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cm city media GmbH Aus dem GemeinderatÖffentliche Sitzung des Gemeinderates am 18.06.2012Artikel vom 25.06.2012
Ganztagsunterricht für 10. Klassen der Werkrealschule Reilingen - Lußheim Mit dem Schuljahresbeginn 2012/13 wird an der Reilinger Friedrich-von-Schiller-Schule ein Ganztagsangebot für die 10. Klasse der Werkrealschule eingerichtet. Mit seiner einstimmigen Entscheidung folgte der Gemeinderat einem Vorschlag von Rektor Falk Freise, der sein ausführliches Konzept dem Gremium vorstellte.
Die 34 Wochenstunden verteilen sich von Montag bis Freitag auf den Vormittag. Von 13.15 bis 14.00 Uhr kann ein Mittagessen eingenommen werden. Aufsicht und Essen organisiert die Gemeinde. Montag, Dienstag und Donnerstag Nachmittag schließt sich bis 15.00 Uhr noch eine Unterrichtsstunde an. Den Schulalltag für die Zehntklässler beendet eine folgende einstündige Lernzeit.
Das neue Angebot ist für die Schülerinnen und Schüler aus Altlußheim, Neulußheim und Reilingen, die einen mittleren Bildungsabschluss anstreben, zwingend. Die vom Kultusministerium vorgegebenen 34 Wochenstunden zuzüglich vier Stunden Lernzeit lassen sich ansonsten nicht bewältigen, so Rektor Freise.
„Das jetzt einzurichtende Ganztagsangebot ist zugleich ein wesentlicher Baustein zum Erhalt des Schulstandortes der gemeinsamen Werkrealschule Reilingen – Lußheim“, stellte Freise weiter fest. Erfreulicherweise ließen es die Anmeldezahlen zu, zwei 10. Werkrealschulklassen im Schuljahr 2012/13 anzubieten. Dieser Umstand sei der pädagogisch wertvollen Arbeit der Klassenlehrer Elvira Müller, Kurt Heißwolf und ihren Fachkollegen zu verdanken.
Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, das Konzept umzusetzen, damit den Reilinger Schulstandort zu sichern und zugleich die Attraktivität der Werkrealschule zu steigern.
Rektor Falk Freise warb auch dafür, das weitergehende Thema Gemeinschaftsschule nicht übereilt anzugehen, da noch zu viele Fragen unbeantwortet seien und sich die Weiterentwicklung der neuen Bildungsangebote noch nicht verbindlich abschätzen lasse. Eine Gemeinschaftsschule setze einen Ganztagsbetrieb mit individueller Förderung voraus. Außerdem müsse die Schule ein schlüssiges pädagogisches Konzept vorlegen. Eine Einführung zum Schuljahr 2013/14 setze einen Genehmigungsantrag bis spätestens 01. Oktober 2012 voraus. Die Antragsvoraussetzungen ließen sich jedoch so kurzfristig nicht erfüllen.
Die Bildungslandschaft in Baden-Württemberg verändert sich rasant. „Wie auch immer man dazu steht, wir müssen uns der Herausforderung stellen und uns damit auseinandersetzen“, so das diesen Tagesordnungspunkt schließende Fazit von Rektor Falk Freise.
Foto: svs
Korrosion und unangenehme Gerüche
Sammelkanal für Außenbereichsgrundstücke muss verlängert werden
Ein Thema der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Montagabend war das Abwassersystem der im östlichen Gemarkungsbereich gelegenen Außenbereichsgrundstücke wie Sandweg und Herrenbuckel, aber auch der neu errichteten Bürgerbegegnungs- und Veranstaltungsstätte am Heidelberger Weg. Sie alle sind an eine Druckentwässerungssammelleitung mit einer Länge von rund drei Kilometer angeschlossen. Diese mündet im Bereich „Kleiner Hertenweg“ in die Ortskanalisation. Das Problem: Die Stahlbetonrohre und Schachtbauwerke sind an der Einleitungsstelle durch Korrosion schwer beschädigt. Zudem sorgt Schwefelwasserstoff für einen unangenehmen Geruch, der an faule Eier erinnert. Dieser Schwefelwasserstoff oxidiert bei der Freisetzung in die Kanalatmosphäre zu Schwefelsäure, die wiederum zementgebundene und metallische Baustoffe angreift.
„Unterhalb des Ausmündungsbereichs der Druckleitung an der Kleinen Hertenwegbrücke haben wir ein zu geringes Gefälle von unter fünf Promille, wodurch der natürliche Spül- und Reinigungseffekt fast nicht existent ist", erklärte Dipl.-Ing. Simon Schuster vom Ingenieurbüro Willaredt. „Dies begünstigt Ablagerungen und der Feststofftransport ist eingeschränkt“. Außerdem habe die Kanalisation im Bereich „Am Kraichbach/Kleiner Hertenweg“ nur ein kleines Einzugsgebiet. Die Durchflussmenge der Kanalisation sei damit sehr gering.
"Wir haben über Monate bereits verschiedene Sofortmaßnahmen, wie regelmäßige Spülintervalle und Geruchsfilter getestet, die aber alle nicht den gewünschten Effekt hatten", so Schuster. Mit einer um 715 Meter verlängerten Abwasserleitung entlang des Kraichbachs und den direkten Anschluss an den Hauptsammler Süd in Richtung Kläranlage, soll nun weiterer Schaden verhindert und die Geruchsbelästigung behoben werden. Nahe dem Reitplatz ist zudem eine weitere Pumpstation geplant.
Die Tiefbauarbeiten sind mit 127.000 Euro veranschlagt. Der im Vermögensplan des Eigenbetriebs Abwasserbeteiligung bereits eingestellte Betrag von 140.000 Euro wird damit aller Voraussicht ausreichend sein.
"Entlang des Kraichbachs haben wir nur unbefestigte, öffentliche Wege und es sind keine Leitungen im Weg. Daher können wir die Maßnahme recht kostengünstig vornehmen", erklärt Schuster.
Überplanmäßige Ausgaben fallen allerdings mit einem weiteren Vorhaben in Sachen Abwasser an: Die Pumpstation im Bereich Sandweg 2 soll erneuert werden. Sie wird voraussichtlich rund 39.000 Euro kosten, 14.000 Euro mehr als im Vermögensplan vorgesehen. "Für die vergrößerte Containerwohnanlage reicht die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Pumpstation nicht mehr aus“, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage.
Von der größer dimensionierten Abwasserpumpe profitiere nicht nur das Unternehmen Großhans, sondern auch drei Familien und eine weitere Firma im Umfeld, stellte Bürgermeister Walter Klein klar. „Der Bereich gehört zum öffentlichen Netz“. Ob in diesem Zusammenhang die betroffenen Grundstückseigentümer mit Abwasserbeiträgen belastet werden müssen, werde derzeit geprüft, so Bürgermeister Walter Klein.
Die Abwasserdruckleitung wird in offener Bauweise verlegt. Die öffentliche Ausschreibung der Tiefbaumaßnahme ist auf Juli angesetzt. Die Vergabeentscheidung soll am 10. September erfolgen. Als Bauzeit werden die Monate Oktober und November beansprucht.
Überzeugt von der Notwendigkeit der beschriebenen Tiefbaumaßnahme war auch der Gemeinderat, dessen Votum einstimmig ausfiel.
Gemeindewohnhäuser werden energetisch saniert
Einstimmig beschlossen hat der Gemeinderat, die Heizungsanlage des Gemeindewohnhauses in der Kirchenstraße 1 zu erneuern. Eine im Dachraum untergebrachte Gas-Zentralheizung mit Brennwertnutzung wird die seither gebräuchlichen Elektroradiatoren ersetzen. Die erwarteten Kosten sind auf rund 40.600 Euro veranschlagt. Bereits im vergangenen Winter war das Dachgeschoss gedämmt worden.
Energetische Verbesserungen erhält ebenso das Gemeindewohnhaus in der Speyerer Straße 42/44. Geplant ist eine Gas-Zentralheizung, das Dach soll neu eingedeckt und ergänzend dazu wärmegedämmt werden. Die Investitionskosten sind mit rund 214.000 Euro veranschlagt. Im Finanzhaushalt stehen hierfür bislang allerdings nur 178.500 Euro zur Verfügung. Der zu erwartenden überplanmäßigen Ausgabe stimmte der Gemeinderat zu.
Die energetische Maßnahme fand die Unterstützung aller Fraktionen. Über eine beschränkte Ausschreibung werden jetzt kurzfristig geeignete Unternehmen gesucht.
Schon im Mai 2008 hatte das Gremium grundsätzlich entschieden, die Gemeindewohnhäuser sukzessive je nach finanzieller Situation zu sanieren.
Besuch aus Mezzago im September
Bürgermeister Walter Klein teilte zum Schluss des öffentlichen Sitzungsteils mit, dass der Besuch der Freunde aus der Partnergemeinde Mezzago auf das Straßenfestwochenende am 8. und 9. September verlegt wurde.
Anfragen aus dem Gemeinderat
Beim Tagesordnungspunkt "Anfragen" wurde das Thema „Hundespielwiese“ angesprochen. Die Verwaltung habe geprüft, ob sich ein geeignetes Gelände findet, so Bürgermeister Klein. „Die gemeindeeigenen Grundstücke sind aber alle verpachtet“. Die Verwaltung sei daher für alternative Vorschläge auch aus der Bevölkerung dankbar.
Aus dem Gemeinderat wurde angeregt, den Begrüßungstext auf der Gemeindehomepage auch in italienischer Sprache zu verfassen. Bisher könne er dort nur auf Deutsch, Englisch und Französisch nachgelesen werden.
Eine dritte Anfrage galt der Durchfahrtssperre am Roten Heckweg. Der Gemeinderat hatte schon vor einiger Zeit beschlossen, am Einmündungsbereich zur Landesstraße 546 Poller anbringen zu lassen. Hier wartet die Verwaltung noch auf das Ergebnis der Verkehrstagfahrt, die am 19. Juni stattfinden sollte.
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