009
Weihnachten: Gehaltvolle und nachdenkliche Predigten in den Gotteshäusern / "Die Weihnachtsbotschaft muss der Mensch in sich groß werden lassen" Alle Jahre wieder: Große Vorfreude auf das Weihnachtsfest - und dann ist doch alles wieder so schnell vorbei. Dabei hatte der Kalender in diesem Jahr einen zusätzlichen "Feiertag" beschert. Herrschte an Heiligabend noch bis in die Mittagsstunden das übliche hektische Treiben in Bäckereien, Metzgereien und Supermärkten, wurde es mit den Nachmittagsstunden dann doch so langsam ruhiger. Während hie und da noch in Garagen oder Schuppen (warum auch immer) noch gewerkelt wurde, machten sich die ersten Familien auf den Weg zum traditionellen Gräberbesuch. Trotz der ungemütlichen Witterung herrschte auf dem Reilinger Friedhof reges Treiben. Einem alten Brauch folgend wurden für die Verstorbenen Gebete gesprochen und dann Lichter entzündet. Gebete auf dem Friedhof Die besondere Stimmung auf den Friedhöfen wurde noch verstärkt durch Liedvorträge und Musikstücke. So waren der Sängerbund und die Blaskapelle der Musikfreunde zu hören. Zeitgleich begann in den Kirchen der Reigen der weihnachtlichen Festgottesdienste - und über der Kurpfalz setzte der Regen ein. Aber nicht der sonst übliche Landregen, sondern teilweise schüttete es so vom Himmel, dass sich mancher zu überlegen schien, auf den traditionellen Gottesdienstbesuch am Heiligen Abend doch zu verzichten. Krippenspiele Einmal mehr sehr beliebt waren die Familiengottesdienste mit Krippenspiel. Für die evangelische Christvesper hatte Nadine Bikowski ein Krippenspiel geschrieben, in dem ein Reporter nach der Geschichte seines Lebens suchte, um endlich "Reporter des Jahres" zu werden. Maria und Josef folgend kam dabei schließlich die Schlagzeile "Gott wird Mensch" heraus. Eine ganz besondere Stimmung herrschte in der historischen Weinbrennerkirche aber während der nächtlichen Christmette. Lichttechnik und Schattenspiel Ein durch besondere Lichttechnik geprägtes Schattenspiel erinnerte die Gottesdienstbesucher an das Geschehen vor mehr als 2000 Jahren im Stall von Bethlehem. Wunderschön auch das Bläserquartett. Auch der erste Weihnachtsfeiertag begann für viele mit einem Gottesdienstbesuch: In der Reilinger Weinbrennerkirche machte Pfarrerin Stefanie Nuß in ihrer Festpredigt deutlich, dass Gott jeden Menschen - wie auch immer er Weihnachten verbringt - besonders beschenkt. Zugleich erinnerte die Pfarrerin aber auch daran, dass nach der Geburt von Jesus Christus die Weltgeschichte ihren Lauf wieder aufgenommen habe. So halte in der Welt der Weihnachtsfriede nur kurze Zeit und gerade an Heiligabend würden überall auf der Welt Tränen der Einsamkeit, der Trauer oder der Enttäuschung geweint. "Feiern als Kinder Gottes" Auch wenn Gott noch nicht alle Tränen abwische, sei die Zeit reif, zu erkennen und zu glauben, Gottes Kinder zu sein. "So feiern wir Weihnachten als Kinder, als Gottes Kinder. Und etwas besseres, als Gottes Kind zu sein, gibt es nicht." Auf ihre Kosten kamen über das lange Festwochenende aber auch all die, die mit den Gottesdiensten der christlichen Kirchen, Gemeinden und Vereinigungen eher weniger oder vielleicht auch gar nichts anfangen konnten. Sie nutzten die freie Zeit wie alle anderen auch für die familiäre Begegnung, besuchten Freunde und Bekannte. Familiäres Wiedersehen Egal, wie man nun feierte oder die Tage beging: Ein festliches Essen stand wohl bei den meisten auf dem Tisch, ob nun stundenlang selbst gekocht, von Oma vorbereitet oder in einem Wirtshaus serviert. Und nach dem verregneten Heiligen Abend sowie eher trüben ersten Weihnachtstag freuten sich am zweiten Feiertag oder am Sonntag nicht wenige über den zumindest zeitweisen Sonnenschein. Mit einem langen Spaziergang durch die Feldmark oder den nahen Wald verschaffte man sich Bewegung und tankte Sauerstoff. Aber spätestens am Sonntag Abend traf man sich noch einmal in fröhlicher Runde, um das Weihnachtsfest 2009 stimmungsvoll ausklingen zu lassen. Eben wie alle Jahre wieder. Otmar A. Geiger aus SZ, Fotos og |